Hier ist das gewünschte Foto

Im Dezember habe ich hier über die Freilassung von Meeresschildkröten auf den Seychellen geschrieben. Die Tiere waren im Frankfurter Zoo geschlüpft. Der Beitrag stieß auf großes Interesse, und Blog-Leserin „noske“ hatte sich ein Foto von der Freilassung gewünscht. Es war nicht ganz einfach, aber für meine Leser scheue ich keine Mühe, und auch wenn es einige Zeit gedauert hat, konnte ich nun endlich ein solches Foto bekommen, das ich hiermit veröffentliche.

FreilassungGeschickt hat mir das Bild Dirk Hausen vom Bundesamt für Naturschutz in Bonn, der die kleinen Karettschildkröten beim Flug von Frankfurt in ihre Heimat begleitet hat. Auf dem Foto ist Elke Talma von der Marine Conservation Society Seychelles zu sehen. Sie zeigt interessierten Kindern eine der kleinen Meeresschildkröten, die die Kinder sonst in dieser Größe nie zu Gesicht bekommen würden. Die Freilassungsaktion wurde von einem Fernsehteam aufgenommen.
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Glückliche Meeresschildkröten

Nach meinen letzten Beiträgen hier und hier zur Abwechslung mal wieder eine Tiergeschichte mit glücklichem Ausgang.

In Frankfurt sind aus Eiern einer äußerst seltenen Meeresschildkrötenart fünf Junge geschlüpft. Die Eier hatte eine Urlauberin als Souvenir von den Seychellen illegal mit nach Hause nehmen wollen. Die Frau wurde aber am Frankfurter Flughafen erwischt, die Schildkröteneier wurden beschlagnahmt und in den Frankfurter Zoo gebracht. Dort legte man sie in den Brutkasten.

urn:newsml:dpa.com:20090101:091216-99-04318Nur vier Tage später schlüpften die jungen Karettschildkröten. Sie waren gesund und munter und sind mittlerweile 20 Zentimeter groß und 800 Gramm schwer. Man weiß nicht, wie viele Exemplare dieser bedrohten Art heute noch in freier Natur vorkommen. Die Tiere waren wegen ihres Panzers, aus dem Brillengestelle, Kämme u.ä. hergestellt wurden, beinahe ausgerottet worden. Deshalb beschlossen die Zoofachleute, die kleinen Schildkröten auf die Seychellen, in ihr natürliches Umfeld, zurückzubringen. Man wollte diese seltene Gelegenheit nutzen -normalerweise ist bei solchen Fällen von Schmuggel nämlich der genaue Herkunftsort der Tiere nicht bekannt.

Nun sollen die Schildkrötenkinder an ihrem Heimatstrand, wo die Eier eingesammelt wurden,  wieder freigelassen werden. Sie haben laut den Fachleuten vom Frankfurter Zoo beste Chancen, zu überleben. Für die Transportkosten kommt die Fluggesellschaft Condor auf. Karettschildkröten können übrigens über 70 Kilo schwer und bis zu 100 Jahre alt werden, ihr Panzer kann die Länge von einem Meter erreichen.

Barack Obama und die Welt der Tiere

Er ist bald der mächtigste Mann der Welt: Barack Obama, der künftige Präsident der USA. Aber selbst er hat nicht so viel Macht, dass er oder seine Familie allein darüber entscheiden könnte, was für einen Hund seine beiden Töchter zum Einzug ins Weiße Haus bekommen sollen. Wer wird First Dog?, lautet eine der in diesen Tagen am häufigsten gestellten Fragen auf dieser Welt.

Zunächst hatte sich Obama für eine Golden-Retriever-Pudel-Kreuzung, „Goldendoodle“, entschieden. Doch damit eckte er gleich bei vielen Amerikanern an. Sie halten dies für eine zu „reinrassige“ und damit zu elitäre Lösung, die zu Obama so gar nicht passt.  Bei der Aktion eines Tiervereins haben 50000 Menschen unterschrieben, dass Mr President seinen Staatshund nicht von einem Hundezüchter holen sollte, sondern lieber aus dem Tierheim. Ein benachteiligter Hund soll „First Dog“ werden. So viel zur Macht des mächtigsten Mannes der Welt.

Obama wäre aber nicht Obama, wenn er nicht geschickt auf den Zug aufgesprungen wäre. Er hat inzwischen verkündet, dass er einen Hund aus einem Tierheim „retten“ werde.

Alpaka.JPGAndererseits reicht die Macht Barack Obamas bis in die Welt der deutschen Zoos hinein. Am Tag, als Obama zum neuen US-Präsidenten gewählt wurde, erblickte im Frankfurter Zoo ein Alpaka-Baby das Licht der Welt. Tja, dreimal dürfen die Leser dieses Blogs raten, auf welchen Namen der Kleine wohl getauft wurde…