Löwen sterben leise

Löwe ZDFAls „König der Tiere“ gilt er seit langer Zeit. Doch wenn es schlimm kommt – und danach sieht es derzeit leider aus – werden wir uns ein anderes Tier als König suchen müssen. Denn noch nie stand es um den Bestand er Löwen so schlecht wie heute. Die niederschmetternden Ergebnisse eines internationalen Forscherteams, das in Afrika in Sachen Löwen unterwegs war, sind am kommenden Sonntag, 31. Januar, um 14.55 Uhr im ZDF zu sehen, in der „planet e.“-Dokumentation „Das leise Sterben der Löwen“.

Der deutsche Zoologe und Löwen-Forscher Philipp Henschel arbeitet bei der Wildkatzen-Schutzorganisation „Panthera“ mit. Nach seinen Angaben ist die Zahl der Löwen seit Mitte des letzten Jahrhunderts um rund 90 Prozent zurückgegangen, er geht von aktuell noch rund 20.000 wild lebenden Löwen aus. Experten schätzen außerdem, dass diese Tiere nur noch in etwa acht Prozent ihres einstigen Verbreitungsgebietes leben. Diese wirklich dramatische Entwicklung hat sich still und leise vollzogen. Wahrscheinlich auch deshalb, weil in den großen afrikanischen Nationalparks Löwen immer noch leicht zu beobachten sind. Dieser Eindruck täuscht jedoch über die Realität hinweg: Außerhalb von Schutzgebieten geht der Bestand der Raubkatzen besorgniserregend zurück – und das hat verschiedene Ursachen:

  • Große Flächen werden in Acker- und Nutzland umgewandelt, weil die Bevölkerung ständig wächst. Dadurch werden Gebiete, in denen Löwen leben, zerschnitten. Es bleiben kleinere Gruppen übrig, in denen es zu Inzucht kommt.
  • Wenn noch genügend Lebensraum  vorhanden ist, finden Löwen oft nicht mehr ausreichend Nahrung. Denn Menschen sind auch Nahrungs-Konkurrenten der Löwen und jagen deren Beute zum Teil für den eigenen Kochtopf.
  • Rinder- und Ziegenherden in menschlicher Obhut fressen den wild lebenden Artgenossen das Futter weg. Deshalb reißen die Großkatzen immer wieder Nutztiere. Die Bauern töten dann manchmal Löwen aus Rache.

Die schwedische Löwenforscherin Ingela Jansson versucht, da gegenzusteuern und erforscht im Ngorongoro-Schutzgebiet in Tansania, wie die Nachbarschaft von Löwen und Menschen sowie deren Vieh abläuft. Auch darüber berichtet  die Sendung „planet e.“

Fernsehtipp: „Wölfe im Visier“

planet e.: Wölfe im VisierAlles rund um das Thema Wolf bzw. Wölfe interessiert mich natürlich wegen meines Namens immer ganz besonders. Deshalb werde ich mir am kommenden Sonntag eine Sendung im ZDF anschauen, die sich mit dem Thema beschäftigt, und gleichzeitig wieder einmal einen Fernsehtipp an meine Leser weitergeben: Am Sonntag, 16. August, ist im ZDF um 14.45 Uhr die Dokumentation „Wölfe im Visier“ zu sehen. Darin folgt der  „planet e.“-Autor und Zoologe Axel Gomille Wölfen und Wolfsforschern, Kriminalbeamten und Pferdezüchtern, um eine Antwort auf die Frage zu finden, wie wir Menschen uns mit den Wölfen arrangieren können.

In Deutschland leben heute wieder rund 25 Wolfsrudel, Tendenz steigend. Sie kommen sogar bis vor die Tore von Großstädten wie Berlin oder Hamburg. Was Artenschützer freut, empfinden andere als große Gefahr. Und obwohl der Wolf als eine der seltensten Tierarten in der Europäischen Union streng geschützt ist, werden immer wieder Tiere illegal abgeschossen. Dabei kann der Abschuss eines Wolfs mit hohen Geldstrafen und sogar mit Gefängnis geahndet werden. Das scheint die „Wolfsjäger“ aber nicht abzuschrecken. So ermittelt zum Beispiel das Landeskriminalamt Sachsen derzeit gegen einen unbekannten Schützen, der im Frühjahr 2014 in der sächsischen Lausitz einen Wolf erlegte. Da es sich um den Vater eines Wolfsrudels handelte, war der Verlust besonders groß: Die Wolfsmutter konnte ihre Jungen nicht allein versorgen. So verendeten die Welpen über den Sommer schließlich. Vermutlich waren sie verhungert – eine Tragödie, die zeigt, wie durch einen einzigen Schuss eine ganze Tierfamilie ausgelöscht werden kann.

Ich glaube, die Sendung könnte spannend werden – und da es zumindest bei uns in Bayern am Wochenende einen Wettersturz geben soll, verpasst man draußen wohl auch nicht sehr viel.

"Wetten, dass…" und der tote Hund

Das war komplett überflüssig: Ein Hund ist bei der ZDF-Premieren-Sendung „Wetten, dass…“ mit Markus Lanz ums Leben gekommen – nur weil wieder einmal unbedingt lebende Tiere in einer TV-Show auftreten mussten.

Der vierjährige Toypudel namens Monarch war Teil einer Wette: Eine Hundefriseurin hatte behauptet, sie könne durch das Ertasten von Hundehaaren die Rasse bestimmen. Dabei fasste sie mit verbundenen Augen in Gefäße, die mit Hundehaaren gefüllt waren. Für diese Wette hielt sich der Pudel zusammen mit anderen Hunden im Saal auf – obwohl das eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre, denn die Hundehaare befanden sich ja wie gesagt in einem Gefäß. Nach der Wette sprang „Monarch“ von einer Bank. Bei diesem Sprung stieß er sich am Kopf und verlor das Bewusstsein. Obwohl er gleich von einem Tierarzt versorgt wurde, konnte sein Leben nicht mehr gerettet werden.

Der Tierschutzbund hat meiner Meinung nach völlig zurecht kritisiert, dass für eine Wette Hunde auf die Bühne geholt wurden. Ich bin auch überzeugt, dass das nicht notwendig war. Grelles Scheinwerferlicht, die vielen unbekannten Leute im Publikum und der Lärm, der zum Beispiel beim tosenden Applaus und beim Trampeln der Zuschauer entsteht, sind einfach keine geeignete Umgebung für Tiere. Auch wenn die Tierbesitzerin der Meinung war, der Pudel sei durch die Teilnahme an Hundeausstellungen an solche Situationen gewöhnt gewesen und hätte mit der Situation umgehen können. Offenbar stand das Tier halt doch unter Stress – und musste mit seinem Leben dafür bezahlen.

 

Streit um Robben-Roboter

Wir Menschen finden Tierbabys süß –  und zwar umso mehr, je hilfloser die kleinen Geschöpfe auf uns wirken. Erinnern wir uns an unsere berühmte Nürnbergerin Flocke: winzig, weiß, schwarze Knopfaugen, von der Mutter getrennt, leise Jammerlaute ausstoßend. Da will man, da muss man als Mensch einfach helfen, streicheln, liebkosen. Das gleiche Phänomen stellt sich ein, wenn wir Babyrobben, sogenannte Heuler, zu Gesicht bekommen. Sie ähneln Flocke ja auch sehr: ebenfalls winzig, weiß, Knopfaugen, Jammerlaute. Viele Tierfreunde beneiden die Mitarbeiter von Robbenauffangstationen, wo die Babys aufgepäppelt werden, bis sie groß und stark genug zum Überleben in freier Natur sind.

Ein solcher Heuler erhitzt jetzt – ganz Jahreszeit-untypisch, denn Robben kommen bei uns im Frühjahr zur Welt – die Gemüter. Paro heißt er, und er ist nicht einmal ein echtes Tier, sondern ein von Menschen gemachtes. Ein Roboter, als Kuscheltier verkleidet. Paro stammt aus Japan und kommt nun auch in deutschen Pflegeheimen bei Demenzkranken zum Einsatz. Seinem künstlichen Augenaufschlag kann keiner widerstehen – man muss sich einfach um ihn kümmern, wenn er einen so treuherzig und hilfesuchend anblickt. Das ist gut für die Patienten, die von Paro emotional angesprochen werden sollen.

Was in Japan, den USA und in Europa bislang nur in Dänemark längst Praxis ist, stößt bei uns in Deutschland noch(?) auf ungläubiges Kopfschütteln: Roboter in der Altenpflege. Darf das sein? Computertechnik statt emotionaler Zuwendung? Kalte Elektronik statt menschlicher Wärme? Auf diese beiden Gegensätze reduziert man das Thema hierzulande im großen und ganzen – typisch deutsch. Statt die Vorzüge einer neuen Technik zu nutzen und sie dort einzusetzen, wo Pflegekräfte Mangelware sind und Demente verkümmern, weil der Pflegeschlüssel hinten und vorne nicht reicht, lehnen wir die Roboter-Robbe erst mal ab.

Ich sage nicht, dass Elektronik ein Ersatz für Betreuung durch Menschen und für Nächstenliebe sein kann. Aber sie darf Menschen dort unterstützen, wo sie es allein nicht schaffen. Und solange nicht mehr Pflegekräfte eingestellt bzw. gefunden werden, kann Paro erst mal das Schlimmste – nämlich die völlige Vereinsamung alter oder/und demenzkranker Menschen – verhindern. In einer Handvoll deutscher Heime, beispielsweise in Bremen, probiert man die elektronische Babyrobbe nun doch aus. Mit Erfolg übrigens: Paro, der in Bremen Ole heißt, löst Menschen, die sonst nicht mehr sprechen, die Zunge und zaubert Kranken, die sonst mit versteinerter Miene irgendwo in der Ecke sitzen, ein Lächeln auf die Lippen.

Der Fernsehsender ARTE – für mich eine Wohltat in der sonst meist trostlosen deutschen Fernsehwelt – greift das brisante Thema auf: Anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September zeigt ARTE heute Abend um 21.50 Uhr die Dokumentation „Roboter zum Kuscheln – Heilsam für Demenzkranke?“ Die Sendung wird morgen, also am 17. September, um 9.55 Uhr im ZDF wiederholt.

 

Mit Cleo durch Deutschland

Ab und zu schreibe ich in meinem Blog über Bücher, die sich mit Tieren oder Natur im allgemeinen beschäftigen. Nachdem Andreas Kieling als Dokumentarfilmer vor allem durch seine Sendungen „Terra X“ im ZDF einem großen deutschen Publikum bekannt ist, stelle ich – obwohl ich es nicht hundertprozentig empfehlen kann – sein neuestes Buch vor: „Ein deutscher Wandersommer“ heißt es, ist bei Malik erschienen und kostet 22,95 Euro.

Diesmal ließ sich der „Bärenmann“ auf ein vergleichsweise harmloses Abenteuer ein: einen Fußmarsch entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Andreas Kieling, der zehn Jahre lang mit den Grizzlys in Alaska lebte, begab sich einen Sommer lang auf Wanderschaft, gemeinsam mit seiner Hündin Cleo. 1400 Kilometer legte er zu Fuß zurück, vom Dreiländereck Bayern-Sachsen-Tschechische Republik bis an die Ostsee. Im ZDF hat er die Tour bereits unter dem Titel „Mitten im wilden Deutschland“ dokumentiert. Nun hat er auch diese Expedition wieder bei Malik in Buchform nachgeschoben.

Doch wie immer, wenn etwas zur Routine wird, ist Vorsicht geboten. Vermintes Land drohte Kieling nicht nur im Wortsinn auf dem ehemaligen Todesstreifen, sondern auch beim Niederschreiben seiner Erlebnisse. Was im Film frisch, direkt und uneitel daherkommt, wirkt in Schriftform schnell lapidar, platt und abgegriffen: „Ich fühlte mich in meinem Element, wie ein richtiger Fallschirmjäger, der auf feindlichem Gebiet abgesprungen war und die Lage sondierte. Nichtsdestotrotz war ich total aufgeregt.“ Oder: „Damit war das Eis gebrochen, und es sprudelte nur so aus der schönen Försterin heraus.“ Leider finden sich in dem 300 Seiten umfassenden Tagebuch einer Deutschland-Wanderung außer stilistischen Schwächen auch grammatikalische: „Manche (gemeint sind Orchideen) senden Duftstoffe aus, die dem Sexuallockstoff eines bestimmten Insekts täuschend ähnlich riechen.“ Ein weiteres Beispiel: „Also bin ich in meiner Sommer-Mittelmeer-Tauchmontur in den See.“ Kieling lässt außerdem Nandus „ausbüchsen“ – was möglicherweise an seiner Begeisterung für die Jagd liegt, über deren Nutzen er den Leser auf viel zu vielen Seiten aufklärt.

Ein guter Lektor hätte manch peinliche Stelle ausmerzen können und müssen, etwa diese: „Ich stand zwischen Baum und Borke, wie der Forstmann sagen würde.“ Oder: „An großen Tischen saßen richtige Kerle, das, was der Bayer ,gstandne Mannsbilder’ nennen würde.“ Dabei scheint Kieling zu allem Unglück auch noch der kleine – aber feine! – Unterschied zwischen Bayern und Franken unbekannt zu sein.

Aber genug des Meckerns. Der mit dem Bären tanzte habe im Sommer 2010 seine bisher emotionalste Reise angetreten, heißt es im Klappentext. Das merkt man dem Buch von der ersten bis zur letzten Seite an; so engagiert hat der Weltenbummler bislang kaum geschrieben. Kein Wunder, schließlich war er mit 16 Jahren aus der DDR geflohen und hat diese Flucht nun noch einmal an Ort und Stelle nachvollziehen können. Auch wenn dieses Kapitel sehr ausführlich geraten ist, empfindet man es in keinem Augenblick als langatmig.

Und wie immer bei Kieling lernt der Leser in einem einzigen Buch mehr über Tiere und Pflanzen als in einem ganzen Schuljahr im Biologieunterricht. Wussten Sie zum Beispiel, dass Hasenbabys die erste Zeit nach der Geburt keinerlei Witterung abgeben und damit selbst für Jagdhunde nicht aufzuspüren sind? Oder dass der Raubwürger, ein drosselgroßer Singvogel, seine Beute auf einen Dornbusch spießt? Dass Deutschland das waldreichste Land in Europa ist?

Wenn Sie mehr über Flussperlmuscheln in der Regnitz, Mufflons in Ostthüringen, Birkhähne in Hessen, Luchse im Harz, Uhus im Eichsfeld oder Seeadler auf dem Schalsee erfahren möchten, dann begleiten Sie Andreas Kieling quer – nein, längs! – durch Deutschland! 

Die Flocke-Story im Fernsehen

Ich weiß schon: Derzeit dreht sich alles um die Fußball-Weltmeisterschaft. Das war vor ungefähr zwei Jahren ganz anders: Da war unsere Eisbärin Flocke Superstar und in allen Medien zugegen.

antibesNun ist die berühmte Eisbärin mit ihrem Rasputin schon seit fast zwei Monaten gar nicht mehr in Nürnberg – die beiden sind bekanntlich nach Antibes an die Côte d´Azur umgezogen. Nach ersten Fotos, die drei der Tierpfleger mitgebracht haben, die Flocke nach Südfrankreich begleitet haben, gibt es nun am Montag, 14. Juni, im ZDF einen Film über Flocke: „Flockes große Reise – ein Eisbär zieht um“ heißt er und wird um 15.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

Die 45 Minuten lange Dokumentation blickt auch noch einmal zurück. Von Flockes Geburt im Dezember 2007 über die ersten aufregenden Wochen, in denen keiner wusste, ob das kleine weiße Fellknäuel überleben würde, und ihre Teenager-Zeit, als sie mit Rasputin gemeinsam die Besucher im Nürnberger Tiergarten begeistert hat, bis hin zum Abschied von Franken lässt der Film die „Flocke-Story“ noch einmal Revue passieren. Und dann bekommen die Zuschauer die Eingewöhnungsphase der zwei Eisbären im Marineland von Antibes zu sehen.

Ich glaube, der Beitrag kann eine erholsame Abwechslung im wochenlangen WM-Einerlei bieten. Schließlich ist ja nicht jeder Fußball-Fan.

Steffens entdeckt neue Tierwelten

urn:newsml:dpa.com:20090101:100315-10-10851Wieder einmal startet im Fernsehen eine neue Tiersendung: Heute um 15.15 Uhr gibt es im ZDF die erste Folge von „Steffens entdeckt“ mit Dirk Steffens zu sehen. Zehn Folgen davon stehen auf dem Programm.

Witzigerweise verdrängt sich Steffens mit der neuen Sendung sozusagen selbst von diesem Sendeplatz: Er moderiert dort sonst die Doku-Soap „Tierisch Kölsch“ mit Geschichten aus dem Kölner Zoo. Die sind wieder ab 2.April zu sehen, doch nun heißt es erst mal an zehn Nachmittagen „Steffens entdeckt“.

Steffens wollte, anders als in seinen Filmen für „Terra X“, diesmal keine Hochglanz-Doku. Die letzten Paradiese der Erde wurden mit kleinstem Stab gefilmt – und gleichzeitig die Frage gestellt, wie diese Paradiese gerettet werden können.
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Das Geheimnis der Wale

geheimnisderwaleNachdem ich wegen der vielen Feiertage vorerst noch nicht klären kann, ob ich Fotos von der Freilassung der Meeresschildkröten auf den Seychellen bekomme oder nicht, gibt´s heute wieder einmal einen Fernsehtipp:  Das ZDF zeigt am 3. und 4. Januar jeweils um 20.15 Uhr den zweiteiligen Umwelt-Thriller „Das Geheimnis der Wale“, mit Stars wie Veronica Ferres, Christopher Lambert und Mario Adorf  in den Hauptrollen.

Mag sein, dass das Drehbuch etwas zu schwülstig geraten ist und kein Klischee auslässt – das Thema des Fernsehfilms  ist trotzdem absolut brisant:  Wale als Haupt-Leidtragende der  „akustischen Umweltverschmutzung“ der Ozeane. Krach unter Wasser beeinträchtigt das Echolot- oder Sonarsystem der riesigen Meeressäuger und stört ihren Orientierungssinn. Infolgedessen stranden Wale immer häufiger, vor allem an den Küsten Neuseelands und Australiens. Erst vor ein paar Tagen habe ich hier darüber geschrieben.

Auch einige der  Stars, die im Film mitspielen, möchten die Zuschauer für dieses Problem sensibilisieren. So sind Veronica Ferres und Mario Adorf  begeisterte Taucher und kennen daher aus eigener Erfahrung den alarmierenden Zustand der Meere: Die Artenvielfalt unserer Unterwasser-Welten schwindet zusehends. Auch Christopher Lamberts Motiv, bei dem Streifen mitzumachen, war angeblich der umweltpolitische Aspekt. Das ZDF hat sich außerdem bei der Realisierung des Öko-Krimis von Experten der Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS Rat geholt.

Schließlich wird nach dem ersten Teil von „Das Geheimnis der Wale“ um 21.45 Uhr eine Sonderausgabe der ZDF-Reihe „Abenteuer Wissen“ ausgestrahlt, in der Karsten Schwanke der Frage nachgeht, warum Wale stranden. Zumindest diese Sendung verspricht spannend zu werden.

Geschenk-Tipp für Weihnachten

Es geht mit Riesenschritten auf  Weihnachten zu. Deshalb heute ein Geschenk-Vorschlag: Das Buch „Meine Expeditionen zu den Letzten ihrer Art“ von Andreas Kieling (erschienen bei Malik, Preis: 22,95 Euro).

TierbuchViele kennen den Autor durch die ZDF-Serie „Terra X.  Kieling – Expeditionen zu den Letzten ihrer Art“.  Andreas Kieling, seit fast 20 Jahren Dokumentar-Tierfilmer, hat Millionen von Menschen mit seinen Aufnahmen begeistert. In seinem gleichnamigen Buch kann man die abenteuerlichen Reisen noch einmal nachlesen. Zunächst mag das weniger spektakulär erscheinen. Doch die Geschichten hinter den Filmen sind durchaus erzählenswert. Sie handeln nämlich nicht nur von dem „Helden“ Kieling, den man im Fernsehen sieht. Sie machen uns vielmehr bekannt mit einem Menschen, der froh ist, dass der Zuschauer nichts von den weichen Knien mitbekommt, die Kieling bei so mancher Episode hatte.
Nehmen wir die Filme über Eisbären in Kanada und Spitzbergen: Im Fernsehbeitrag staunt der Zuschauer über atemberaubende Bilder. Im Buch erfährt er etwas über die schwierigen Bedingungen, unter denen sie gedreht wurden. Temperaturen um minus 50 Grad, dazu ein Sturm, der an der Kamera rüttelt, und Schneefall. Als Kieling seine Schutzbrille abnimmt, um durch den Sucher zu schauen, gefriert ganz schnell die Tränenflüssigkeit auf seinen Augen. Und er holt sich Frostbrand im Gesicht.
Von Zeit zu Zeit kommt es zu ziemlich brenzligen Begegnungen zwischen Andreas Kieling und den Tieren. Der Filmemacher hat – stets auf der Jagd nach den spektakulärsten Bildern – schon mehrere Male sein Leben aufs Spiel gesetzt. Nur mit viel Glück ist er dem Angriff eines Eisbären an der Hudson Bay entkommen, der plötzlich mehr Appetit auf Kieling hatte als auf ein verwesendes Walross. Böse hätte auch das unvermutete Treffen mit einem Löwenmännchen im Okavangodelta enden können. Doch der Löwe überlegte es sich im letzten Augenblick anders und überließ den vor Schreck erstarrten Filmemacher sich selbst.
Es gibt noch mehr solcher Erlebnisse in dem Buch. Andreas Kieling erzählt ehrlich und ohne große Umschweife von der Angst, die er in solchen Momenten aussteht. Aber offenbar gehört er zu den Menschen, die das zum Leben brauchen: echtes, knallhartes Abenteuer.

"Nürnberger Schnauzen" wieder im ZDF

Seitdem das ZDF seine ersten Folgen für die Zoo-Doku-Serie „Nürnberger Schnauzen“ im Tiergarten gedreht hat, scheint der Fernsehsender ganz vernarrt in diesen Zoo. Die Einschaltquoten waren auch erfreulich – also spricht nichts gegen eine Fortsetzung.

Nun startet am Montag, 5. Oktober,  schon die dritte Staffel der beliebten Reihe, in der die Zuschauer wieder einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Arbeit von Tierpflegern und Tierärzten genau verfolgen können. Flocke ist zwar längst den Kinderschuhen entwachsen – trotzdem wird sie, zusammen mit ihrem Eisbärenfreund Rasputin, eine der Hauptrollen in den 20 neuen Folgen spielen, die das ZDF ausstrahlt.

ManatisgenovaNatürlich stellt das ZDF auch das Nashornbaby Seto Paitala und seine Mama Purana vor, auch der Nachwuchs der Sibirischen Tiger wird thematisiert. Die junge Seelöwin Foster, die per Hand aufgezogen wurde, hat sich inzwischen prächtig entwickelt und wurde bei ihren ersten Trainingseinheiten im Delfinarium gefilmt. Eine der Folgen wird sich um die beiden Nürnberger Seekühe Pepe und Husar drehen: Die zwei in Nürnberg geborenen Manatis sind vor kurzem in die italienische Hafenstadt Genua umgezogen, wo sie jetzt in einem großzügig gestalteten Becken des „Acquario“ leben (siehe Foto). In Nürnberg werden Seekühe nämlich so erfolgreich gezüchtet, dass der Tiergarten Exemplare dieser Tierart bereits in alle möglichen Zoos und Aquarien abgeben konnte. Seekühe aus Nürnberg leben heute in Frankreich, den Niederlanden, in Japan und Singapur.

Die 20 neuen Folgen der „Nürnberger Schnauzen“ sind ab 5. Oktober jeweils montags bis freitags um 15.15 Uhr im ZDF zu sehen.