Quizfrage: Was ist ein Zedonk?

Es ist immer wieder originell, welche Launen die Natur sich einfallen lässt. Da macht sich zum Beispiel ein Pelikan nichts aus seinesgleichen, sondern zieht Störche seinen Artgenossen vor, wie wir es bei dem inzwischen berühmten Pelikan namens Quax beobachten können.

Ein anderes urn:newsml:dpa.com:20090101:101111-99-06448nettes Beispiel wurde jetzt aus Kenia bekannt: Dort verliebte sich eine Zebradame in einen Esel. Das geschah in einer Missionsstation, wo das Zebraweibchen nach einer Verletzung gesund gepflegt wurde. Zwischen den beiden Tieren kam es zu einer stürmischen Affäre, deren Ergebnis ein gemeinsames Baby ist – ein „Zedonk“, wie man die Kreuzung zwischen Zebra und Esel nennt: nach den englischen Wörtern zebra und donkey. Es gibt dafür auch den eingedeutschten Begriff „Zesel“.

Egal, wofür man sich entscheidet, auf jeden Fall sieht das Tier äußerst interessant aus: An den Beinen gestreift wie ein Zebra, am übrigen Körper kann man die Streifen nur noch am Bauch andeutungsweise erkennen. Die Ohren sind kleiner als bei einem Esel, und insgesamt ist der Zedonk/Zesel größer als ein Hausesel. Dieses ganz besondere Tierkind hat sich zunächst gut mit den anderen Tieren in der Missionsstation vertragen. Doch dann starb seine Mutter, und der Zedonk wurde aggressiv und begann Schafe und Ziegen zu beißen. Deshalb musste der Zesel in ein Tierwaisenhaus in Nairobi umziehen. Er lebt inzwischen mit einer Oryx-Antilope zusammen, der er – vielleicht wegen ihrer langen Hörner – mehr Respekt entgegenbringt.

In der Gattung Pferde gibt es noch andere ungewöhnliche Kreuzungen: „Zorse“ heißt der Nachwuchs von Zebra (zebra) und Pferd (horse). Und anstelle von „Zedonk“ findet man für das Ergebnis aus  Zebra und Esel auch die Kunstwörter „Zebrule“ (aus zebra und mule), „Zebdonk“ (zebra und donkey) oder „Zonkey“ (zebra und donkey).

Den Nachwuchs aus solchen ungleichen Verbindungen nennt man Hybriden. Die kann man allerdings nicht mehr weiter wild durcheinander kreuzen. Hybride sind nämlich in der Regel nicht fortpflanzungsfähig – und zwar aus folgendem Grund: Vater und Mutter besitzen nicht die identischen Chromosomenzahlen.

Unglaubliche Zoo-Geschichte

Es gibt Geschichten, die man kaum für möglich hält – und trotzdem sind sie tatsächlich passiert.

zebraeselSo zum Beispiel auch die hier: Der Direktor des Zoos von Gaza fand seinen Zoo nicht attraktiv genug. Und was ließ er sich einfallen, um das zu ändern? Ganz einfach. Er ließ einen Esel mit schwarzen Streifen bemalen – und schon hatte er ein Zebra.  Der Zoochef ist überzeugt, dass niemand den Unterschied zu einem echten Zebra bemerkt. Er wollte aber mit dieser Idee auch zum Freudenfest „Eid al-Fitr“ palästinensische Kinder glücklich machen.

Nicht nur diese eine Begebenheit, sondern die Geschichte des Zoos von Gaza überhaupt kommt einem irgendwie märchenhaft vor, wenn man sie hört. In dem Zoo leben praktisch nur Tiere, die vom benachbarten Ägypten aus durch einen Tunnel unterhalb der Grenze geschmuggelt wurden! Und zwar nicht nur einheimische Tiere, sondern Affen, Füchse, Hyänen, Wölfe und sogar ein Löwenpaar. Der Zoo kann auf gesetzlichem Weg keine Tiere auf sein Gelände bringen, weil der Gazastreifen von der Außenwelt abgeriegelt ist.

Die Geschichte hat aber auch etwas Trauriges: Während des Kriegs zum vergangenen Jahreswechsel wurden auch Zootiere beschossen und getroffen. Einige schafften es irgendwie, aus dem Zoo  zu entkommen. Darunter war auch das Löwenpaar, das aber inzwischen wieder eingefangen wurde. So hat der Zoo wenigstens noch eine echte Attraktion zu bieten, nicht nur ein falsches Zebra.

Von schwulen Zebras und Affen

Zebra.JPGEs gibt aber nicht nur schlechte Nachrichten aus der Tierwelt wie über die Pandas nach dem Erdbeben in China. Aus Südafrika erreichte uns die herzzerreißend schöne Geschichte, dass zwei schwule Zebras, die seit vier Jahren über trennende Zäune miteinander flirteten, nun endlich in Liebe vereint sind. Sie sollen sich beschnuppert und geküsst haben und anschließend sofort zusammen im Busch verschwunden sein.

Ob wahr oder erfunden – keiner weiß es so genau. Es gibt aber wissenschaftliche Untersuchungen, wonach Homosexualität im Tierreich durchaus verbreitet ist. Das bestätigt auch Helmut Mägdefrau, der stellvertretende Chef des Nürnberger Tiergartens. Er muss immer wieder Anfragen über sich ergehen lassen, ob Schorsch, der Nürnberger Gorilla-Mann,  der in einer Junggesellengruppe im Loroparque auf Teneriffa lebt, auch schwul ist. „In solchen Gruppen bleibt denen ja oft gar nichts anderes übrig“, meint Mägdefrau.

Von schwulen Zebras am Schmausenbuck hat er allerdings noch nie etwas gehört.