Glückwunsch nach Hannover!

Eine hocherfreuliche Nachricht aus dem Zoo Hannover: Dort sind drei Sibirische Tigerbabys zur Welt gekommen. Das Foto zeigt einen Blick in die Wurfhöhle, wo Tiger-Mama Alexa ihre Drillinge säugt (Foto: Zoo Hannover/dpa). Ein besonders wertvoller Nachwuchs, denn Sibirische Tiger gelten als stark bedroht, auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden sie als gefährdet eingestuft. Noch sind die Jungtiere nicht für die Besucher zu sehen: Sie leben mit ihrer Mutter zurückgezogen in einer Wurfhöhle, wo das Geschehen in der Kinderstube von einer Videokamera aufgenommen und den Zoobesuchern in Ausschnitten gezeigt wird. Die drei Tigerbabys in Hannover haben die ersten zwei kritischen Wochen bereits überstanden. Das ist für den Zoo umso wichtiger, als im vergangenen Jahr zwei Tigerbabys kurz nach der Geburt gestorben waren.

Sibirische Tiger werden auch im Tiergarten Nürberg gehalten. Das Paar Katinka und Samur hatte im Jahr 2015 Nachwuchs: die beiden Kater Aljoscha und Volodya. Und wie ich gerade erfahre, ist Aljoscha der Vater von den Drillingen in Hannover. Da hat er sich ja mächtig ins Zeug gelegt, unser Nürnberger Buu!

Jetzt sind Nanuq und Vera ein Paar

Nanuq heißt der neue, elf Jahre alte und sehr imposante Eisbärenbulle im Tiergarten Nürnberg. Der Name stammt aus der Sprache der Inuit und bedeutet so viel wie „Meister des Eises“. Nanuq kommt aus dem Zoo Hannover, wo er zuletzt neun Jahre lang gelebt hat; geboren ist er im Wiener Tiergarten Schönbrunn. In Hannover lebte er zuerst mit seinem Bruder Arktos und dem gleichaltrigen Sprinter aus Rhenen (Niederlande) zusammen. Als das Weibchen Milana aus Moskau dazukam, zeigte sie nur Interesse an Sprinter – Nanuq musste zuschauen, wie die beiden sich blendend verstanden. Nun hat er mit Vera endlich auch ein Weibchen „abbekommen“. Er zeigt sich Vera gegenüber sehr freundlich, die beiden spielen und baden miteinander (Foto: Tiergarten Nürnberg).

Nun hoffen alle, dass es zwischen den beiden auch zur Paarung kommt. Bisher hatte Vera ja ausschließlich Felix als Partner, den Vater der in Nürnberg geborenen Eisbärin Flocke. Auch die Jungtiere Gregor, Aleut und Charlotte hatte Felix in Nürnberg gezeugt. Sollte Vera von Nanuq erfolgreich gedeckt werden, würde man sie nach dem jetzigen Stand der Planung ein letztes Mal Mutter werden lassen – die Polarbärin hat mit ihren 16 Jahren ein Alter erreicht, in dem das Thema Nachwuchs langsam aber sicher nicht mehr an erster Stelle steht. Auf jeden Fall soll die auch beim Publikum äußerst beliebte Bärin ihren Alterssitz in Nürnberg haben. Möglicherweise bekäme sie dann ein oder mehrere ältere Weibchen als Gefährtin(nen), damit sie ihren Lebensabend nicht einsam und allein verbringen muss.

Aber das ist im Moment noch alles Zukunftsmusik. Jetzt freuen wir uns erst einmal über den neuen, wirklich imposanten Eisbärenmann Nanuq – und möglicherweise niedliche Eisbärenbabys im nächsten Frühjahr!

Endlich: Ein neues Zuhause für Charlotte

Endlich hat das lange Warten auf einen Platz in einem anderen Zoo ein Ende: In Absprache mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP ist die vier Jahre alte Eisbärin Charlotte vom Tiergarten Nürnberg in den Zoo Hannover umgezogen, wo sie nach fünfstündigem Transport gut angekommen ist (Foto: Tiergarten Nürnberg). Charlotte erblickte im November 2014 im Tiergarten das Licht der Welt und ist die jüngste Tochter von Vera. Deren erstes Baby, Flocke, hatte es zu einiger Berühmtheit gebracht, weil Vera die Kleine nicht selbst großzog und sie deshalb von Tierpflegern hochgepäppelt wurde. In ihrem neuen Zuhause im Zoo Hannover leben nun außer Charlotte die Eisbärin Milana sowie Sprinter und Nanuq, zwei Bullen. Nanuq wird bald von Hannover nach Nürnberg übersiedeln und hier mit Charlottes Mutter Vera zusammentreffen.

Aljoscha wird ein Hannoveraner

aljoschaSchade – er ist eine echte Tiger-Schönheit und jetzt leider nicht mehr  im Tiergarten Nürnberg zu sehen: Der am Schmausenbuck geborene Sibirische Tiger-Kater Aljoscha ist umgezogen. Seine neue Adresse lautet: Erlebnis-Zoo Hannover. Auch wenn es bedauerlich für die Besucher ist – das Europäische Erhaltungszuchtprogramm EEP hat das so empfohlen. Derzeit befindet sich Aljoscha in Hannover noch hinter den Kulissen, er wechselt aber bald in eine neugestaltete Anlage.

Dank des Trainings, das die Tierpfleger in den vergangenen Wochen mit Aljoscha durchgeführt haben, damit er sich an die Transportkiste gewöhnt, gab es keine Probleme bei seiner Reise von Franken nach Niedersachsen. Er zögerte keinen Augenblick, die Box zu betreten. Nicht einmal eine halbe Stunde nach seinem letzten Streifzug durch den Außenbereich des Raubtierhauses hat er schon den Tiergarten verlassen. Noch am selben Nachmittag erreichte er wohlbehalten sein neues Zuhause in Hannover. Begleitet wird er von einer ihm vertrauten Tierpflegerin und einem erfahrenen Tiertransporteur.

Wie es mit Aljoschas Zwillingsbruder Volodya weitergeht, haben die Tiger-Koordinatoren des EEP noch nicht entschieden. Beide Jungtiger sind Söhne von Katinka, die 2011 in Moskau geboren wurde und im Mai 2013 in den Tiergarten kam, sowie von Samur, der 2012 in Wuppertal zur Welt kam und im November 2013 am Schmausenbuck als Partner für Katinka eintraf.  Seine Großeltern lebten – wie auch Katinkas Eltern –  in der Moskauer Auffangstation, einer Außenstelle des dortigen Zoos. Katinka und Samur gehören aufgrund ihrer Abstammung zu den sehr seltenen, genetisch noch reinen Vertretern Sibirischer Tiger (auch Amurtiger genannt) und sind deshalb für die europäischen Zoos äußerst wertvolle Tiere.

Affen auf der Flucht

Das Beispiel der Nürnberger Geparden, die immer mal wieder ausbüchsen, macht offenkundig Schule: Eine Schimpansen-Fünferbande hat kürzlich in Hannover das Weite gesucht. Einer rannte versehentlich ein kleines Mädchen um, das sich eine Kopfwunde zuzog.  Ein anderer war weniger rüde: Er umarmte sogar einen Besucher. Sonst kam es jedoch kaum zu Zwischenfällen. Allerdings musste der Zoo evakuiert werden, und rund 60 Polizeibeamte waren im Einsatz, um das Gelände zu sichern.

Richtig Spaß am Ausflug hatte jedoch offenkundig nur Maxi, 48-jähriger Oldie und Chef der Affengruppe. Es dauerte mehr als eine Stunde, ihn wieder in sein Gehege zurückzulocken. Die anderen hatten ihren Ausflug zum Teil schon nach einer Viertelstunde freiwillig beendet. Dieser war überhaupt nur möglich geworden, weil ein Ast ins Außengehege der Affenanlage geragt hatte, an dem sich die Schimpansen heraushangeln konnten.