Tierisch gute Idee der Frankfurter Polizei

PolizeigiraffeBei all dem derzeitigen Gerede über verschärfte Sicherheitsmaßnahmen bei Großveranstaltungen und den Überlegungen, wie sie realisierbar wären, lässt diese Pressemitteilung der Frankfurter Polizei aufhorchen – einfach weil sie zeigt, dass man sich auch bei der aktuellen miesepetrigen Stimmung den Humor bewahren kann. Hier die Nachricht: Die Polizei in Frankfurt testet ab heute Giraffen für die Videoübertragung bei Großveranstaltungen. Das bietet sich in einer Stadt mit einem Traditions-Zoo wie dem Frankfurter eigentlich geradezu an – aber man muss doch erst mal drauf kommen!

Die erste Polizei-Giraffe – sie heißt Horst – ist ab heute  im Dienst. Künftig soll sie bei allen Großveranstaltungen – das sind in Frankfurt immerhin um die 1500 pro Jahr – zum Einsatz kommen, um ihre wesentlich kürzer geratenen menschlichen Polizeikollegen bei der Arbeit zu unterstützen. Durch ihren langen Hals ist die Giraffe geradezu prädestiniert für diese Aufgabe – sie hat ja von Natur aus den Überblick. Die Tiere bekommen bei ihrer Arbeit ein eigens für sie konstruiertes Kopf-Kamera-Geschirr. Über diese Vorrichtung werden die Bilder dann direkt in die Einsatzzentrale der Polizei übertragen.

„Es war ein langer Weg, bis wir die Giraffe in Dienst stellen konnten“, erzählt Giraffen-Führer POK Meerheim. Als erfahrener Hundeführer war es aus seiner Sicht nur logisch, dass die Polizei weiter in der Tierwelt nach geeigneter Unterstützung sucht, teilt die Frankfurter Polizei mit.

Ich finde die Idee gut – aber ich sehe es schon kommen, dass sich da wieder die altbekannten „Tierschützer“ dranhängen werden, weil Tierarbeit nicht mit den Tierschutzgesetzen vereinbar sei.

Potenzmittel: Scherz oder Ernst?

Der Tiergarten Nürnberg nimmt durch den Verkauf eines Potenzmittels aus dem Horn seiner Nashörner Millionen ein – irgendwie wäre das zu schön gewesen, um wahr zu sein! Dabei könnte er das Geld doch so gut brauchen.

Bestimmt haben meine Leser erkannt, dass es sich bei dieser Meldung lediglich um einen Aprilscherz handelte. Besonders habe ich mich über den Kommentar von „Wolferl“ gefreut; wirklich witzig! In der NZ-Redaktion haben einige meiner Kollegen zugegeben, dass sie die Geschichte erst für bare Münze genommen haben und dann nach und nach darauf gekommen sind, dass da etwas faul sein muss.

Aber warum eigentlich? Der Tiergarten hat Ausgaben zu bewältigen, die er mit seinem Etat kaum noch bewältigen kann. Immer wieder werden Projekte auf den berühmten Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. So müssen der Zoo und seine Besucher zum Beispiel über Jahre hinaus auf Elefanten verzichten, weil das Geld für eine neue, artgerechte Anlage nicht da ist.

Es müssen also ungewöhnliche Ideen her, um Geldquellen zum Sprudeln zu bringen. Mein Vorschlag mit dem Potenzmittel ist, wie ich gehört habe, im Tiergarten belustigt aufgenommen worden. Doch vielleicht war er gar nicht so lustig gemeint? – Heute ist übrigens nicht mehr der 1. April!

Neue Geldquelle für den Tiergarten

Der Tiergarten Nürnberg und seine Geldsorgen: Jetzt soll die Delfinlagune noch einmal teurer als geplant werden – um 1,25 Millionen Euro. Die Zooleitung schlägt nun neue Wege ein, um Geld zu beschaffen: Das Zaubermittel „Rhino-Rektio“ soll Geld in die leeren Kassen spülen.

RopenneuSo mancher Tiergarten-Besucher hat schon gefrotzelt: Wo sind bloß die Hörner der Nürnberger Nashörner geblieben? Und ganz Schlaue hatten auch gleich die Lösung parat: Pulverisiertes Nashorn-Horn ist in östlichen Kulturen zur Herstellung von Mitteln zur Potenzsteigerung äußerst begehrt – und bringt viel Geld ein. Da würden sich wohl einige Tierpfleger durch Hornpulver-Verkauf ihr Gehalt aufbessern, lautete die Schlussfolgerung. Zur Ehrenrettung der Tierpfleger sei gesagt: Dem ist nicht so.

Derartige Gerüchte haben den stellvertretenden Direktor Helmut Mägdefrau trotzdem auf eine Idee gebracht: „Unser Nashornbulle Ropen hat deshalb kein Horn, weil er es an rauen Stellen im Gehege immer abrubbelt. Warum soll man sich das nicht zunutze machen?“ Das auf den Boden fallende Hornmehl lässt sich einfach einsammeln. Zur preislichen Orientierung: An einem nach China geschmuggelten Horn verdient ein Wilderer bis zu 100 000 Dollar.
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