23 000 "Osterhasen" tot

Auch auf die Gefahr hin, dass den einen oder anderen das  Thema Ostern bzw. Osterhase jetzt nach den Feiertagen nerven könnte: Eine kleine Nachlese zu den bedrohten Kaninchen muss heute doch sein. Denn aus Neuseeland erreichen uns traurige Nachrichten. In der Provinz Otago wurde ausgerechnet an Ostern zur Jagd auf Kaninchen geblasen. Über 23 000 Tiere sind dabei ums Leben gekommen.

Nun verurteile ich ja nicht das Jagen per se. Die Neuseeländer werden offenbar der Kaninchenplage nicht anders Herr. Die Nager vermehren sich – wie das Sprichwort schon sagt – „wie die Karnickel“ und fressen Kühen und Schafen das Gras weg. Deshalb findet schon seit 19 Jahren eine „Osterjagd“ statt. Heuer war sie – aus Jägersicht – besonders erfolgreich: Es gab die zweithöchste Abschusszahl seit Einführung dieser Jagd.

Trotzdem frage ich mich: Muss man die Jagd unbedingt gerade zum Osterfest veranstalten?

Unfrohe Ostern für Meißner Widder

So, jetzt ist wieder Schluss mit lustig oder – für alle, die meine Nashorn-Potenzmittel-Idee doch nicht so gut fanden – zumindest Schluss mit Aprilscherzen und deren Auflösung.

Jetzt haben wir Ostern (auch wenn mein Chefredakteur gleich aufheulen würde, wenn er das lesen würde, weil er uns eingetrichtert hat: Heute ist Karsamstag, nicht etwa Ostersamstag!). Zu Ostern gehören in einem Tier-Blog natürlich Hasen, bzw. ihre Verwandten, die Kaninchen. Achtung, jetzt wird es weniger österlich, eher traurig. Denn: Nicht einmal zu Ostern lassen uns diese lästigen Tierschützer wie der WWF  in Frieden. Nein, sie müssen uns die Festlaune verderben und warnen: Jede dritte Kaninchenrasse in Deutschland gilt als gefährdet.

WidderkaninchenBeispiele gefällig? Da haben wir etwa das Angora-Kaninchen, dem es wohl bald an den Kragen geht – früher wegen seiner Wolle beliebt, die sich heute krisenbedingt keiner mehr leisten kann. Oder den Meißner Widder, der seinerseits kein stierähnliches Tier ist, sondern wie ein depressiver Hase aussieht: Er lässt die Ohren hängen (wie, sieht man auf diesem Widder-Foto von pixelio). Wir haben allerdings wenigstens einen kleinen Trost für diesen Ritter von der traurigen Gestalt: Der Meißner Widder wurde von der Gesellschaft zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen (GEH) zur gefährdeten Haustierrasse des Jahres 2010 ernannt. Na bitte!
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