Das Leben im Zoo kann gefährlich sein

Unglaublich, was in einigen Zoos dieser Tage so passiert! Ich will nur zwei Beispiele herausgreifen – zwei besonders spektakuläre.

Da hätten wir zunächst mal den Zoo von Sofia. Was dort passierte, ist wohl vor allem auf den strengen Winter dieses Jahres zurückzuführen. Streunende Hunde, die wegen der bitteren Kälte in Bulgarien zurzeit keine Nahrung finden, haben sich an Zootiere herangemacht, um ihren quälenden Hunger zu stillen. Dem Angriff der Hundemeute fielen acht Wildschafe und fünf Rehe zum Opfer. Eine Reihe anderer Zoobewohner wurde zwar angefallen, überlebte die Bisse aber.

Am selben Tag in Indien: Im Zoo von Guwahati sind zwei Tiger aus ihrem Gehege ausgebrochen – und das zu einem Zeitpunkt, als ungefähr 10 000 Besucher auf dem Gelände waren. Die beiden Raubkatzen lösten natürlich eine Massenpanik in dem Zoo aus, der im Bundesstaat Assam liegt. Die Tiger hatten die Gelegenheit zum Ausbruch genutzt, als ihr Käfig gereinigt wurde. Während die Menschen panisch in alle Richtungen auf und davon liefen, spazierten die zwei Ausgebüxten gemächlich dazwischen umher.

Glücklicherweise kamen bei dem Zwischenfall alle Beteiligten glimpflich davon: Die Besucher wurden unverletzt aus dem Zoo gebracht, die beiden „Flüchtlinge“ wurden betäubt und lagen nach drei Stunden wieder in ihrem Käfig – selig schlummernd, als hätten sie das alles nur geträumt.