Rätsel um blauen Storch gelöst

BlaustorchÜber einen blauen Storch in Brandenburg wurde in diesem Frühjahr viel geschrieben. Auch ich kam in meinem Blog an diesem Thema nicht vorbei. Hier mein damaliger Beitrag.

Zunächst war unklar, warum der Storch so leuchtend türkisblau ist. Dieses Rätsel konnte nun gelöst werden: Der Storch hat sich sein Gefieder mit einer auf der ganzen Welt gängigen Industriefarbe blau eingefärbt. Der Sender RBB hat eine Feder des Storchs beim Landeskriminalamt in Eberswalde untersuchen lassen.

Spezialisten haben die Feder sorgfältig untersucht und ihre Farbzusammensetzung geprüft.  Es handelt sich offenbar um eine Industriefarbe, die unter anderem in Einbrennlacken und Druckfarben enthalten ist.  Der Storch könnte zum Beispiel auf einer Mülldeponie mit der Farbe in Kontakt gekommen sein.

Weiß-blaue Liebe in Brandenburg

Wir kennen in unseren Breiten den Weißstorch und den Schwarzstorch. In Afrika gibt es etwa noch den Sattelstorch, es gibt den kleinsten aller Störche, den Abdimstorch und sein großes Gegenstück, den Riesenstorch. Der Waldstorch könnte manchen auch noch ein Begriff sein. Den Storch im deutschen Namen tragen sie zwar nicht, trotzdem gehören zum Beispiel auch die Nimmersatte (oder sagt man Nimmersatts?), Klaffschnäbel und Marabus zur Familie.

blaustorchNun haben Forscher zu den bisher bekannten 19 Arten eine neue entdeckt: den Blaustorch. Wer dabei auf einen verspäteten Aprilscherz tippt, irrt. Nein, ein Blaustorch hat das verschlafene Nest Briesen in der Nähe von Frankfurt an der Oder jetzt berühmt gemacht. Seit der geheimnisvolle Vogel vor ein paar Tagen dort auf einem Schornstein sein Nest bezogen hat, fallen Scharen von Schaulustigen in den Ort ein, um das leuchtend türkisblaue Tier zu sehen bzw. vor die Kamera zu kriegen. Ein Rundfunksender berichtet regelmäßig über den komischen Vogel.

Kein Mensch weiß bisher, warum der Storch so blau ist. Hat er auf seiner langen Reise aus südlichen Gefilden ein Bad in ungeklärtem Abwasser genommen? Wurde er mit einer Farbkugel beschossen? Hat er etwas gefressen, das sein Gefieder verfärbt hat? Touristen und Vogelexperten stehen vor einem Rätsel. Selbst Fachleute des Naturschutzbundes NABU können sich keinen Reim auf das Phänomen machen.

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