Er lebte mit den Fischen

Heute mal wieder ein Buchtipp: Über den berühmten Meeresforscher Jacques Cousteau ist in der „Bibliothek der Entdecker“ des Verlags Frederking & Thaler eine neue Bildbiographie von Kathrin Schubert erschienen  (ISBN 978-3-89405-928-6, Preis: 24,95 Euro).

Er wollte mit den Meeresbewohnern auf Du und Du und am liebsten selbst ein Fisch sein: Jacques Cousteau. Dazu ließ er sich seine berühmte „Tauchende Untertasse“ bauen. Das war im Jahr 1959. Cousteau ging noch weiter: Um zu beweisen, dass man unter Wasser genauso leben konnte wie an Land, wurde nach seinen Anweisungen die Unterwasserstation „Précontinent“ gebaut. Mindestens genauso berühmt wie die „Tauchende Untertasse“ wurde Cousteaus Forschungsschiff „Calypso“, das nach seinen Vorstellungen ausgestattet wurde. Er fuhr damit um die ganze Welt, und an Bord reisten Tiere mit, deren Verhalten erforscht wurde.

Cousteau ist allerdings nicht unumstritten. Um an spektakuläre Aufnahmen zu kommen, war ihm (fast) jedes Mittel recht. So provozierten er und sein Team zum Beispiel Haie und bannten damit manipulierte Szenen auf Zelluloid. Dafür schreckten sie auch nicht davor zurück, ein Blutbad in einer Gruppe von Haien anzurichten. Auch diesen Aspekt berücksichtigt die Autorin des Buches, dessen Lektüre ich wärmstens empfehlen kann – auch wegen der vielen wunderbaren Fotos.