Ein Lichtblick für den Zagros-Molch

Vergangene Woche habe ich hier noch überlegt, ob das Thema Zagros-Molch auf der internationalen Artenschutzkonferenz wohl außen vor bleibt, weil Tiere wie Eisbären oder Elefanten einfach eine stärkere Lobby haben.

e-arc-tmp-20100318_130134-3Nun erreicht uns aus dem Tagungsort Doha aber doch eine für diese Schwanzlurche gute Nachricht: Die Delegierten der Konferenz haben mit großer Mehrheit für ein Handelsverbot mit dem Zagros-Molch gestimmt. Der Iran, in dem von dieser stark bedrohten Tierart auf einem gerade mal 100 Quadratmeter großen Gebiet noch rund 1000 Exemplare leben, hatte bereits im Vorfeld den Zagros-Molch unter Schutz gestellt.
Worin besteht die Bedrohung für diese Tierart? Da sind vor allem drei Gründe zu nennen: 1) In die Bergbäche und Tümpel werden immer mehr Fische eingesetzt; 2) leiden sie unter der Abholzung der Vegetation; 3) sind sie durch illegalen Handel gefährdet – angeblich werden Preise bis zu 300 US-Dollar für einen Molch bezahlt.
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Sind Eisbären wirklich die Verlierer?

Es sei ein „schwarzer Tag für die weißen Bären“, sie seien die Verlierer der Artenschutzkonferenz in Doha im Emirat Katar: So lauten die Meldungen der Presseagenturen, die damit die Position von Tierschützern wiedergeben.

urn:newsml:dpa.com:20090101:100318-99-01178Was ist passiert? Die Mehrheit der 175 Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens haben sich dagegen ausgesprochen,  den internationalen Handel mit Eisbären, Eisbär-Fellen und anderen Trophäen zu verbieten. Einen entsprechenden Antrag der USA, wo die Eisbärenjagd generell verboten ist, lehnten vor allem die Europäer ab: Ihnen genügen die derzeitigen Handelsbeschränkungen für Eisbären. Auch die Klimaerwärmung sei noch nicht so akut, dass sie den Bestand der Eisbären tatsächlich gefährde.

Außerdem stimmten die Kanadier und Grönländer gegen ein allgemeines Eisbären-Handelsverbot. Die finden an diesen Tieren nichts Besonderes – für Menschen am Polarkreis gehören die weißen Riesen sozusagen zum Alltag.
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Konferenz für den Artenschutz

Die nächste Artenschutzkonferenz  findet vom 13. bis 25. März in Doha (Emirat Katar) statt. 175 Staaten nehmen daran teil. Im Mittelpunkt stehen diesmal Haie, Korallen, Eisbären und Elefanten. Ich habe hier kürzlich schon über das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) geschrieben, das den Handel mit bedrohtenTieren und Pflanzen begrenzt.

Besonders viele Anträge gibt es bei der diesjährigen Konferenz zum Thema gefährdete Meerestiere. Immerhin sind 75 Prozent der Fischbestände weltweit bedroht. Bereits die letzte Artenschutzkonferenz vor drei Jahren in Den Haag hatte für ein stärkeres CITES-Engangement beim Schutz von
Meeresfischen plädiert. In deutschen Gewässern sind der Dorn- und der Heringshai besonders schützenswert. Noch nie gehört? Kein Wunder: Sie dürften eher als Schillerlocke, Fish and Chips oder Hai-Steak bekannt sein. Unter diesen Namen landen sie nämlich auf dem Tisch. Auch die Jagd auf die begehrten Haiflossen führt dazu, dass viele Haiarten stark dezimiert wurden.

Um Elefanten bzw. um Elfenbein und Elfenbeinhandel streiten bei der Konferenz vor allem die Afrikaner. Kenia, Ghana, Ruanda und vier weitere Länder prophezeien, dass die Wilderei wieder zum Problem wird, wenn weiteres Elfenbein verkauft werden darf. Sie wollen den Handel deshalb für weitere 20 Jahre verbieten. Aber Tansania und Sambia möchten ihre Lager leer bekommen. Deutschland ist gegen den Elfenbeinhandel, die EU noch gespalten.
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