Der ewige Streit über den Walfang

walfangEs gibt Themen, bei denen kommen die Vertreter gegnerischer Positionen einfach nicht näher zusammen. So ein Thema ist der Walfang. Der Streit darüber zwischen Ländern, die Walfang betreiben, und solchen, die die Meeressäuger streng schützen wollen, nimmt kein Ende. Bei Verhandlungen der Internationalen Walfangkommission, die kürzlich in Agadir stattfanden, wurde nicht der angestrebte Kompromiss über Walfangquoten erzielt. Der hätte folgendermaßen ausgesehen: Aussetzung des kommerziellen Fangverbots für einen Zeitraum von zehn Jahren. Im Gegenzug sollten Quoten für den Fang der Meeressäuger festgelegt werden, die niedriger sind als die Zahl der tatsächlich jedes Jahr getöteten Wale (das sind etwa 2000 pro Jahr).

88 Staaten haben an den Beratungen teilgenommen. Die großen Walfangnationen Japan, Norwegen und Island peilten eine Lockerung des kommerziellen Walfang-Verbots an und hätten dafür niedrigere Fangquoten in Kauf genommen. Dagegen haben Australien und mehrere Länder in Lateinamerika ein komplettes Walfang-Verbot im Antarktischen Ozean gefordert.
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