"Tiere wie wild"

Ab und zu gebe ich in meinem Blog einen Buchtipp, wie zum Beispiel kurz vor Weihnachten den hier oder im Februar, passend zum eisigen Winterwetter, den hier. Da ich zurzeit einige Tage Urlaub habe und das Wetter auch nicht so ist wie erhofft, habe ich mal wieder die Abteilung Tierbücher in meiner privaten Bibliothek durchforstet und zu einem kleinen Band gegriffen, den ich vor Jahren zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Beim Durchblättern hat er mir gleich wieder genauso gut gefallen wie damals, und da er sich um Zootiere dreht, passt er wunderbar in dieses Blog.

Buch„Tiere wie wild“ heißt das Buch (Insel Taschenbuch 1577), und für mich ist die Titelseite mit der Detailansicht eines Zebras ein echter Hingucker. Die Fotos stammen von der Hamburger Fotografin Ille Oelhaf und sind allesamt schwarzweiß – für mich ein ausschlaggebender Grund, warum ich das Büchlein so gerne mag. Ein weiterer ist das Vorwort von Karin Kiwus. Die hat sich nämlich (möglicherweise nur fiktiv, ist aber egal) einer Art Experiment ausgesetzt: Um die Gesellschaft der Menschen zu meiden, die sie nicht mehr ertrug, hat sie sich in einen Zoo zurückgezogen, um mit den Tieren dort zu leben – monatelang. Sie haust nicht in einem Käfig oder Gehege, sondern in einer leerstehenden Wohnung von Tierpflegern. Woche um Woche widmet sie sich den verschiedenen Lebewesen im Zoo und gewinnt dabei Erkenntnisse, die sie so selbst nicht erwartet hätte.

Ich muss sagen: Das ist durchaus eine Anregung für mich! Vielleicht sollte ich gelegentlich beim Tiergarten in Nürnberg vorsprechen und mich nach einer entsprechenden Möglichkeit erkundigen. Es gibt nämlich Tage, an denen ich mir nichts anderes wünsche, als die Menschen um mich herum einfach hinter mir lassen zu können und nur noch Tiere um mich zu scharen. Mich ohne Worte, nur durch Blicke, mit ihnen zu verständigen – ein Traum!
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