Aljoscha wird ein Hannoveraner

aljoschaSchade – er ist eine echte Tiger-Schönheit und jetzt leider nicht mehr  im Tiergarten Nürnberg zu sehen: Der am Schmausenbuck geborene Sibirische Tiger-Kater Aljoscha ist umgezogen. Seine neue Adresse lautet: Erlebnis-Zoo Hannover. Auch wenn es bedauerlich für die Besucher ist – das Europäische Erhaltungszuchtprogramm EEP hat das so empfohlen. Derzeit befindet sich Aljoscha in Hannover noch hinter den Kulissen, er wechselt aber bald in eine neugestaltete Anlage.

Dank des Trainings, das die Tierpfleger in den vergangenen Wochen mit Aljoscha durchgeführt haben, damit er sich an die Transportkiste gewöhnt, gab es keine Probleme bei seiner Reise von Franken nach Niedersachsen. Er zögerte keinen Augenblick, die Box zu betreten. Nicht einmal eine halbe Stunde nach seinem letzten Streifzug durch den Außenbereich des Raubtierhauses hat er schon den Tiergarten verlassen. Noch am selben Nachmittag erreichte er wohlbehalten sein neues Zuhause in Hannover. Begleitet wird er von einer ihm vertrauten Tierpflegerin und einem erfahrenen Tiertransporteur.

Wie es mit Aljoschas Zwillingsbruder Volodya weitergeht, haben die Tiger-Koordinatoren des EEP noch nicht entschieden. Beide Jungtiger sind Söhne von Katinka, die 2011 in Moskau geboren wurde und im Mai 2013 in den Tiergarten kam, sowie von Samur, der 2012 in Wuppertal zur Welt kam und im November 2013 am Schmausenbuck als Partner für Katinka eintraf.  Seine Großeltern lebten – wie auch Katinkas Eltern –  in der Moskauer Auffangstation, einer Außenstelle des dortigen Zoos. Katinka und Samur gehören aufgrund ihrer Abstammung zu den sehr seltenen, genetisch noch reinen Vertretern Sibirischer Tiger (auch Amurtiger genannt) und sind deshalb für die europäischen Zoos äußerst wertvolle Tiere.

Affen auf der Flucht

Das Beispiel der Nürnberger Geparden, die immer mal wieder ausbüchsen, macht offenkundig Schule: Eine Schimpansen-Fünferbande hat kürzlich in Hannover das Weite gesucht. Einer rannte versehentlich ein kleines Mädchen um, das sich eine Kopfwunde zuzog.  Ein anderer war weniger rüde: Er umarmte sogar einen Besucher. Sonst kam es jedoch kaum zu Zwischenfällen. Allerdings musste der Zoo evakuiert werden, und rund 60 Polizeibeamte waren im Einsatz, um das Gelände zu sichern.

Richtig Spaß am Ausflug hatte jedoch offenkundig nur Maxi, 48-jähriger Oldie und Chef der Affengruppe. Es dauerte mehr als eine Stunde, ihn wieder in sein Gehege zurückzulocken. Die anderen hatten ihren Ausflug zum Teil schon nach einer Viertelstunde freiwillig beendet. Dieser war überhaupt nur möglich geworden, weil ein Ast ins Außengehege der Affenanlage geragt hatte, an dem sich die Schimpansen heraushangeln konnten.