Luxusanlage für Pippi Langstrumpfs Lieblingstiere

Und wieder gibt es Neuigkeiten über die Totenkopfäffchen im Nürnberger Tiergarten (hier zusammen mit Tierpfleger Ramón Göschel, Foto: Günter Distler). Viele Zoobesucher – vor allem Kinder – kennen diese kleinen Primaten hauptsächlich durch die Pippi Langstrumpf-Geschichten, in denen Pippis Affe „Herr Nilsson“ ja eine wichtige Rolle spielt. Darüber habe ich in meinem Blog schon ab und zu geschrieben, zuletzt hier.

Im Frühjahr waren die Totenkopfäffchen aus dem Ausweichquartier im Gut Mittelbüg in Schwaig in ihr angestammtes Gehege zurückgekehrt. Die Totenkopfäffchen-Anlage ist im Giraffenhaus untergebracht, die lustigen Zoobewohner können sich frei von der Anlage im Innern des Hauses in einen vorgebauten Wintergarten bewegen. Dort ist jetzt für Besucher ein überdachter Unterstand neu hinzugekommen, durch den man während der kalten Jshreszeit vor Regen und Wind geschützt ist. Und auch die bislang störende Spiegelung des verglasten Wintergartens gehört endlich auch der Vergangenheit an. – Die Äffchen können in der wärmeren Jahreszeit über eine Art Hängebrücke zu einer eigenen kleinen Insel mit einer riesigen Eiche gelangen, ein Ort den sie sehr genießen. weiter lesen

Eine klassische Win-win-Situation

Vergesellschaftung heißt das Zauberwort, das in Zoologischen Gärten seit einiger Zeit an Bedeutung gewinnt. Auch im Tiergarten Nürnberg werden immer mehr Tierarten mit anderen, aus ihrem natürlichen Lebensraum stammenden, gemeinsam in einem Gehege gehalten. Die Idee dahinter ist u.a. auch, dass die Besucher einen bessere Vorstellung davon bekommen, wie die Tiere in freier Wildbahn zusammenleben und sich gegenseitig im oft schwierigen Kampf ums Überleben sogar unterstützen können. Natürlich funktioniert das in Zoos nur mit Tierarten, die sich vertragen. Und natürlich ist eine Vergesellschaftung von Arten, bei denen die eine zum Beuteschema der anderen gehört, ausgeschlossen. Daher setzt es sich immer mehr durch, Tieren bei der Haltung in Menschenobhut zumindest einen Teil ihres ursprünglichen Lebensraums auch in den Zoologischen Gärten zu bieten. Von der Vergesellschaftung profitieren also einerseits die Tiere, weil diese Haltung für sie eine Bereicherung ihres Alltags darstellt, andererseits auch die Besucher.

Im Nürnberger Tiergarten teilen sich neuerdings die Panzernashörner ihre Anlage mit einer Hirschziegenantilope (Foto: Tiergarten Nürnberg). Ich finde, es ist für die Besucher ein beeindruckendes Bild, wenn sie diese sehr feingliedrige, zerbrechlich wirkende Antilopenart zwischen den beiden mächtigen Nashörnern Sofie und ihrem Sohn Sanjai beobachten können. weiter lesen