Der Heidi-Rummel geht weiter

Die meisten werden sich an das schielende Opossum Heidi erinnern, das vor ein paar Monaten weltweit zum Superstar wurde. In letzter Zeit war es still geworden um die Beutelratte im Leipziger Zoo. Heidi, die aus einem dänischen Zoo nach Sachsen kam, musste während der vergangenen Monate in der Quarantänestation des Leipziger Zoos ausharren. Das heißt: Zoobesucher bekamen sie nicht zu Gesicht. Sie sollte während der Quarantäne auch eine Abmagerungskur machen. Denn man vermutet, die Fehlstellung ihrer Glupschaugen ist auf Fetteinlagerungen in ihren Augenhöhlen zurückzuführen.

Heute nun kehrte Heidi ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zurück. Sie ist in ihr Gehege in der neuen Tropenhalle „Gondwanaland“ des Leipziger Zoos umgezogen. Fotografen, Kamerateams und Journalisten durften dabei sein und über das Ereignis berichten. Heidi nahm den Medien-Hype gelassen. Zuerst lockte man sie mit einem Hunde-Leckerli und einem Stück Birne aus dem Transportkäfig. In ihrem neuen, 30 Quadratmeter großen Zuhause fühlte sich Heidi dann offensichtlich sehr schnell heimisch. Sie verschwand postwendend in einem hohlen Baumstamm und legte ein kleines Schläfchen ein. Übrigens hat die Diät funktioniert: Heidi hat ungefähr ein Kilo abgespeckt und wiegt jetzt 4,3 Kilo, das entspricht in etwa dem Normalgewicht. Ihren Silberblick hat sie allerdings beibehalten – aber der macht ja gerade Heidis Charme aus!

Für die Zoobesucher heißt es jedoch weiterhin: abwarten und Tee trinken. Sie können Heidi erst dann leibhaftig bewundern, wenn das „Gondwanaland“ am 1. Juli für das Publikum eröffnet wird.