War die Tötung der Tiger richtig?

SibirischerTigerEs gibt wieder einmal einen interessanten Fall vor Gericht, der sich um Tiere dreht – genauer gesagt: um Zootiere. Dem Direktor des Zoos von Magdeburg und dreien seiner Mitarbeiter wird ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen. In dem Zoo waren im Jahr 2008 drei kleine Tiger eingeschläfert worden. Der Tötungsgrund: Sie waren angeblich nicht für die Zucht geeignet, weil ihr Vater kein reinrassiger Sibirischer Tiger – also so einer wie hier auf dem Foto – war. Den Angeklagten drohen nun Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldstrafen.

Der Verein „animal public“ hatte den Fall seinerzeit durch eine Anzeige ins Rollen gebracht. Laut diesen Tierschützern hat es keinen vernünftigen Grund gegeben, der gerechtfertigt hätte, die drei gesunden Tiger zu töten. Der Zoodirektor dagegen vertritt die Auffassung, zum Einschläfern der Raubkatzen habe es keine Alternative gegeben. Der Weltzooverband hat ihn darin bestärkt. Schließlich sei man in dem Zoo davon ausgegangen, dass der Vater der drei Tigerbabys reinrassig sei – er war über das Europäische Erhaltungszucht-Programm (EEP) nach Magdeburg gekommen.
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