Tigerfarmen: Das muss ein Ende haben!

Ich möchte mich heute mit diesem Blog einer Kampagne anschließen, die ich für äußerst unterstützenswert halte: „Schließt die Tigerfarmen!“, fordert derzeit eine ganze Reihe von Natur- und Tierschutzorganisationen wie zum Beispiel der WWF. Ihre Kritik: Die Tiere würden unter schrecklichen Bedingungen und in viel zu engen Käfigen gehalten. Es gehe in diesen Einrichtungen außerdem weder um Umweltbildung, um ein Zuchtprogramm noch um Artenschutz. Obendrein werden die Raubkatzen auf solchen Farmen für die Herstellung von angeblichen medizinischen Wundermitteln – etwa aus Tigerknochen –  missbraucht.

Der International Fund for Animal Welfare, kurz IFAW, prangert an, dass es in China nicht mal mehr 50 Tiger in freier Wildbahn gibt, aber über 6000 dieser Raubkatzen in kommerziellen Farmen gehalten und nur für den Kommerz gezüchtet werden. Dadurch entwickelt sich ein Teufelskreis: Je mehr an zweifelhaften Produkten wie Tigerknochenwein oder Stärkungselixieren vor allem in Asien auf den Markt kommt und gekauft wird, desto größer wird die Nachfrage nach toten Tigern. Das nützt dann nicht nur diesen Farmen: Es werden dadurch auch immer mehr Menschen zum Wildern angestachelt. Immerhin gibt es einen schwachen Hoffnungsschimmer: Laut IFAW lehnen mittlerweile Anhänger der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) die Verwendung von Tigerprodukten ab und setzen sich dafür ein, alternative Mittel zu verwenden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich gegen Tigerfarmen zu engagieren. Deshalb möchte ich hier keine einzelne herausgreifen. Von Spenden für Aufklärungskampagnen der Bevölkerung bis zu Petitionen reichen die Möglichkeiten. Ich glaube, jeder sollte für sich den geeignetsten Weg herausfinden. Wichtig ist nur, irgendetwas zu tun, damit diese Tierquälerei bald beendet wird.

P.S. Mit einer Zucht zur Arterhaltung dieser bedrohten Tierart, wie einige Zoos sie betreiben, haben Tigerfarmen nichts, aber auch gar nichts zu tun!

Tragödie auf Cape Cod

Kommen wir von den Walen zu ihren Verwandten, den Delfinen: Ein trauriges Kapitel, wenn man in diesem Monat nach Cape Cod schaut, der Halbinsel im Südosten des US-Staates Massachusetts. Dort findet seit Wochen ein regelrechtes Delfin-Massensterben statt. Die Tiere stranden aus unerfindlichen Gründen an der Küste von Cape Cod, und die meisten verenden im Schlick, aus dem sie sich allein nicht mehr befreien können.

Den ganzen Winter über spielen sich dort schon grauenhafte Szenen ab, vor allem, wenn die Retter trotz aller Mühen, den Tieren zu helfen, wieder einmal scheitern und nur noch zuschauen können, wie die Delfin qualvoll sterben. Im vergangenen Monat sind auf der Halbinsel 178 Delfine gestrandet, 125 davon überlebten das nicht. Das ist eine ungewöhnliche hohe Zahl, denn in den vergangenen zwölf Jahren waren es im Schnitt „nur“ 37 Tiere, die dort am Strand aufliefen und jämmerlich zugrunde gingen.

Forscher suchen nach einer Erklärung für das Phänomen – bisher allerdings ohne Erfolg. Mitarbeiter des International Fund for Animal Welfare (IFAW) kennzeichnen die Delfine und nehmen ihnen Blut ab. Man seziert die Kadaver gestrandeter Tiere, die es nicht mehr ins Meer zurück geschafft haben. Aber das Massensterben bleibt vorerst ein Rätsel.

Die Wissenschaft wartet mit verschiedenen Theorien auf: Auslöser für das Phänomen könnte die Veränderung des Wetters sein oder die Veränderung der Wassertemperatur, möglicherweise auch ein verändertes Verhalten der Beutetiere. Oder verirren sich die Delfine einfach nur an der zerklüfteten Küste?

Nur dank des unermüdlichen Einsatzes von Dutzenden von Helfern sind es nicht noch mehr Delfine, die den Tod finden. Sie unterstützen die Tiere bei ihren Befreiungsversuchen, wenn die Flut kommt und lotsen sie mit Booten aus der Gefahrenzone. Manche Delfine werden auch auf Tragriemen manövriert, näher zu anderen Gestrandeten gebracht und in die richtige Richtung gedreht, damit sie in der Herde den Weg zurück ins Meer finden. Mit dem Geräusch der Bootsmotoren versuchen die Retter, die Tiere hinaus in den Atlantik  zu treiben – leider nicht immer mit Erfolg. Kurz gesagt, es ist eine Tragödie, die sich auf Cape Cod abspielt.