Augsburg hat kein Glück mit Giraffen

Der Augsburger Zoo kommt nach dem tragischen Tod einer Giraffe in diesen Tagen wieder ins Gerede. Diesmal handelt es sich um ein vierjähriges Weibchen mit dem Namen Luna. Das Tier stürzte und kam danach aus eigener Kraft nicht mehr auf die Beine. Als auch der Tierarzt nichts mehr für Luna  tun konnte, wurde sie eingeschläfert. Ungeklärt ist sowohl die Ursache für den Sturz als auch die Frage, ob und wie sich Luna dabei verletzte. Antworten werden vielleicht die Pathologen bei einer Obduktion des Kadavers in München finden. Wenn Giraffen in Zoologischen Gärten stürzen, endet das leider meist mit ihrem Tod. Sie sind nämlich zu schwer, als dass sie mit technischer Hilfe – etwa einem Kran – wieder aufgerichtet werden könnten.

Im Mai vergangenen Jahres war bereits die Giraffe Kiano in Augsburg durch einen Sturz umgekommen: Ein Zebra, das ins Giraffengehege gesprungen war, brachte Kiano völlig aus der Fassung, so dass er gegen eine Metallabsperrung rannte und einen Schädelbruch erlitt. Besonders traurig war ein Unfall im Augsburger Tierpark, der sich im Januar 2013 ereignete: Dabei verlor die trächtige Giraffe Lada ihr Leben. Drei Jahre zuvor wurde Giraffe Jamie wegen eines Knicks in der Halswirbelsäule eingeschläfert. 2007 starb ein Giraffenbaby zehn Tage nach der Geburt wegen einer Immunschwäche.

Nach dem Tod von Luna ist im Zoo von Augsburg jetzt nur noch das sechsjährige Weibchen Tanischa übrig geblieben. Die Zooleitung erwägt deshalb, die Giraffenhaltung einzustellen. Denn diese Tiere brauchen eigentlich den sozialen Verband einer Herde. Außerdem wurde das Augsburger Giraffenhaus 1985 erbaut und seitdem nie modernisiert. Tierschützer und Tierrechtler fordern ebenfalls, dieser Zoo  solle künftig keine Giraffen mehr halten. Ein Streit um diese Frage war schon bei früheren Giraffenstürzen entbrannt.

Uni Augsburg: Alles für die Katz´

An der Universität Augsburg hat sich ein Tier zum Star entwickelt: Dort gibt es neuerdings eine Campuskatze, die durch Facebook Berühmtheit erlangt hat. Die Katze ist kein Streuner, sondern gehört einer Frau, die im Uni-Viertel wohnt und das Tier auch versorgt.

Trotzdem streift die Katze mit dem rot-weißen Fell gern und oft über das Unigelände und liebt es, sich von den Studenten streicheln zu lassen. Alle Studenten und Uni-Mitarbeiter kennen das Tier. Der BWL-Student Akilnathan Logeswaran hat im Sommer eine Facebook-Seite für das Tier eingerichtet, nachdem die Katze ihn während seiner Prüfungs-Vorbereitungen regelmäßig besucht hatte und er mit ihr Freundschaft geschlossen hatte. Inzwischen bekommt der 24-Jährige jede Menge E-Mails mit Fotos von Studenten, die die „Campus Cat“ im Arm halten. Logeswaran wünscht sich, dass die Katze Maskottchen der Universität wird.

Auf ihrer Facebook-Seite hat die Katze inzwischen bereits mehr „Gefällt mir“-Klicks als die Uni Augsburg. Die Uni-Leitung hat das auch schon registriert und ein Foto der Katze in den Adventskalender für die Partner der Universität gestellt. Noch konnte man sich aber nicht durchringen, sie zum offiziellen Maskottchen zu machen.

An der Uni Konstanz ist man da schon weiter: Dort wird der „Uni-Kater“ komplett vermarktet. Es gibt sogar Postkarten mit seinem Foto.