First Cat und First Dog

So sind amerikanische Präsidenten nun mal: Solange sich im Wahlkampf oder auf Pressekonferenzen mit süßen Haustieren Punkte sammeln lassen, müssen die armen Vierbeiner herhalten. Kaum ist der Wahlkampf vorbei oder ist man aus dem Amt ausgeschieden, interessiert man sich nicht mehr für die armen Viecher.

Jetzt ist „Socks“ gestorben, der Kater der Clintons, einst als „First Cat“ hofiert. Immerhin 18 Jahre wurde er alt. Das ist aber mitnichten das Verdienst von Bill Clinton. Denn als der 2001 aus dem Regierungssitz ausziehen musste, nahm er Socks nicht mit, sondern überließ ihn seiner Sekretärin Betty Currie. Die kümmerte sich seither rührend um den Schmusekater. Bei den Clintons dagegen hatte er offenbar ausgedient – und das, obwohl er ihnen angeblich so viel Freude bereitet hat. Das ließ zumindest die Clinton-Stiftung anlässlich von Socks`  Tod die Öffentlichkeit wissen. Davon wierderum weiß wahrscheinlich keiner aus der Familie Clinton etwas.

Und nun zu Barack Obama: Im Wahlkampf hatte er seinen Töchtern einen Hund versprochen, für den Fall, dass die Familie ins Weiße Haus einziehen würde, wie ich in diesem Blog auch berichtet habe, zum Beispiel hier und hier. Und jetzt? Über vier Wochen sind seit Obamas Amtsantritt vergangen, und nichts ist mehr zu hören von diesem Thema!! Klar, ich weiß auch, dass der gute Mann derzeit andere Sorgen hat. Aber wenn einer mit seinen Versprechen so lax umgeht… Ich finde, weder mit Tieren noch mit Kindern darf man derartig umspringen, auch nicht als US-Präsident – schon gar nicht als US-Präsident!!!!