Drei Geburten und ein Todesfall

Gleich drei kleine Kalifornische Seelöwen planschen derzeit im Aquapark und erobern die Herzen der Besucher. Neben dieser freudigen Nachricht musste der Nürnberger Tiergarten allerdings auch eine traurige Meldung überbringen. Der Vater der drei kleinen Seelöwen, Haremsführer Patrick, ist am Freitag gestorben.

Der 24 Jahre alte Bulle hatte bereits während der letzten beiden Brunften abgebaut und wurde immer schwächer. In den letzten Wochen hat er nichts mehr gefressen. Die genaue Todesursache ist noch unklar, soll aber durch eine Obduktion geklärt werden. Patrick gehörte als Vater von 37 Jungtieren zu den erfolgreichsten Haremsführern seiner Art in Zoos. Kalifornische Seelöwen leben in der freien Natur mit durchschnittlich 16 Weibchen in einem Harem.

Ginger, Lisa und Josi aus dem Nürnberger Harem brachten ihre Jungen im Mai und Juni zur Welt. Gingers Tochter Giselle ist am 27. Mai geboren. Lisas Tochter Luise erblickte am 16. Juni das Licht der Welt und Josi kam mit ihrem Sohn Janne am 20. Juni nieder. Mit sechs, zehn und vierzehn Jungtieren sind alle Mütter bereits sehr erfahren und der Tiergarten geht auch diesmal von einer erfolgreichen Aufzucht aus, so dass von einer erfolgreichen Aufzucht ausgegangen werden darf. In freier Wildbahn kümmern sich die Mütter normalerweise sieben Tage lang intensiv um ihren Nachwuchs. Nach zwei Wochen sind die Seelöwen bereits sehr selbstständig, bilden kleine Verbände und spielen miteinander.

Eisbärenbabys: Todesursache noch immer unklar

Woran sind die beiden Babys von Eisbärin Vera im Nürnberger Tiergarten gestorben? Das ist immer noch nicht geklärt.

Die Tiergartenleitung hatte die beiden toten Bärchen, die zweieinhalb bzw. drei Wochen nach der Geburt aus unerfindlichen Gründen gestorben waren, zur pathologischen Untersuchung ins Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nach Erlangen geschickt. Man hatte auf die Ergebnisse der Untersuchung noch im Laufe dieser Woche gehofft.

Nachdem ich über die Geburt der Eisbärenbabys geschrieben habe, warte ich auch schon gespannt darauf, was dabei herauskommt. Schließlich kam der Tod der zwei Bärchen ja völlig überraschend, und alle fragen sich, wie es trotz der guten Versorgung durch Eisbärenmutter Vera zu den Todesfällen kommen konnte.

Nun müssen wir aber voraussichtlich bis nächste Woche auf die Untersuchungsergebnisse warten. Davon geht jedenfalls der stellvertretende Tiergartendirektor Helmut Mägdefrau aus. Als ich ihn heute angerufen habe, um Neues zu erfahren, konnte er mir nur sagen, dass die Tierpathologen in Erlangen noch weitere Untersuchungen durchzuführen hätten.

Da müssen wir uns also noch weiterhin in Geduld üben.