Gute und schlechte Tiernachrichten

urn:newsml:dpa.com:20090101:101214-10-11005Es ist ja Vorweihnachtszeit – da möchte man gern Besinnliches oder Nettes lesen, auch aus der Welt der Tiere. Also gut: Ich fange mit einer erfreulichen Tiergeschichte an, die sich in Brandenburg zugetragen hat. Es geht um niedliche Hundebabys. Eine Hündin der Rasse Rhodesian-Ridgeback hat 17 (!) Welpen zur Welt gebracht, eine Zahl, mit der auch die Halterin der Hundedame nicht gerechnet hatte. Bei dieser Rasse sind Würfe mit acht bis zehn Welpen normal. Auf jeden Fall geht es den 17 Babys gut, ihre Mama mit dem schönen Namen Etana kümmert sich vorbildlich um sie, und die 17 Geschwister dürfen vorläufig noch alle zusammen herumtollen. Allerdings will die Besitzerin die meisten Welpen später verkaufen – 17 auf einen Streich sind ihr doch zu viel. (Auf dem Foto sind nicht alle 17 Welpen zu sehen, offenbar sind die kleinen Kerlchen zu lebhaft für ein Gruppenbild mit Dame!)

Leider gibt es aber auch in diesen Tagen wieder eine ausgesprochen schlechte Nachricht, die Tiere betrifft. Sie kommt aus Neuseeland. Dort waren unglaublich brutale Tierquäler am Werk und haben über 100 Maorimöwen in ihren Nestern erschossen und erschlagen. Neben toten Muttervögeln hat man auch Küken gefunden, die verhungert waren. Bisher tappen die Behörden im Dunkeln, wer diese Tat begangen hat und vor allem welches Motiv es dafür gibt. Maorimöwen sind eine sehr seltene Möwenart, die ausschließlich in Neuseeland vorkommt und deren Bestand stark gefährdet ist.

Ich frage mich, was eigentlich derzeit in Neuseeland los ist. Erst vor ein paar Wochen waren dort von Unbekannten Robben abgeschlachtet worden; darüber habe ich hier auch schon berichtet. Wenn das in dem Stil weitergeht, müssen sich die neuseeländischen Behörden wirklich etwas einfallen lassen. Derart grausame Angriffe auf wehrlose Tiere kann man einfach nicht länger hinnehmen!

Kann der Wolf bei uns überleben?

urn:newsml:dpa.com:20090101:101103-99-10229In Deutschland gibt es etwa 150 Jahre nach ihrer Ausrottung wieder Wölfe. Das ist natürlich erst mal eine positive Meldung, über die sich Tier- und Naturfreunde freuen. Ich habe selbst hier auch schon darüber geschrieben. Allerdings habe ich damals auch schon meine Zweifel angemeldet, ob die Rückkehr dieser wunderbaren Tiere in ein Land wie unseres so reibungslos ablaufen kann, wie manche sich das erträumen.

Denn die Voraussetzungen sind für wild lebende Tiere wie Wölfe in einem derart dicht besiedelten Land alles andere als ideal. Das hat sich jetzt wieder gezeigt: In Brandenburg ist ausgerechnet der Leitwolf des einzigen dort lebenden Rudels überfahren worden. Dieses Tier konnten Naturschützer eindeutig identifizieren, denn es hatte nur noch drei Beine. Trotz eines fehlenden Vorderbeins war es aber noch in der Lage, seine Familie zu ernähren.

Mit dem Tod des Leitwolfs ist nun das ganze Rudel gefährdet. Dieser Meinung sind jedenfalls Wolfsexperten des Naturschutzbundes Deutschland, NABU. Es besteht aber noch eine Hoffnung: In unmittelbarer Nähe in der sächsischen Lausitz leben fünf Wolfsrudel. Möglicherweise nehmen die Tiere Kontakt auf, und eines der Jungtiere aus der Lausitz springt bei der Aufzucht des Nachwuchses in Brandenburg ein.

Der jetzt durch ein Auto getötete Leitwolf war im übrigen nicht der erste Wolf, der auf Deutschlands Straßen dem Verkehr zum Opfer gefallen ist. Laut NABU sind seit dem Jahr 2000 schon zehn Wölfe überfahren worden – bisher allerdings immer Jungtiere, so dass man nicht gleich um die Existenz der ganzen jeweiligen Familie fürchten musste.

Die Gefahren des Straßenverkehrs werden auch in Zukunft nicht kleiner, sondern eher größer werden. Es muss sich zeigen, ob sich Wölfe an solche Bedingungen gewöhnen können. Einfach dürfte es für die scheuen Tiere nicht werden.

Rätsel um blauen Storch gelöst

BlaustorchÜber einen blauen Storch in Brandenburg wurde in diesem Frühjahr viel geschrieben. Auch ich kam in meinem Blog an diesem Thema nicht vorbei. Hier mein damaliger Beitrag.

Zunächst war unklar, warum der Storch so leuchtend türkisblau ist. Dieses Rätsel konnte nun gelöst werden: Der Storch hat sich sein Gefieder mit einer auf der ganzen Welt gängigen Industriefarbe blau eingefärbt. Der Sender RBB hat eine Feder des Storchs beim Landeskriminalamt in Eberswalde untersuchen lassen.

Spezialisten haben die Feder sorgfältig untersucht und ihre Farbzusammensetzung geprüft.  Es handelt sich offenbar um eine Industriefarbe, die unter anderem in Einbrennlacken und Druckfarben enthalten ist.  Der Storch könnte zum Beispiel auf einer Mülldeponie mit der Farbe in Kontakt gekommen sein.