Jungtiger leben jetzt in Frankreich

In letzter Zeit gehörten sie – abgesehen von Eisbärin Flocke – zu den großen Attraktionen des Nürnberger Tiergartens, die drei jungen Tiger Rangar, Khan und Domur. Nach ihrer Geburt im August 2009 hatten alle Tierfreunde in der Region wochenlang mitgefiebert: Würden die knuddeligen Tigerbabys durchkommen, nachdem von den ursprünglich fünf Kleinen, die Tigermama Sigena zur Welt gebracht hatte,  zwei nicht überlebten?

Als die drei es geschafft hatten, gehörten sie natürlich zu den absoluten Lieblingen der Zoobesucher. Hunderte von Fotografen harrten in den ersten Monaten stundenlang am Raubtierhaus aus, um gute Bilder von den drei Tiger-Katern zu schießen. Mit ihrer wunderbaren Fellzeichnung waren sie auch wirklich tolle Fotomotive.

Jetzt hat das Tigertrio Nürnberg verlassen, ebenso wie Flocke in Richtung Frankreich. Allerdings nicht wie die berühmte Eisbärin an die Côte d´Azur, sondern nach Westfrankreich. Ihre neue Heimat haben sie im Tierpark „Planète Sauvage“ in Port-Saint-Père gefunden, zwischen Nantes und der Atlantikküste: Ein über 100 Hektar großes Parkgelände mit kleinen Waldgebieten, in dem rund 2000 Tiere leben, u.a. Elefanten, Löwen, Nashörner, Flusspferde, Wölfe, Geparden, Giraffen, Bisons, Zebras, Watussi-Rinder und Wallabys.

TigerRangar, Khan und Domur sind mit einem aufwändigen Tiertransport nach Frankreich gereist. Bevor sie verladen wurden, hat die Tierärztin die drei jungen Sibirischen Tiger betäubt, um sie noch einmal gründlich zu untersuchen. Im Tierpark „Planète Sauvage“ will man schließlich sicher gehen, dass man gesunde neue Bewohner aus Nürnberg bekommt. Rangar, Khan und Domur wurden im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP für den westfranzösischen Zoo ausgesucht.

Und in Nürnberg? Da ist im Raubtierhaus des Tiergartens jetzt wieder Platz für neuen Nachwuchs, egal, ob Löwe oder Tiger… Man darf gespannt sein.