Auch Volodya hat den Tiergarten verlassen

Katinka und Samur sind nun wieder allein im Tigergehege im und am Raubtierhaus des Nürnberger Tiergartens. Denn auch Volodya (Foto: Tiergarten Nürnberg/Marion und Dieter Sempf), der zweite der beiden jungen Sibirischen Tiger, hat den Zoo am Schmausenbuck vor kurzem verlassen. Er ist in den Tierpark Chemnitz umgezogen, und zwar auf Empfehlung des Europäischen Ex-situ-Zuchtprogramms (EEP). Sibirische Tiger werden in Chemnitz seit den 1970er Jahren gehalten, zuletzt lebte dort ein weiterer Tigerkater, der 18 Jahre alt ist. Volodya hatte jetzt erst mal Zeit, sich an seine neue Heimat zu gewöhnen und war in dieser Anfangsphase nicht auf der großen Anlage zu sehen.

Volodya und sein Zwillingsbruder Aljoscha wurden am 6. Juli 2015 im Tiergarten Nürnberg geboren. Aljoscha ging im November 2016 in den Erlebnis-Zoo Hannover, für Volodya war es nicht ganz einfach, ein neues Zuhause zu finden, weil in den Zoos die Plätze für Tigerkater begrenzt sind. Aljoscha und Volodya sind die Söhne von Katinka, die 2011 in Moskau geboren wurde und im  Mai 2013 in den Tiergarten gekommen ist. Aufgewachsen ist sie in der Außenstation des Zoos von Moskau. Der Vater der Zwillinge ist Samur, geboren 2012 in Wuppertal und seit November 2013 in Nürnberg. Auch Samurs Großeltern lebten in der Moskauer Auffangstation. Katinka und Samur sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms und gehören aufgrund ihrer Abstammung zu den genetisch nur noch selten vertretenen und daher sehr wertvollen Sibirischen Tigern in Europa.

1+1=Sex

Der Frühling ist da – und nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei Tieren stellen sich Frühlingsgefühle ein. Passend dazu gibt es jetzt eine neue Ausstellung in Chemnitz: Das dortige Museum für Naturkunde zeigt ab 13. März die Sonderausstellung „1+1 = Sex – Das Liebesleben der Tiere“.
Im Tierreich existieren ja verschiedenste Methoden, mit denen liebestolle männliche Tiere ihre Angebetete für sich zu erobern versuchen. Hirsche liefern sich gefährliche Duelle mit Nebenbuhlern, Vogelmännchen werfen sich in ein knallbuntes Prachtgewand, die Sexualpartner werden mit verführerischen Düften angelockt. Im Chemnitzer Museum ist auch eine richtige „Piepshow“ zu sehen. Die Ausstellung dreht sich außerdem um die Fragen, wie sich im Tierreich die Partner finden oder wer sich mit wem paart. Auch das Thema, warum Tiere fremdgehen, wird für die Besucher aufbereitet. Die Ausstellung lädt nicht nur zum Schauen und Staunen ein; es gibt eine Reihe von interaktiven Stationen.
Wer jetzt noch keine Gelegenheit zu einem Kurzurlaub in Sachsen hat – kein Problem: Die Ausstellung läuft noch bis weit in den Sommer hinein, nämlich bis zum 31. August.

Adresse: Museum für Naturkunde, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz – Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 9 bis 17 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 10 bis 18 Uhr; mittwochs geschlossen.