Obama, du Kamel!

Der amerikanische Präsident Barack Obama erobert die Welt – mit Friedensbotschaften und seinem sympathischen Auftreten.  Viele Menschen hängen geradezu an seinen Lippen, wenn er irgendwo auf der Welt eine vielbeachtete Rede hält.

Das hat nun eine Folge, mit der wohl keiner gerechnet hätte: Menschen nennen ihre Tiere nach dem US-Präsidenten. Kürzlich habe ich hier ja schon über ein Äffchen im Dresdner Zoo geschrieben, das „Obama“ getauft wurde. Nun heißt ein Kamel im Wüstenstaat Saudi-Arabien auch so – kein gewöhnliches Kamel wohlgemerkt, sondern ein besonders wertvolles. Der Kamelzüchter war so begeistert von Obamas Rede  während seiner Reise durch die arabische Region in der vergangenen Woche, dass er dem Präsidenten auf diesem Weg eine Ehre erweisen wollte.

Das sind nur zwei Beispiele, die durch die Medien gingen. Keiner weiß, wie viele Tiere weltweit inzwischen „Obama“ heißen mögen. Aber das Phänomen ist psychologisch durchaus plausibel: Tierhalter lieben ihre Schützlinge und wollen ihnen einen Namen geben, der möglichst viel Sympathie mitschwingen lässt. Das ist nun eben bei „Obama“ gerade der Fall.

Arndt Peltner, unser NZ-Korrespondent in den USA und Blogger aus San Francisco, hatte in einem Kommentar zu dem Dresdner Äffchen kritisch angemerkt, dass das in den USA als politisch nicht korrekt und womöglich rassistisch empfunden würde. Ich bin schon gespannt, was er zur neuen Obama-Taufe eines Kamels sagt. Ob man das in den USA als Beleidigung auffasst?