Etappensieg gegen Stierkampf

urn:newsml:dpa.com:20090101:100727-11-13095Was ich hier letzte Woche schon angedeutet habe, tritt nun tatsächlich ein: Die spanischen Tierschützer feiern einen historischen Sieg, denn das katalonische Parlament hat beschlossen, Stierkämpfe zu verbieten – als erste Region auf dem spanischen Festland. Die Kanarischen Inseln haben sich schon 1991 von den grausamen Spektakeln verabschiedet.

Allerdings tritt das Verbot in Katalonien erst ab dem Jahr 2012 in Kraft. Und man muss auch noch dazu sagen, dass in Katalonien in letzter Zeit – abgesehen von der Arena in Barcelona – sowieso kaum noch Stierkämpfe stattgefunden haben. Nun geht es darum, ob die Entscheidung des katalonischen Regionalparlaments eine Signalwirkung auf ganz Spanien haben wird oder nicht. Die Befürworter von Stierkämpfen wollen außerdem vor das spanische Verfassungsgericht ziehen, um den Stierkampf zu retten.

So gesehen, ist das heute beschlossene Verbot ein Etappensieg, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Kleine Erfolge sind immerhin auch Erfolge, gerade in Sachen Tierschutz.

Kampf dem Stierkampf!

StierkampfDer Stierkampf in Spanien steht ja schon seit langem im Kreuzfeuer der Kritik, und Tierschützer fordern, dass er verboten wird. Bisher ohne Erfolg, denn viele sehen den Stierkampf als Kulturgut mit jahrhundertelanger Tradition.

Nun aber gibt es zumindest wieder einmal einen Teilerfolg für die spanischen Tierschützer zu vermelden: Das Parlament in der Region Madrid hat den Antrag der Bürgerinitiative „El Refugio“ zugelassen, der die Abschaffung von Stierkämpfen fordert. Ob es allerdings tatsächlich zu einer Debatte über ein Stierkampf-Verbot kommt, ist noch nicht klar.

Laut „El Refugio“ kommen jedes Jahr bei Stierkämpfen in Spanien an die 14 000 Stiere auf grausame Weise zu Tode. Abgesehen davon kommen immer wieder auch Stierkämpfer bei dem effektheischenden Spektakel ums Leben.
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