Wieder eine Hiobsbotschaft aus Dortmund

HumboldtpinguinDas Drama im Zoo in Dortmund geht weiter: Nach Seelöwin Holly, die Anfang November unter noch nicht geklärten Umständen im Gehege tot aufgefunden wurde, ist jetzt ein junger Humboldtpinguin tot. Er lag außerhalb seines Geheges in der Nähe der Flamingos. Außerdem sind zwei seiner Artgenossen verschwunden. Die drei wurden vor gar nicht langer Zeit noch als Zuchterfolge gefeiert.

Der Zoodirektor und alle Mitarbeiter stehen vor einem Rätsel. Man weiß auch noch nicht, welche Verletzungen zum Tod des Pinguins geführt haben. Wie schon bei der 21 Jahre alten Seelöwin Holly hat auch jetzt wieder die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Im Fall von Holly hatte der Zoo den Verdacht, dass das Tier von einem oder mehreren Fremden, die nachts in den Zoo einbrachen, erschlagen wurde. Polizeiermittlungen in diese Richtung blieben aber erfolglos. Die Serie mit Tieren, die aus dem Zoo verschwunden sind, ging schon im August los, als drei Zwergseidenäffchen und zwei Zwergagutis gestohlen wurden.

Nun will der Zoodirektor die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Gelände weiter verstärken. Außerdem ist ein Sicherheitsdienst rund um die Uhr im Einsatz.

Wer tut so etwas?

HollyWelchem kranken Hirn entspringt so eine Tat, frage ich mich, seit ich folgende Meldung gelesen habe: Im Dortmunder Zoo wurde eine Seelöwin so schwer misshandelt, dass sie an den Folgen gestorben ist. Zoomitarbeiter hatten die 21 Jahre alte Seelöwin Holly morgens tot in ihrem Gehege gefunden. Bei der Obduktion stellte die Zootierärztin fest, dass der Schädel der Seelöwin zertrümmert wurde und ihr drei Zähne ausgeschlagen wurden.

Offenbar haben sich der oder die Täter nachts durch ein Loch im Zaun des Zoos Zutritt zum Seelöwen-Gehege verschafft. Das ist ihnen anscheinend gelungen, obwohl nachts ein Wachdienst durch das 28 Hektar große Tierpark-Gelände patroulliert. Nun überlegt sich die Zooleitung, ob man zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einführen muss und wenn ja, wie die aussehen könnten.

Die übrigen sechs Seelöwen blieben bei dem Angriff unverletzt. Holly war ein „Eigengewächs“ des Dortmunder Zoos und bei den Besuchern sehr beliebt. Das Foto zeigt sie mit einem ihrer Jungen im Jahr 2011. Einen derartigen Vorfall hat es laut dem Verband Deutscher Zoologischer Gärten bisher noch nicht gegegen.