Sie redete mit dem Vieh…

Die Greuther-Weiber – so heißt das Blog über die SpVgg Greuther Fürth aus weiblicher Sicht, in dem ich auch mitschreibe – waren in Italien im Urlaub. Am und im Lago di Bolsena gibt es natürlich nicht nur Fußballfans, sondern auch eine interessante Fauna und Flora. Wenn man ein Stück auf den See hinausschwimmt, kommt man zum Beispiel an eine Stelle, an der sehr schöne Wasserpflanzen vom Grund des vulkanischen Sees nach oben an die Wasseroberfläche wachsen. Keine ekligen Algen, sondern Pflanzen mit Stengeln und  Blättern, die dazu beitragen, das ökologische Gleichgewicht des sehr sauberen Gewässers zu bewahren. Da ich kein Pflanzenexperte bin, weiß ich leider nicht, um welche Gewächse es sich handelt.

Weiter draußen auf dem See habe ich bei einer meiner morgentlichen Schwimmtouren einen der ausschließlich im Bolsena-See lebenden Fische „getroffen“. Da ich zugegebenermaßen kein Fisch-Fachmann bin (wie Max Fischer, einer der Kommentar-Schreiber in meinem Blog, auch schon festgestellt hat), kann ich nicht sagen, was für ein Exemplar es war – Coregone, Tinca oder Ghiozzo. Jedenfalls sprang er in nur ganz geringem Abstand zu mir ein paarmal aus dem Wasser, drehte sich in der Luft um die eigene Achse und ließ sich dann wieder ins Wasser gleiten. Ein Aal, der auch im See vorkommt, war es jedenfalls nicht, das habe sogar ich als Laie erkannt.

Eines Nachmittags hatte ich auf dem See eine tierische Begegnung, die ich nicht so schnell vergessen werde. Gerade noch hatte ich zum wiederholten Mal das Stadtbild des  mittelalterlichen Ortes Bolsena bewundert, der in flirrender Nachmittagshitze am anderen Ufer zu erkennen war. Gar nicht so leicht, sich davon loszureißen! Als ich trotzdem beschlossen hatte, zurückzuschwimmen und umdrehte, glaubte ich zunächst, eine Fata Morgana vor mir zu sehen: Mitten auf dem Wasser lag ein brauner Jagdhund auf einem Surfbrett und schaute mir in die Augen. Erst auf den zweiten Blick bemerkte ich, dass auch sein Herrchen auf dem Brett saß und mit seinem Hund über den See paddelte – fast lautlos, weshalb ich die Beiden vorher nicht gehört hatte.

Leider gibt es von diesen Erlebnissen keine Fotos – von einem anderen am Seeufer dagegen schon. Ein Schwanenpaar hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Nachmittag fast zur selben Zeit und an derselben Stelle seinen Ausflug zu unterbrechen, eine kleine Pause am Strand einzulegen und sich zu putzen – immer nur wenige Meter von dem Platz entfernt, wo die Liege mit dem Greuther-Weiber-Handtuch stand. Vielleicht wollten sich die Zwei den Kleeblatt-Fans an schließen? Ich habe versucht, mit ihnen schon mal Kontakt in dieser Richtung aufzunehmen (siehe Foto oben, das leider an einem gewittrigen Tag entstand). Die Farbe des Schwanen-Federkleides passt ja grundsätzlich schon mal gut, ein grünes Accesoire sollte sich noch finden lassen. – In Anlehnung an Konrad Lorenz – und da wäre ich dann thematisch wieder bei meinem Tier-Blog – könnte man das Foto auch „Konrad Lorenz 2.0“ nennen, meint einer meiner Blogger-Kollegen. Stimmt, ausnahmsweise muss ich ihm (fast) Recht geben.