Bruno lebt im Museum weiter

Heute vor fünf Jahren wurde der als „Problembär“ eingestufte Braunbär Bruno abgeschossen. Tierfreunde werden sich bestimmt erinnern: Bruno – amtlich war er unter der Bezeichnung JJ1 registriert – war von Italien nach Bayern eingewandert.

Es war der erste frei lebende Bär, der über 170 Jahre nach Ausrottung der Braunbären in Deutschland gesichtet wurde. Das war im Mai 2006. Nachdem er in Oberbayern Schafe, Hühner und Tauben gerissen hatte, wurde Protest in der Bevölkerung laut. Man befürchtete auch, dass er Menschen angreifen könnte. Zunächst versuchten finnische Jäger, die Erfahrung mit der Bärenjagd haben, mit Hilfe von Spürhunden, Bruno lebend zu fangen. Doch das missglückte. Nach etwa fünf Wochen wurde Bruno schließlich zum Abschuss freigegeben. Ein Jäger erlegte ihn im Rotwandgebiet beim Spitzingsee.

Bruno wurde ausgestopft und ist seit drei Jahren im Museum Mensch und Natur in München ausgestellt. Dort hat man ihn in eine Szenerie mit einem Bienenstock eingebaut: Bruno beim Honigschlecken. Außerdem gibt es ein Video, das die Wanderroute von Bruno zeigt, Zeitungsausschnitte mit Berichten über Bruno und seine Lebensgeschichte zum Nachlesen. An einer eigenen Wand findet man auf  Zetteln Kommentare zum Tod von Bruno. Vor dem fünften Todestag haben Museumsbesucher dort wieder neue Meinungsäußerungen hinterlassen.

Experten gehen davon aus, dass sich vorerst keine Bären dauerhaft in Bayern ansiedeln werden. Im gesamten Alpenraum sollen zurzeit an die 40 Braunbären leben, größtenteils gehören sie zu einem Wiederansiedlungsprojekt in Oberitalien. Einige Bären kommen auch immer wieder für ein paar Monate von Slowenien ins Grenzgebiet nach Österreich.

 

Reichster Hund der Welt tot

Kaum zu glauben, aber wahr: Die reichste Hundedame der Welt ist tot, das Schoßhündchen der New Yorker Immobilienkönigin Leona Helmsley (das Foto zeigt sie im Jahr 1992), das zwei Millionen Dollar von seinem exzentrischen Frauchen geerbt hatte. 12 Jahre alt wurde die Hündin, sie war bereits blind und nach mehreren Krankheiten schon sehr schwach. Leona Helmsley hatte das weiße Malteser-Hündchen „Trouble“ genannt. Das Tier war ähnlich unbeliebt wie seine Besitzerin, die 2007 im Alter von 87 Jahren gestorben war.

In ihrem Testament hatte Helmsley verfügt, dass Trouble aus dem insgesamt vier Milliarden Dollar schweren Erbe 12 Millionen Dollar bekommen sollte. Die Sache landete vor Gericht, und Trouble wurden am Ende nur zwei Millionen Dollar zugesprochen. Mit dem Geld sollte der luxuriöse Lebensstil des Hundes finanziert werden. Trouble brauchte immerhin 60 000 Dollar im Jahr für ihren Hundepfleger, 8000 Dollar für die Fellpflege und 100 000 Dollar für ihren persönlichen Schutz. Denn das Tier hatte nach seiner Erbschaft viele Drohungen bekommen, die von Entführung bis zu Mord reichten.

Nachdem sich der Bruder von Leona Helmsley nach deren Tod geweigert hatte, sich um Trouble zu kümmern, wurde das Schoßhündchen im Privatjet nach Florida geflogen. Dort lebte es bis zu seinem Tod in einem Luxushotel, das zum Helmsley-Imperium gehört. Der Geschäftsführer des Hotels nahm Trouble unter seine Fittiche.

Nach dem Tod von Leona Helmsley wurde gemeldet, dass der Hund später im Mausoleum der Familie Helmsley neben seinem ehemaligen Frauchen einen Ehrenplatz erhalten sollte.

 

Ach du Schreck, Shrek ist tot!

Wieder einmal gibt es eine besonders kuriose Geschichte aus der Welt der Tiere. Neuseelands berühmtestes Schaf, ein Merinoschaf namens Shrek, ist tot. Es war vor ein paar Wochen krank geworden, deshalb ließ es sein Besitzer jetzt einschläfern. Shrek wurde 17 Jahre alt und war damit unter Umständen auch das älteste Schaf Neuseelands. Die meisten Schafe werden dort nämlich etwa im Alter von sechs Jahren geschlachtet.

Shrek wird als freiheitsliebendes Schaf in die Geschichte Neuseelands eingehen. Das hat folgenden Grund: Shrek war einst geflohen, als er geschoren werden sollte. Dem Tier gelang es, sich sieben Jahre lang im Bergland der Südinsel zu verstecken. Während dieser Zeit lebte er wie ein wildes Schaf und fand in verschiedenen Höhlen Unterschlupf. 2004 wurde er dann aber eingefangen. Sein Körper hatte durch Unmengen von Wolle einen riesigen Umfang erreicht – deshalb musste sich Shrek nun doch der Schafschur unterziehen. Das Ganze wurde medienwirksam inszeniert und live von Fernsehkameras übertragen. Shrek war nach der langen Zeit völlig zugewachsen – bei der Schur kamen nicht weniger als 27 Kilo feinste Merinowolle zusammen.

Shreks Besitzer nutzte die Gunst der Stunde und machte einen Haufen Geld mit Shrek, der in Neuseeland ein Star wurde. Das Schaf tourte durchs Land, und sein Besitzer ließ sich jeden Auftritt teuer bezahlen. Bei einem der Auftritte wurde Shrek auf der Spitze eines Eisbergs geschoren, der vor der Küste der Südinsel im Meer trieb. Die Neuseeländer begeisterten sich für das Tier. Shrek anvancierte zur Hauptfigur mehrerer Kinderbücher, wurde von der damaligen Ministerpräsidentin empfangen und durfte sich über einen eigenen Stall, einen eigenen Pfleger und einen eigenen Ausstellungsraum freuen. Mit Shreks Hilfe kamen schließlich auch erkleckliche Summen für wohltätige Zwecke zusammen.

Nun scheint ganz Neuseeland um Shrek zu trauern. Es gibt mittlerweile natürlich eine Facebook-Seite (R.I.P. Shrek the Sheep). Shreks Besitzer plant angeblich eine Beerdigung und hat wohl auch angekündigt, dass er Shreks Asche auf Neuseelands höchstem Berg verstreuen will. Aber es kommt noch besser: Sogar ein Trauergottesdienst soll für Shrek abgehalten werden, berichten verschiedene Medien. Und zwar an einem passenden Platz: In der Kirche „Zum Guten Hirten“ in Tekapo.

Knut litt an einer Hirnerkrankung

Seit Tagen wurde kolportiert: Musste Knut sterben, weil die Gruppenhaltung mit den drei Eisbärendamen ihn zu sehr gestresst hat? Die Leitung des Berliner Zoos hat das von Anfang an als Todesursache ausgeschlossen. Und so trieben die Spekulationen weiter Blüten. Auch die Nachricht, dass Knut ertrunken sei, machte die Runde.

Nun aber wurde das Ergebnis der Obduktion von Knuts Kadaver bekannt, die in einem Institut der Freien Universität Berlin vorgenommen wurde. Knut starb demnach wohl an einer Hirnerkrankung. Bei der Sektion sollen deutliche Veränderungen des Gehirns zu erkennen gewesen sein, die zu Knuts plötzlichem Tod geführt haben könnten. An anderen Organen haben die Pathologen zumindest bisher nichts Auffälliges entdeckt. In den nächsten Tagen sollen an Knut noch weitere bakteriologische und histologische Untersuchungen vorgenommen werden.

Unterdessen gibt es alle möglichen Ideen, wie man des weltberühmten Berliner Eisbären künftig am besten gedenken sollte. Der Verein der Freunde des Berliner Zoos möchte Knut ein Denkmal widmen. Zusammen mit der Zooleitung soll über die Skupltur nachgedacht werden und darüber, wo sie stehen soll. Derzeit wird ein Standort am Eisbärengehege des Zoos favorisiert. Die Zoofreunde wollen das Denkmal mit Spenden finanzieren. Im Berliner Zoo gibt es übrigens schon Skulpturen, die an verstorbene Zootiere erinnern, die beim Publikum sehr beliebt waren: zum Beispiel das berühmte Flusspferd Knautschke oder Gorilla Bobby.

Außerdem soll das Berliner Naturkundemuseum sich für Knut interessieren. Für alle Fälle ist der Tierpräparator schon mal bei der Obduktion dabei.

Und natürlich wird weiter heiß debattiert, ob Eisbären für eine Haltung im Zoo geeignet sind oder nicht. Verschiedene Tierschutz- und Tierrechtsgruppen wollen ein Ende der Eisbärenhaltung in Zoos, weil diese Tiere in freier Natur Einzelgänger sind und sie durch eine Gruppenhaltung zwangsläufig gestresst würden.