Zoos bleiben ein Erfolgsmodell

Das werden Zoo-Gegner gar nicht gern hören: Im vergangenen Jahr gab es einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen in den Zoos, die im Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) organisiert sind. Man kann also durchaus vom „Erfolgsmodell Zoo“ sprechen, denn der VdZ hat immerhin 71 Zoos als Mitglieder. Die meldeten für das Jahr 2018 insgesamt 43,6 Millionen Besucher, was ein Plus von über sechs Prozent im Vergleich zu 2017 (41,0 Millionen) bedeutet. Mit dem neuen Ergebnis wurde übrigens auch ein Fünf-Jahres-Rekord aufgestellt. Zu den guten Aussichten für das laufende Zoo-Jahr dürfte unter anderem das Berliner Eisbären-Baby beitragen, das in diesen Tagen auf den Namen Hertha – passend zum führenden Fußballverein in der Hauptstadt – getauft wurde (Foto: John McDougall, afp).

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Der Post SV hat ein Herz für Delfine

Delfin_BasketballAus dem Lager der Zoo-Gegner kommt immer wieder der Vorwurf, Zoos und Tiergärten existierten heutzutage praktisch nur noch um ihrer selbst willen. Und wegen einiger Ewig-Gestriger, die solche Einrichtungen besuchen – in einer Zeit, in der man längst überall dorthin reisen könnte, wo die im Zoo gezeigten Tiere in der Natur leben. Lassen wir diese abstruse Argumentation mal beiseite und gehen auf eine weitere Behauptung der Anti-Zoo-Front ein, die da lautet, Zoos seien isolierte Einrichtungen und nicht ins  soziale Umfeld ihrer Standorte eingebunden. Dass auch das nicht stimmt, zeigt unter anderem ein Beispiel aus Nürnberg. Hier hatte man beim Post SV in der Basketball-Abteilung vor ein paar Jahren eine gute Idee: Statt gebrauchte Basketbälle, die für den Einsatz in der Halle nicht mehr taugen,  auszurangieren und zu entsorgen, bringt man sie lieber in den Tiergarten. Dort freuen sich die Delfine und ihre Betreuer in der Lagune über diese Spielsachen zum Nulltarif. Große Tümmler sind wie Kinder grundsätzlich  neugierig auf alles, was ihnen zum Zeitvertreib angeboten wird.

Der Post SV macht außerdem mit seinen U 10-Mannschaften jedes jahr zum Abschluss der Saison mit allen Spielern und deren Eltern einen Ausflug an den Schmausenbuck, um gemeinsam den Tiergarten zu besuchen. Dabei beobachten alle Beteiligten mit Freude, wie sich Kai (auf dem Foto) und seine Delfinfreunde die ehemaligen Post SV-Bälle zuwerfen. Und das – auch wenn es Zoo-Gegner einfacch nicht glauben wollen – ganz freiwillig und ohne Drill.