Eisbär Felix macht Platz für Charlotte und Vera

Als Greuther-Weib sehe ich da durchaus Parallelen zum Fußball: So, wie sich jedes Jahr zu einem bestimmten Zeitpunkt das Spieler-Karussell in der Bundesliga zu drehen beginnt, so setzt ziemlich regelmäßig auch der Austausch von Eisbären unter europäischen Zoos ein. Dabei sind allerdings nicht zig Millionen im Spiel, und es dreht sich nicht alles ums Toreschießen oder die Champions League. Vielmehr geht es nur um das Eine: Die Polarbären sollen sich im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP fortpflanzen, ihr Bestand in den Zoologischen- und Tiergärten soll nicht schrumpfen wie in freier Wildbahn, sondern im Gegenteil größer werden.
Kistentraining_Felix_2015Eisbär Felix hat gestern den Tiergarten Nürnberg in einer Transportkiste verlassen, und zwar in Richtung Stuttgart bzw. Wilhelma. Dort soll er für die Eisbärendame Corinna nicht nur während der Frühlings- und Sommerzeit als Gefährte fungieren, sondern könnte sie auch decken. Felix steht mit seinen 13 Jahren voll im Saft, Corinna ist mit 25 allerdings nicht mehr die Jüngste und möglicherweise nicht mehr empfängnisbereit, vielleicht auch gar nicht mehr an Nachwuchs interessiert. Einem Partner wie Felix kann sie unter Umständen trotzdem nicht widerstehen, denn der gilt als echter Frauenversteher. Obendrein ist der in Wien geborene Bär schon weitgereist. Die Fahrten zu verschiedenen Zoos in Europa nimmt er immer gelassen hin und verschwindet jedesmal routiniert und ohne großes Tamtam in seiner Transportkiste, an die er sich längst gewöhnt hat.
Felix lebt seit 2004 am Schmausenbuck – jedoch mit Unterbrechungen: Zwischendurch besuchte er Eisbärinnen in Gelsenkirchen und Aalborg, um sich mit ihnen zu paaren – in dem dänischen Zoo auch mit Erfolg. Er ist außerdem der Papa von Flocke, die im Dezember 2007 geboren wurde und inzwischen selbst Mutter ist, von den Eisbärenzwillingen Gregor und Aleut (geboren 2010) und vom neuesten Jungtier Charlotte: Sie kam im November vergangenen Jahres zur Welt.
Ungefähr sechs Monate soll Felix, der bärige Charmeur, in Stuttgart bleiben. Wenn Vera  jetzt mit ihrer jüngsten Tochter Charlotte aus der Geburtshöhle auf die Freianlage herauskommt, haben die Beiden mehr Platz zum Kuscheln, Schwimmen, Spielen und Verstecken, denn sie können den von Felix vorübergehend nicht bewohnten Teil des Geheges mit nutzen. Bestimmt wird Charlotte genau so wie Flocke, ihre große, in Südfrankreich lebende Schwester, ein richtiger Besucherliebling!

Wie schnell kann Felix Vera becircen?

FelixVeraFelix ist zurück im Nürnberger Tiergarten. Der Eisbärenbulle hat den Transport aus Dänemark weggesteckt wie nichts. Schon nach der ersten Nacht in seinem früheren Zuhause drängte es ihn aus dem Stall und hin zu seiner alten Liebe Vera. Die Zooleitung  hat die zwei schneller wieder zusammengelassen als ursprünglich geplant. Man hofft, dass sich Vera und Felix möglichst bald paaren und im nächsten Winter wieder flockig-weiße Bärchen das Licht der Welt erblicken.

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass diese riesigen Landraubtiere lange Autofahrten schadlos überstehen – Felix hat ihn geliefert. Es ist immerhin schon der sechste Transport, den er in seiner Mission als begehrter Zuchtbulle in europäischen Zoos hinter sich gebracht hat. Er springt sofort in die Kiste, wenn er wieder auf Reisen gehen soll. Und der mächtige Bär steigt, am Ziel angelangt, genauso entspannt wieder aus.

Am Eisbärengehege hatte sich, seit bekannt wurde, dass Flocke und Rasputin bald nach Frankreich abreisen würden, tagtäglich eine Gruppe von etwa zehn Damen zusammengefunden. Zum Teil mit imposanten Fotoapparaten ausgerüstet, verharrten die Frauen tagelang vor der Anlage, um die wichtigsten Augenblicke nicht zu verpassen. Bei einigen hat es sogar Tränen gegeben als Flocke in der Transportbos aufs Auto verladen wurde.
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Flocke bleibt mindestens bis Ostern

FlockeIch persönlich freue mich ja: Der Abschied von Eisbärin Flocke verschiebt sich nochmals weiter nach hinten. Flocke und ihr russischer Freund Rasputin bleiben jetzt über die ganzen Osterferien hinweg im Nürnberger Tiergarten. Wahrscheinlich freuen sich andere Flocke-Fans mit mir.

Momentan geht man davon aus, dass Flocke und Rasputin erst in der zweiten Aprilhälfte nach Südfrankreich umziehen. Der Grund für den erneuten Aufschub: Die Eisbärenanlage im „Marineland“ in Antibes wird nicht im geplanten Zeitrahmen fertig. Die Bauarbeiten haben sich durch den langen und ungewöhnlich schneereichen Winter an der Côte d’Azur verzögert und dauern noch an.

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Flocke bleibt noch bis Februar!

FlockeUnd wieder eine gute Nachricht – diesmal für alle Flocke-Fans: Die berühmte Eisbärin verlässt Nürnberg doch noch nicht im Januar 2010, wie es ursprünglich geplant war, sondern voraussichtlich erst Mitte Februar.

Grund für den späteren Umzug von Flocke und ihrem Gefährten Rasputin an die Côte d’Azur ist, dass die neue Meerwasser-Anlage für Eisbären im „Marineland“ in Antibes noch nicht fertig ist. Deshalb hat die Zooleitung beim Tiergarten angefragt, ob Flocke und Rasputin noch eine Zeitlang in Nürnberg bleiben könnten.

Der nun ins Auge gefasste Umzugstermin Mitte Februar lässt sich mit den Plänen, die man am Schmausenbuck in Sachen Eisbären-Haltung schmiedet, gut vereinbaren: Sobald Flocke und Rasputin in Südfrankreich sind, soll Felix, Flockes Papa, der zurzeit im Rostocker Zoo lebt, wieder nach Nürnberg zurückkehren und Flockes Mutter Vera möglichst wieder decken.

Wir Nürnberger freuen uns schon und hoffen auf gesunde Eisbärenbabys im nächsten Winter!

Flocke verlässt Nürnberg

Für einige Monate war Flocke der Star des Nürnberger Tiergartens. Die Eisbärin machte den Zoo international bekannt und lockte viele Besucher an.

flockerasputinDoch wie es aussieht, wird unser Nürnberger Eisbären-Mädel den Tiergarten nächstes Jahr verlassen. Nicht allein, sondern zusammen mit ihrem Spielgefährten Rasputin (das Foto zeigt beide beim Baden). Die zwei haben sich gut aneinander gewöhnt und sollen zusammenbleiben – vielleicht, wenn sie erwachsen sind und immer noch so gut harmonieren, sogar ein richtiges Paar werden und selbst für Nachwuchs sorgen.

Die Leitung des Nürnberger Tiergartens kann in der Angelegenheit nicht allein entscheiden. Das letzte Wort haben die Koordinatoren des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP), und die sitzen im Zoo von Amsterdam.

Noch sind keine Einzelheiten bekannt. Aber offenbar werden Flocke und Rasputin Anfang nächsten Jahres in ihre neue Heimat umziehen. Wo die ist, das steht derzeit noch in den Sternen. Bei Rasputin hatte es eigentlich geheißen, er soll in eine neue Eisbären-Anlage  im Zoo von Madrid und nur vorübergehend in Nürnberg „zwischengeparkt“ werden. Doch Madrid scheint inzwischen überholt zu sein. Angeblich will man wegen der sommerlichen Hitze in Spanien dort gar keine Eisbären mehr halten. Deshalb werden Flocke und Rasputin  in einem anderen Zoo untergebracht.

Auf jeden Fall machen die beiden in Nürnberg Platz für einen Eisbären-Mann. Der Tiergarten will mit Eisbärin Vera – der Mutter von Flocke – wieder züchten. Ob dafür Eisbär Felix – Flockes Vater – wieder nach Nürnberg kommt oder ein anderer Eisbär, ist offenbar von den EEP-Koordinatoren noch nicht endgültig entschieden worden.

Mal sehen, wie die Sache ausgeht. Schön wäre es natürlich, wenn in Nürnberg in nicht allzu ferner Zukunft wieder gesunde Eisbären-Babys zur Welt kämen.

Felix geht nach Aalborg und macht Flocke Platz

felix.JPGGott sei Dank, jetzt hat ihn also doch ein anderer Zoo gewollt: Felix, der Papa von Flocke, ist im dänischen Aalborg untergekommen. Dort darf er sich nun gleich mit zwei Eisbär-Damen liebevoll beschäftigen und möglicherweise für Nachwuchs sorgen. Schafft er bestimmt, so gut, wie er drauf ist.

Kürzlich berichtete Tiergartenchef Dag Encke nämlich auf einer Pressekonferenz: Felix hat Vera gedeckt, dann war bei der aber die „Hitze“ vorbei, und sie wollte nicht mehr. Felix aber fühlte sich – laut Encke – „noch längst nicht am Ende“ und bedrängte Vera weiter. Deshalb mussten Vera und Felix wieder getrennt werden.

Dieses Verhalten ist aber völlig normal: Auch in der Natur sind Eisbären Einzelgänger. Sie kommen nur für die Paarung zusammen, und das nicht mal jedes Jahr – wenn eine Eisbärin Junge aufzieht, sogar erst wieder nach drei Jahren.

Nun steht jedenfalls der Präsentation von Flocke im eigenen Gehege ab 9. April nichts mehr im Wege. Zumindest nicht Felix, der ihr fast den Platz weggenommen und die Show vermasselt hätte.

Flocke bockt, ogottogott!

Flocke im TigergehegeFlocke bockt. Sie hat keine Lust auf ihre Transportkiste, in der sie im Tiergarten von einem Ort zum anderen gebracht werden soll – also von ihrem geheimen Zimmer zu einem geheimen Freigehege. Denn um am 8. April der Weltpresse und ab 9. April dem Rest der Welt im eigenen Gehege neben ihrer Mutter Vera präsentiert werden zu können, muss sie vorher einiges üben: Frischluft schnuppern zum Beispiel, auf Sand- und Felsboden laufen, Schwimmen, sich mit allerhand Keimen anfreunden, mit Sonne, Regen, Wärme und Kälte fertig werden, die Duftmarken anderer Tiergartenbewohner kennenlernen usw.

Doch das hat alles unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu geschehen. Denn wenn die Besucher jetzt schon Flocke in einem Freigehege sehen, dann ist es ja am 9. April keine richtige Premiere mehr. Und ob dann am 8. April noch die ganzen Fernsehsender zur Vorpremiere kämen, die sich jetzt schon beim Presseamt der Stadt Nürnberg angemeldet haben? Wohl kaum.

In Flockes künftigem Zuhause besteht jedenfalls keine Trainingsmöglichkeit. Nicht nur, weil die Eisbärenanlage im Aquapark des Tiergartens derzeit zu sehr im Brennpunkt des Besucherinteresses steht und folglich kein geheimer Ort ist. Dort wäre auch gar kein Platz für Flocke. Denn ihr Papa Felix macht sich da noch breit. Der soll zwar wieder auf Hochzeitsreise gehen und irgendwo in Europa eine Eisbärin beglücken. Aber bisher ist noch kein Zoo gefunden, der ihn brauchen kann respektive haben will!! Das treibt manchen Tiergarten-Verantwortlichen ziemlich um, schließlich ist allmählich Eile geboten. Felix muss weg, und zwar vor dem 8. April, sonst versaut er uns noch die ganze schöne Flocke-Premiere!

Und so übt Flocke immer wieder anderswo ihren Freigang: vergangene Woche zum Beispiel mal im leerstehenden Tiger-Gehege. Bloß kommen da halt auch zu viele Besucher vorbei, und so ist guter Rat teuer, wo man ein verstecktes, für Flocke geeignetes Frischluft-Terrain auftreibt. Beziehungsweise, wie man die kleine Prinzessin dort hinbekommt. Wie gesagt: Sie bockt, sträubt sich mit allen Pranken, wenn sie in die Transportkiste gesteckt werden soll. Sie ist halt – ihrem Alter entsprechend – in der Trotzphase angekommen. Und Gewalt will und kann man bei dem Promi-Eisbärchen ja schließlich auch nicht anwenden.

Also: Ich möchte zurzeit nicht in der Haut von denen stecken, die Flocke und die Eisbären am Schmausenbuck managen. Denn die haben alle ganz schön Stress!