Schäferhunde sind aus der Mode

Der DeutscheEin Trend, der sich schon seit einiger Zeit abzeichnet, setzt sich fort: Die einst am stärksten nachgefragte Hunderasse der Deutschen, der Deutsche Schäferhund, ist auf der Beliebtheitsskala noch weiter nach unten gesunken. Er schaffte er es nicht einmal mehr unter die ersten Zehn in der Liste der favorisierten Hunderassen in Deutschland. Dafür hat hierzulande ein anderer Schäferhund den Siegeszug angetreten: der Australian Shepherd (Foto: obs/AGILA Haustierversicherung AG/cynoclub – Fotolia.com). Das hat die AGILA Haustierversicherung AG aufgrund ihrer Kundendaten für das Jahr 2013 ermittelt. Nach Angaben der Versicherung war der Deutsche Schäferhund schon im Jahr 2012 um vier Plätze nach hinten gerutscht, nämlich auf Platz 9. Ganz ähnlich verhält es sich übrigens mit der Deutschen Dogge, die 2012 noch den 8. Platz belegt hatte und 2013 auch nicht mehr unter den zehn beliebtesten Rassen zu finden ist.

Der Australian Shepherd dagegen hatte es 2012 als Newcomer gleich auf den zehnten Platz geschafft und konnte 2013 noch einmal zwei Plätze gutmachen. Weil diese Rasse einen ausgeprägten Wach- und Schutzinstinkt besitzt und außerdem sehr verspielt ist, erfreut sie sich größter Beliebtheit als Familienhund. Übrigens haben es auch der Beagle und der Rhodesian Ridgeback auf die Hitliste der „Top Ten“ der Haustierversicherung zurückgeschafft, nachdem sie dort zwei Jahre lang nicht mehr zu finden waren. Und der Jack Russell Terrier – übrigens meine persönliche Lieblingsrasse – hat zwei Plätze gutmachen können: von sieben auf fünf.

Die AGILA Haustierversicherung zählt mit 170 000 versicherten Hunden und Katzen zu den größten deutschen Haustierversicherern und ermittelt seit 2013 die hierzulande beliebtesten Hunderassen. Hier ihre aktuellste „Hitliste“:

1. Mischling
2. Labrador Retriever
3. Golden Retriever
4. Französische Bulldogge
5. Jack Russell Terrier
6. Mops
7. Rhodesian Ridgeback
8. Australian Shepherd
9. Beagle
10. Chihuahua (-4)

Eine Zeitreise durch die Evolution

Der Rostocker Zoo, über den ich hier schon als Urlaubstipp für Ostsee-Urlauber geschrieben habe, hat jetzt eine neue Attraktion: Das Darwineum wurde eröffnet. Bei der feierlichen Zeremonie war auch der Ururenkel von Charles Darwin dabei: Felix Padel (siehe Foto), der anthropologische Forschungen betreibt.

Das Darwineum ist mit 29 Millionen Euro – eine Million haben die Rostocker Bürger gespendet – ein Riesenprojekt für den Zoo im Nordosten der Bundesrepublik: eine Erlebniswelt zum Thema Evolutionsgeschichte. Zu der Halle gehören auch Experimentierstationen und Tagungsräume. Und für Schulklassen wird es bald Unterrichtsangebote geben.

Dank der neuen Einrichtung ist endlich Schluss mit der schlechten, längst nicht mehr zeitgemäßen Unterbringung der Menschenaffen im Zoo Rostock. Ihre Haltungsbedingungen waren zu Recht kritisiert worden. Im Darwineum steht den Gorillas und Orang-Utans jetzt eine Tropenhalle zur Verfügung, in der sie mit Zwergseidenäffchen und Spitzhörnchen zusammenleben.

Das Darwineum will den Zoobesuchern anhand von Tierbeispielen erklären, wie sich das Leben auf der Erde herausgebildet hat: zum Beispiel mit Quallen, die im Meer der Urzeit lebten, und mit Pfeilschwanzkrebsen, Seepferdchen und Schlammspringern, die den Übergang der Lebewesen vom Wasser zum Land bildeten. Stellvertretend für Saurier ist ein Nashornleguan, die ersten Säugetiere im Tertiär werden durch Antilopenziesel und Schnabeligel repräsentiert. Am Ende der Zeitreise gelangt man dann in die Tropenhalle mit den Menschenaffen. Insgesamt sind 40 Tierarten im Darwineum untergebracht.

Durch das Darwineum wurde allerdings der Eintritt in den Zoo teurer: Die Preise stiegen für Erwachsene von 11,50 Euro auf 16 Euro; für Kinder bis zu sieben Jahren ist der Eintritt frei.