Foto mit Seltenheitswert

Tierfotografen haben einen der schwersten Jobs überhaupt. Sie müssen nicht nur gute Fotografen sein, sondern brauchen auch eine Menge Glück, um die begehrten Objekte vor die Kamera zu bekommen. Vor allem das Fotografieren seltener Tiere in freier Wildbahn kann Wochen und Monate in Anspruch nehmen.

urn:newsml:dpa.com:20090101:100726-11-11053Manchmal spielt aber auch der Zufall eine große Rolle. So ist jetzt in einem Tierreservat auf der Insel Borneo im malaysischen Bundesstaat Sabah ein äußerst seltenes Tier in eine von den Mitarbeitern fest installierte „Fotofalle“ getappt: ein Haarnasenotter. Gut, das Bild mag nicht von so herausragender Qualität sein, wie wir es von Tierfotos in diversen Hochglanz-Magazinen gewöhnt sind. Aber es hat einen sehr hohen dokumentarischen Wert. Denn es ist über 100 Jahre her, dass diese stark bedrohte Otterart, die ihren Namen der stark behaarten Schnauze dieser Tiere verdankt, in Sabah eindeutig nach gewiesen werden konnte. Einen besseren Nachweis als das jetzt gelungene Foto gibt es wohl kaum – für mich ein Grund, dieses Bild auch einmal hier in meinem Blog zu zeigen.

Der Mulu-Frosch: ein Verwandlungskünstler

urn:newsml:dpa.com:20090101:100421-99-03598Die Insel Borneo ist unter naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten immer wieder für Überraschungen gut. Jetzt haben Forscher dort einen neuen Frosch entdeckt: der Mulu-Frosch. Sein Markenzeichen: Er ist imstande, seine Farbe zu wechseln, von grün in der Nacht zu braun am Tag.

Und: Der Mulu-Frosch kann fliegen. Das schafft er mit Hilfe von Flughäuten zwischen den Zehen und Fingern. Kurze Gleitflüge von einem Baum zum nächsten kann er damit locker bewältigen.

In den letzten drei Jahren sind immerhin über 20 bisher unbekannte Tier- und Pflanzenarten auf  der südostasiatischen Insel entdeckt worden. Der WWF hat genau Buch darüber geführt.  Es waren 66 neue Pflanzenarten, 17 Fische, fünf  Frösche, drei Schlangen, 29 Wirbellose, zwei Echsen und eine neue Vogelart.