Tiere des Jahres 2011

Wir starten voll durch ins neue Jahr 2011, und da dürfen natürlich auch die Tiere des Jahres 2011 nicht fehlen. Sie wurden von Naturschützern hauptsächlich ausgewählt, weil sie als gefährdete Tierarten gelten und weil die öffentliche Aufmerksamkeit auf sie gerichtet werden soll.

urn:newsml:dpa.com:20090101:101008-99-00195Vogel des Jahres 2011 ist der Gartenrotschwanz, über den ich hier schon gleich berichtet hatte, als er gerade frisch gekürt worden war. Sein Bestand in Deutschland ist in den letzten 30 Jahren von 450 000 Brutpaaren auf 150 000 zusammengeschmolzen. Den männlichen Gartenrotschwanz erkennt man an seinem ziegelfarbenen Schwanz, der orangen Brust und der schwarzen Kehle. Dass die Zahl der Gartenrotschwänze zurückgeht, hat folgende Gründe: Sie finden immer weniger geeignete Nistplätze in Gärten und Baumhöhlen.  Vor allem in Gärten sind sie trotz ihres Namens immer seltener zu finden. Es gibt zu wenig Hecken, zu wenig Streuobstwiesen, zu viele fremdländische Gehölze und sterile Rasenflächen. Das bevorzugte Futter des Gartenrotschwanzes, nämlich Schmetterlinge, Raupen, verschiedenartigste kleine Insekten und Spinnen, ist auch immer schwerer zu finden. Denn durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden diese Beutetiere stark dezimiert.

urn:newsml:dpa.com:20090101:101226-99-01794Fisch des Jahres 2011 ist die Äsche. Das größte Problem dieses Fisches ist die Verschmutzung der Gewässer, auf die er äußerst empfindlich reagiert; Gewässerverschmutzung lässt den Äschenbestand ständig schrumpfen. Denn diese Fischart braucht klares, kühles Wasser. Äschen haben einen kleinen Kopf und ein spitzes Maul, ihr Rücken schimmert graugrün oder bläulich-grau. An den Seiten und am Bauch sind die Äschen silberweiß bis messingfarben. Die Äsche war bereits Fisch des Jahres 1997 und ist durch die Berner Konvention in Europa geschützt.

urn:newsml:dpa.com:20090101:101226-99-01796Schmetterling des Jahres 2011 ist der Große Schillerfalter, einer der schönsten Tagfalter in Europa. In Deutschland ist er allerdings selten geworden. Seine Flügelspannweite kann bis zu 65 Millimeter betragen. Die Flügel der Männchen schimmern blau (zu sehen auf dem oberen Foto), die Weibchen sind zurückhaltender dunkelbraun gefärbt (zu sehen auf dem unteren Foto). Im Gegensatz zu anderen Schmetterlingen findet man den Schillerfalter fast nie auf Blüten, denn er ernährt sich nicht von Blütennektar. Schillerfalter fliegen oft auf dem Boden, wo sie Aas oder Tierkot fressen. Die Falter ruhen sich gern auf Eichen aus.

Der Gartenrotschwanz macht Karriere

urn:newsml:dpa.com:20090101:101008-99-00195Es ist wieder so weit: Der „Vogel“ das Jahres wurde gewählt. Den Titel „Vogel des Jahres 2011“ hat sich der Gartenrotschwanz geholt. Mit dieser Entscheidung dürften sich der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der bayerische Landesbund für Vogelschutz (lbv) kaum Ärger einhandeln. Im letzten Jahr dagegen hatten sie sich mit der Kür des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 bei Fischereiverbänden und Teichwirten unbeliebt gemacht. Manche hatten die Wahl als reine Provokation empfunden. Darüber hatte ich auch hier im Blog geschrieben.

Die Wahl fiel diesmal auf den Gartenrotschwanz, um darauf aufmerksam zu machen, dass stärkere Bemühungen für den Schutz des kleinen Vogels mit dem ziegelroten Schwanz und der orangefarbenen Brust nötig sind. Schätzte man in Deutschland vor 30 Jahren seinen Bestand noch auf 450 000 Brutpaare, so liegt diese Zahl jetzt nur noch bei 150 000.

Das hat verschiedene Ursachen. Diese Vogelart findet immer weniger geeignete Nistplätze in Gärten und Baumhöhlen.  Vor allem in Gärten ist er trotz seines Namens immer seltener zu finden. Es gibt zu wenig Hecken, zu wenig Streuobstwiesen und zu viele fremdländische Gehölze und sterile Rasenflächen. Das bevorzugte Futter des Gartenrotschwanzes, nämlich Schmetterlinge, Raupen, verschiedenartigste kleine Insekten und Spinnen, ist auch immer schwerer zu finden. Denn durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden diese Beutetiere stark dezimiert.

Dazu kommen noch die Gefahren, denen der Zugvogel auf seinen bis zu 8000 Kilometer weiten Flügen nach Zentralafrika ausgesetzt ist: Dort nehmen die Dürreperioden zu, und viele Gartenrotschwänze fallen Vogeljägern zum Opfer.