Eine Schau für den Schabrackentapir

Tja, leider musste ich krankheitsbedingt mein Blog ein paar Monate ruhen lassen. Doch nun versuche ich mit neuer Kraft, die Welt der Tiere, die von Zoos im Allgemeinen und dem Nürnberger Tiergarten im Besonderen zu beleuchten. Fangen wir mit dem zuletzt genannten Nürnberger Tiergarten an. Dort läuft in diesen Stunden,  bei strahlendem Sonnenschein, noch das diesjährige Herbstfest, bei dem man viele Hintergrundinformationen über Tierhaltung in Zoologischen Gärten, über Tier- und Naturschutz bekommen kann.

Aber auch wenn in den nächsten Tagen das Wetter ungemütlicher zu werden droht, lohnt ein Besuch dieses herrlichen Landschaftszoos. Und zwar nicht nur, um Tiere zu sehen. Sollte es draußen zu kühl und regnerisch werden, kann man sich eine interessante Ausstellung mit Arbeiten von Corinna Smok im Naturkundehaus anschauen. Die in Fürth lebende und arbeitende Künstlerin widmet ihre Ausstellung den Schabrackentapiren.

Corinna Smoks Zeichnungen entstanden 2017 im Rahmen eines Kunstwettbewerbs des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg  zur Gestaltung einer Hausfassade in Nürnberg. Ihre Tierzeichnungen sind ausdrucksstark und atmosphärisch verdichtet. Mit sparsam eingesetzten Strichführungen hat Corinna Smok intensive Bilder geschaffen. Im Rahmen des Wettbewerbs sind große Tapir-Arbeiten entstanden, die das Leitthema der Ausstellung im Naturkundehaus des Tiergartens sind. Die Künstlerin hat sich dabei ungewöhnlich tief mit der Bedeutung dieser Tiere in Bezug zum Tiergarten Nürnberg auseinandergesetzt: Dieser Zoo ist verantwortlich für die Koordination des Europäischen Arterhaltungsprogramms für Schabrackentapire.

Übrigens: Die Hälfte der Erlöse der im Tiergarten verkauften Zeichnungen von Corinna Smok kommen dem Verein der Tiergartenfreunde in Form einer Spende zugute.  Die Ausstellung ist bis zum 16. November täglich während der Öffnungszeiten des Tiergartens von 8 bis 19.30 Uhr zu sehen (ab 4. Oktober abends nur  bis 18 Uhr).

Monster im Tiergarten gelandet!

MetallinsektEin Gürteltier mit Panzer aus alten Löffeln, ein Leguan mit Schuppen aus Kronkorken, eine Schildkröte aus Kletterseilen, ein Rüsseltier aus einer ausrangierten gusseisernen Badewanne – oder eben das Phantasie-Insekt auf dem links gezeigten Foto: Michael Pfeifer ist der Schöpfer dieser originellen Tierfiguren. Und weil er für seine Arbeiten ganz verschiedene Werkstoffe verwendet, trägt die neueste Ausstellung des Künstlers aus Pommelsbrunn den Titel „Ma-tier-ial“. Zu sehen sind die Skulpturen, die wie Monster von einem anderen Stern wirken, ab Freitag im Naturkundehaus des Tiergartens Nürnberg.

Die Ausstellung wird am Freitag, 23. Januar, um 18 Uhr eröffnet und ist bis zum 27. März (täglich zwischen 9 und 17 Uhr) im Naturkundehaus des Zoos am Schmausenbuck zu sehen. Weitere Infos über die Werke von Michael Pfeifer findet man hier.

1+1=Sex

Der Frühling ist da – und nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei Tieren stellen sich Frühlingsgefühle ein. Passend dazu gibt es jetzt eine neue Ausstellung in Chemnitz: Das dortige Museum für Naturkunde zeigt ab 13. März die Sonderausstellung „1+1 = Sex – Das Liebesleben der Tiere“.
Im Tierreich existieren ja verschiedenste Methoden, mit denen liebestolle männliche Tiere ihre Angebetete für sich zu erobern versuchen. Hirsche liefern sich gefährliche Duelle mit Nebenbuhlern, Vogelmännchen werfen sich in ein knallbuntes Prachtgewand, die Sexualpartner werden mit verführerischen Düften angelockt. Im Chemnitzer Museum ist auch eine richtige „Piepshow“ zu sehen. Die Ausstellung dreht sich außerdem um die Fragen, wie sich im Tierreich die Partner finden oder wer sich mit wem paart. Auch das Thema, warum Tiere fremdgehen, wird für die Besucher aufbereitet. Die Ausstellung lädt nicht nur zum Schauen und Staunen ein; es gibt eine Reihe von interaktiven Stationen.
Wer jetzt noch keine Gelegenheit zu einem Kurzurlaub in Sachsen hat – kein Problem: Die Ausstellung läuft noch bis weit in den Sommer hinein, nämlich bis zum 31. August.

Adresse: Museum für Naturkunde, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz – Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 9 bis 17 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 10 bis 18 Uhr; mittwochs geschlossen.

Auf den Hund gekommen

Heutzutage gibt es nichts, was es nicht gibt! Ein Beweis dafür ist die „DOGumenta“, die jetzt in einer Frankfurter Galerie  eröffnet wurde: eine Ausstellung von Hundefotos, aufgenommen von 14 Fotografen aus aller Welt. Hunde sind aber nicht nur mehr oder weniger witzige Motive auf den Fotos – sie sind auch ausdrücklich als Besucher willkommen. Sogar Hundemöbel stehen für sie bereit, zum Beispiel eine Hunde-Klappliege, auf der sich die Vierbeiner ausruhen können.

Bei der Eröffnung der Ausstellung in der Galerie „bestregarts“, die sich im 14. Stock eines Bürogebäudes befindet, gaben sich Promis die Klinke in die Hand – manche mit, manche ohne vierbeinige Begleiter. Die Schirmherrschaft hat Prinzessin Maja von Hohenzollern übernommen (siehe Foto), die selbst 14 Hunde hält. Sie wirbt für Spenden für misshandelte Hunde in der Ukraine. Auch ein Teil der Erlöse aus den Bilderverkäufen soll Hunden zugutekommen.

Die Idee zur Ausstellung entstand im Sommer: Als die Galeristin mit vier Hunden die documenta in Kassel besuchte, ließ man sie nirgends in die Kunstausstellungen – und das, obwohl Hunde bei dieser documenta thematisch eine wichtige Rolle spielten.

Falls jemand die DOGumenta besuchen möchte: Die Ausstellung in der Mainzer Landstraße 46 in Frankfurt dauert noch bis 21. Dezember und hat Dienstag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei!

Tiere in natura und Tiere auf Fotos

Wenn man in einen Zoo geht, will man natürlich Tiere in natura sehen. Viele Besucher möchten sie auch fotografieren. Tierfotos sind einfach attraktiv. Wie attraktiv, das kann man mal wieder im Nürnberger Tiergarten sehen, wo es gleich zwei verschiedene Fotoausstellungen gibt.

Auf der Wiese vor dem Elefantenhaus zeigt die Fotokünstlerin Brigitte Horn  ihre auf große Aluminiumplatten gedruckten verfremdeten Tiermotive unter dem Titel „ZooZoom“ Fotokunst Open air. Die in Großbritannien geborene Fotografin hat Tiere in der Bewegung eingefangen (bis 30. Juni).

Am Donnerstag startet dann im Naturkundehaus eine Ausstellung mit Schwarzweißfotografien des berühmten Fotografen Horst Schäfer, der in Nürnberg lebt. Er befasst sich sonst eher mehr mit Architektur und dem Leben in der Stadt. Umso reizvoller finde ich seine Tierfotos, die sich nicht nur um Zootiere drehen. Die Vernissage findet am 2. April ab 18.30 Uhr statt. Dabei ist auch ein Filmporträt über Horst Schäfer zu sehen (19.30 Uhr), das von der Medienwerkstatt Franken stammt – genauso empfehlenswert wie Schäfers Fotos, finde ich. Die Ausstellung dauert bis zum 10. Mai.