Pro oder kontra Katzensteuer?

Dieses dpa-Foto ist schon über fünf Jahre alt. Aufgenommen wurde es 2011 in Brandenburg. Die Kinder, die das selbstgemalte Schild damals an einer Futterstelle für Vögel aufgestellt haben, haben schon damals auf ein Problem aufmerksam gemacht, was nun in der Diskussion hochkocht: Sind Katzen daran schuld, dass es in öffentlichen Grünanlagen und Gärten immer weniger Singvögel gibt? Jagen Katzen, die als Freigänger draußen unterwegs sind, inzwischen so viele Vögel, dass man von staatlicher Seite einschreiten und eine Katzensteuer erheben sollte? Quasi als Wiedergutmachung für den entstandenen Schaden in der natürlichen Umgebung, zu der eben auch Wildvögel in bestimmter Anzahl gehören?

Natürlich war schon der erste Aufschrei von Katzenbesitzern zu vernehmen, die den Befürwortern einer Katzensteuer wiederum unterstellen, so etwas hätten sich nur Hundebesitzer ausdenken können. Weil die für ihre Vierbeiner auch vom Fiskus zur Kasse gebeten werden und schon lange finden, dass – nach dem Gleichheitsgrundsatz – auch Katzenbesitzer zahlen müssten. Eine Art Neid-Debatte, wie gerade wir in Deutschland sie gern führen. Immerhin gibt es hierzulande nach Schätzungen rund 13 Millionen Katzen. Der Deutsche Tierschutzbund geht davon aus, dass mindestens zwei Millionen davon auf der Straße leben; dazu zählen auch Parks oder Industriebrachen.

Ist also eine Katzensteuer berechtigt? Politiker trauen sich in Wahljahren naturgemäß nicht an ein solch emotionsgeladenes Thema heran. Es könnte sie schließlich eine Menge Wählerstimmen kosten. Andere Interessenvertreter haben solche Ängste nicht. So spricht sich etwa der Deutsche Jagdverband für eine Katzensteuer aus. Mit dem Argument, die zweieinhalb Millionen besitzerlosen und unterernährten Katzen würden die Artenvielfalt gefährden. Katzenbesitzer müssten einfach mehr Verantwortung übernehmen. Wenn eine Kastrations- und Meldepflicht für Katzen – wie sie zum Beispiel die Stadt Paderborn 2008 eingeführt hat und weitere 430 Kommunen in Deutschland so oder ähnlich inzwischen haben – nicht den gewünschten Erfolg bringe, dann müsste eben die Politik mit der Katzensteuer eingreifen.

Der Tierschutzbund fordert wegen der zunehmenden Zahl von Katzen in Tierheimen und auf der Straße längst die bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen aus Privathaushalten. Diese Tiere sind für die explosionsartige Fortpflanzung der Straßenkatzen schließlich mit verantwortlich. Der Tierschutzbund setzt sich deshalb für ein Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsgebot für Freigängerkatzen ein. Der Naturschutzbund Deutschland, Nabu, setzt auf Kastrationspflicht, erteilt aber der Katzensteuer eine Absage. Eine der Hundesteuer ähnliche Katzensteuer hält man dort für politisch und gesellschaftlich nicht durchsetzbar. Dass Katzen besonders junge Vögel jagen, liege in ihrer Natur als Raubtier begründet.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat das Thema vor kurzem erneut aufs Tapet gebracht – und Katzenfreunde auf die Palme. Klar: Die Sache polarisiert wie wenige andere. In den sozialen Netzwerken schlägt die Diskussion natürlich auch hohe Wellen. – Und wie ist die Meiung der Leser dieses Blogs? Sind Sie für oder gegen die Katzensteuer?

Pro und contra „Barfen“

BarfenQuizfrage: Wer weiß, was „Barfen“ ist und wofür die Abkürung steht? – Also: „Barf“ ist die Abkürzung für „Bones and raw foods“ und bezieht sich auf die Verfütterung von Rohkost an Hunde und Katzen. Klar, mag man denken, das ist ja ganz natürlich und viel besser als Fertigfutter. Doch es gibt auch Gegner, die das „Barfen“ für gefährlich halten.

„Barfen“ ist ein Trend, der – wie könnte es anders sein? – aus den USA nach Europa herüberschwappt. Das Konzept: Futter für Hunde und Katzen sollte möglichst naturnah sein, also zum Beispiel rohes Fleisch und Innereien, aber auch Fell und Knochen, dazu Gemüse und Obst. Nur Schweinefleisch ist „verboten“ (wegen der Gefahr des Befalls mit den für die Tiere tödlichen Aujeszky-Viren). „Barfer“ stellen die Nahrung ihrer Vierbeiner meist selbst zusammen. Längst existieren auch „Barf-Shops“, teils mit Internet-Versand, wobei das Fleisch tiefgefroren geliefert wird. In gut sortieren Futterhäusern sind außerdem fix und fertig zusammengestellte Rationen mit Fleisch, Gemüse und Zusätzen erhältlich.

Ob und was das „Barfen“ für Hunde bringt, ist umstritten. Befürworter glauben, dass es gut ist für Zähne, Fell und Organe ihrer Lieblinge. Die Gegner bezweifeln, ob Haushunde genauso ernährt werden sollten wie ein Wolf. Denn der Verdauungstrakt von Hunden hat sich durch das Leben in menschlicher Obhut verändert. Einige tierärztliche Vereinigungen und Ernährungswissenschaftler raten ebenfalls davon ab, weil es viele Risiken gebe. Zum Beispiel die Übertragung von Krankheiten durch rohes Fleisch – auf Hund und Besitzer. Falsche Dosierung kann außerdem Ursache für Nährstoffmangel sein, deshalb müssen die einzelnen Dinge im richtigen Maß verfüttert werden.

„Barfen“ bedeutet für den Tierhalten auf jeden Fall mehr Aufwand als Fertigfutter. Man muss sich gut informieren und am besten von einem Fachmann berechnen lassen, wie die Rationen zu berechnen sind. Das hängt von Alter, Geschlecht, Haltungsform und Rasse des Tiers ab. Und noch eins muss man abwägen: die Kosten. Fertigfutter ist teuer, aber beim „Barfen“ kommt auch einiges zusammen. Offenbar haben „gebarfte“ Hunde selten Übergewicht. Studien, die belegen, dass diese Tiere gesünder sind als mit Fertigfutter ernährte, gibt es jedenfalls noch nicht. Nur eines ist sicher: „Barfen“ wird immer beliebter. Fachleute schätzen, dass fünf Prozent der Hundebesitzer diesen Weg gewählt haben.

Katzenmusik – oder doch lieber Bach?

KatzenmusikMusikalische Tiere? Gibt es so was? – Ich würde sagen: ja. Allerdings kann ich da nur aus der Erfahrung sprechen, die ich während der Wochen gesammelt habe, in denen ich über Jahre hinweg immer wieder einen Kater betreut habe, während seine Besitzer im Urlaub waren. Pino hieß der mittlerweile leider verstorbene, ganz normale Bauernkater (nicht die – auch sehr sympathische – Katze auf diesem dpa-Foto!), der Musik liebte. Vor allem bei klassischer Musik kam er vom entlegensten Winkel in der Wohnung sofort angerannt, sprang auf „seinen“ Hocker im Wohnzimmer, rollte sich ein – und lauschte. Seine besonders groß geratenen Ohren richteten sich deutlich sichtbar nach den Lautsprechern aus, und man konnte zusehen, wie er die Musik so richtig genoss. Bei den Instrumenten waren es vor allem Violine und Cello, die er liebte, und bei den Komponisten bevorzugte er eindeutig Johann Sebastian Bach.

Insofern lese ich die vor mir liegende Agenturmeldung zumindest mit einem leisen Zweifel: David Teie, Profi-Cellist und Mitglied des National Symphony Orchestra Washington, der außerdem an der Universität von Maryland Musik lehrt, komponiert nun Klänge speziell für Katzenohren. „Hohe Harfenläufe, die an zwitschernde Vögel erinnern, unterlegt mit einer Art computergeneriertem Katzenschnurren als Bass“, heißt es in der Agenturmeldung. Teies Werke heißen zum Beispiel „Rusty’s Ballad“ oder „Cozmo’s Air“, und sie klingen offenbar wie esoterisch angehauchte New Age-Musik auf Harfe, Cello oder Geige. Manchen Katzen sollen sie echte Entspannung bringen.

Das ist jedenfalls bei einer Studie herausgekommen, die im Fachjournal „Applied Animal Behaviour Science“ veröffentlicht wurde: 77 Prozent der Katzen zeigten positiv-erregte oder entspannte Reaktionen auf die Katzenmusik von Teie, aber nur 38 Prozent auf Musik, die wir Menschen als Meisterwerke empfinden, etwa wie Bachs „Air in G-Dur“. Es soll die erste Studie sein, die zeigt, dass Katzen überhaupt auf Musik reagieren. Teie hat mit einem Experten für Tierverhalten extra ein Musikprofil entwickelt, das zum Teil in Frequenzbereiche geht, die Katzen vertraut sind, von Menschen jedoch nicht gehört werden. In seine Katzenmusik hat er aber auch für Menschenohren erträgliche Frequenzen eingebaut.

Als Journalistin bin ich bei der Meldung gleich misstrauisch und denke mir: Da geht es doch bestimmt wieder nur ums Geld. Und tatsächlich: Ganz am Schluss der – langen – Meldung lese ich folgendes: „Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat Teie jetzt binnen gut eines Monats mehr als 240 000 US-Dollar von gut 10 000 Spendern gesammelt, um das Projekt voranzutreiben und sein Studio, bisher improvisiert im heimischen Badezimmer, zu professionalisieren. Was steht an? Die erste Katzenmusik-CD.“

Der 8. August ist Weltkatzentag

WeltkatzentagAm 8. August ist Weltkatzentag – das darf ich natürlich in meinem Blog nicht ignorieren. Schließlich gehören Katzen seit langer Zeit zu den treuesten Begleitern des Menschen. Auch – oder gerade! – weil sie nicht gehorsam sind wie Hunde, sondern einen eigenen Kopf haben. Andererseits sind viele Katzen verschmust und können vor allem für allein lebende oder alte Menschen so etwas wie ein Partnerersatz sein.

Im vergangenen Jahr lebten in Deutschland 11,8 Millionen Katzen. (Zum  Vergleich: Im selben Zeitraum waren es 6,9 Millionen Hunde.) Diese Zahl ist auch ein  wirtschaftlicher Faktor, denn die Katzenhalter haben in Deutschland letztes Jahr fast 1,6 Milliarden Euro für Katzenfutter ausgegeben, außerdem 265 Millionen für Katzenstreu und weitere 181 Millionen für Zubehör.

Geht man zurück in die Geschichte, kommen wir zwangsläufig zum Verhältnis der alten Ägypter zu ihren Katzen. Vor rund 4000 Jahren schon hatten reiche Ägypter Katzen als Haustiere. Die machten einen so großen Eindruck auf ihre Halter, dass sie die Göttin Bastet, die als Schützerin gegen das Böse und Göttin der Fruchtbarkeit verehrt wurde, in Katzengestalt darstellten. Aus der ägyptischen Falbkatze entwickelten sich im Lauf der Zeit mehr als 40 Rassen von Hauskatzen.

Immer wieder hört oder liest man Geschichten, dass Katzen „ihrem“ Menschen das Leben gerettet haben, etwa bei Wohnungsbränden, wenn Herrchen oder Frauchen schlafen und den Ausbruch des Feuers nicht bemerken. Sogar streunende Katzen können zu Lebensrettern werden, wie folgendes Beispiel zeigt: Im Januar dieses Jahres wärmte ein Streuner in Obninsk (Russland) stundenlang ein bei Frost ausgesetztes Baby und rettete es vor dem Erfrieren. Neben dem etwa zwei Monate alten Kleinkind, das in einem Pappkarton ins Freie gestellt orden war, miaute die Katze so lange, bis Leute darauf aufmerksam wurden und das Kind in ein Krankenhaus brachten.

Und noch eine nette Geschichte: Erst kürzlich verteidigte in Eagle River in Alaska eine mutige Katze ihr Heim gegen einen neugierigen Schwarzbären, der sich auf der Terrasse herumtrieb. Ein beherzter Sprung des Stubentigers an die Terrassentür genügte, um den Bären in die Flucht zu schlagen.

Schön wäre es, wenn der Weltkatzentag dazu beitragen könnte, dass Menschen sich eine Katze aus dem Tierheim holen. Denn dort warten viele dieser wunderbaren Tiere darauf, dass sich ein neues Herrchen oder Frauchen ihrer annimmt.

Auch das noch: Fitness-Center für Vierbeiner!

Schön, dass so vielen Lesern mein Tiergarten-Rückblick auf 2013 gefallen hat – da schreibt man doch gleich viel lieber den nächsten Beitrag! – Also, auf geht´s, in ein neues Jahr, das sicher in Sachen Tiere viel Interessantes bringen wird. Auch 2014 werde ich das eine oder andere Thema für dieses Blog aufgreifen – und damit auch wieder die eine oder andere Diskussion anstoßen.

Abspecken ist ja in diesen Nachfeiertagen bei so manchem Zeitgenossen angesagt – die Pfunde, die man in den letzten Wochen zugelegt hat, sollen möglichst schnell wieder runter. Doch nicht nur bei Menschen machen sich die Leckereien von Weihnachten und Silvester auf der Waage bemerkbar – auch unsere Haustiere sind zum Teil sehr verwöhnt worden und tragen nun ebenfalls Fettpölsterchen mit sich herum. Das sollte normalerweise kein Problem sein, schließlich haben wir ja noch ein paar freie Tage, um mit dem Hund längere Touren als sonst zu gehen und vielleicht eine Extra-Spielrunde einzulegen.

So schlimm wie bei den Haustieren in den USA ist es bei uns wohl noch nicht. Dort legten 80 Millionen Hunde und Katzen in den letzten Jahren extrem zu: 55 Prozent von ihnen haben Übergewicht oder sind sogar fettleibig. Der Verband zur Verhinderung von Fettleibigkeit unter Tieren (Association for Pet Obesity Prevention/APOP) ist alarmiert. Die Folgen: Vor allem Hunde leiden verstärkt unter Arthritis, Diabetes, Gelenk- und Herzproblemen.

Und nun? – Typisch Amerika: Immer mehr Hundebesitzer schicken ihre Lieblinge ins Fitness-Center oder (siehe Foto) in den Fitness-Pool. Kein Witz: In Kalifornien sind solche Einrichtungen aus dem Boden geschossen. Auf Laufbändern und mit Trainingsgewichten um den Bauch sollen die Hunde abspecken. Das lassen sich Herrchen und Frauchen bis zu 100 Dollar im Monat kosten. Eine andere gern genutze Möglichkeit: Hundesitter, die mit den Vierbeinern nicht einfach spazierengehen, sondern sie beim Joggen oder gar beim Rollerskaten auf Trab bringen. Für eine Stunde legen die Besitzer schon mal 60 Dollar hin.

Und im US-Bundesstaat Oregon hat ein spezielles Trainingscamp für fette Hunde seit ein paar Jahren schon großen Erfolg. Wer seinen Hund dort für vier Wochen unterbringt und ihn ein Diät- und Sportprogramm absolvieren lässt, blättert dafür 800 Dollar hin. Wie wir das von der Werbung für Schlankheits-Mittel für Menschen gewohnt sind, macht das Camp mit «Vorher/Nachher»-Fotos der Hunde auf seiner Webseite Reklame. Es gibt Hunde, die gleich für mehrere Monate dort zur Kur sind. – Sicher ist es nur eine Frage der Zeit, bis bei uns ähnliche Angebote kommen.

Ich habe da meine eigene Meinung: Man könnte ja selbst mit dem Hund zusammen laufen oder ihn mit Spielzeug locken, in einen Fluss oder einen Weiher zu springen, wo er überflüssige Pfunde beim Schwimmen abtrainieren könnte. Doch da müsste man sich halt intensiv mit seinem Tier beschäftigen. Lieber schmeißt man mit Geldscheinen um sich und lädt das Problem bei anderen ab. – Traurig, oder?

Schrecklich: Wenn der Hund zum Hamster mutiert

Endlich Sommerferien in Bayern! In diesen Tagen beginnt auch für viele Familien der langersehnte Urlaub. Wer ein Tier besitzt und verreisen will, hat jedoch möglicherweise ein Problem an der Backe. Tierpensionen sind oft schon lang im Voraus ausgebucht. Unter Verwandten oder Bekannten findet sich nicht so einfach jemand, der sich um einen Vierbeiner kümmert, der größer ist als ein Hamster oder ein Meerschweinchen. Und wer ist schon bereit, einen „Pflegekater“, der sonst an seinen Freigang gewöhnt ist, bei sich in der Wohnung aufzunehmen?
Der tierische Liebling der Familie wird plötzlich zur Last – eine Tatsache, die traurig enden kann: Pluto, Minnie & Co werden ausgesetzt. Für die Mitarbeiter von Tierheimen oder ähnlichen Tierschutzorganisationen ist der Beginn der Ferienzeit deshalb nicht unbedingt eine Freude, sondern der reinste Horror.
Diese Erfahrung macht auch Robert Derbeck immer wieder. Der Vorsitzende des Nürnberger Tierschutzvereins Noris hat ein paar sehr drastische Beispiele zusammengetragen. Die sind nicht in den vergangenen Tagen passiert, haben sich aber so, wie er sie schildert, in den letzten Jahren ereignet. Ich lasse den engagierten Tierschützer einfach mal mit seinen Worten erzählen:
„Mit Grauen erinnere ich mich an den Fall, wo Kinder in einem Müllcontainer einen großen Kleintierkäfig entdeckten, der entsorgt werden sollte. Bei näherer Betrachtung fanden sie in dem Meerschweinchenhaus noch zwei lebende Meerschweinchen. Nur durch diesen Zufall wurden die Tiere vor der Müllverbrennung gerettet.
In einem anderen Fall wurden Katzenbabys in einen verschlossenen Pappkarton gesteckt und mit Müll zugedeckt. Einem Hund, der die Welpen erschnüffelte, ist es zu verdanken, dass seine Halterin auf die ausgesetzten Tiere aufmerksam wurde.
Ganz schlimm war ein Fall im letzten Jahr, als ein Hundewelpe in einen Hamsterkäfig gesperrt und bei einem Parkplatz hinter einem Gebüsch versteckt wurde. Das Tierbaby wurde von einem aufmerksamen Tierfreund nur zufällig entdeckt.“
Das Aussetzen von Tieren ist zwar nach dem Tierschutzgesetz strafbar, aber das hat nur sehr selten Konsequenzen für den Halter. Meist lässt sich der Täter nicht ermitteln, oder man kann nicht beweisen, dass er das Tier vorsätzlich ausgesetzt hat. Im besten Fall wird das Ganze als Ordnungswidrigkeit mit einer geringen Geldstrafe geahndet. Eine Chip- und Registrierungspflicht besteht innerhalb von Deutschland noch nicht.

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Rollstuhl-Katze spielt Ersatzmutter

Na, wenn das keine rührende Tiergeschichte ist: Eine Katze im Rollstuhl hat in Celle (Niedersachsen) zwei kleine Kater adoptiert. Brigitta heißt die Ersatzmutter. Sie kümmert sich liebevoll um die zwei Katzenbabys, die von ihrer leiblichen Mutter – einer Streunerin – nicht angenommen wurden. So nett das auf dem Foto auch aussieht – Brigitta hat ein nicht alltägliches Tierschicksal durchlitten. Sie stammt aus Bulgarien und war dort von einem Tierquäler mit einem Luftgewehr verletzt worden. Auf Facebook wurde ein Hilferuf für die Katze gestartet, den auch eine Tierfreundin aus Celle las. Sie holte die Katze nach Niedersachsen und sorgte dafür, dass das Projektil aus dem Rücken entfernt wurde. Brigitta hat die Operation überstanden, es geht ihr inzwischen besser. Doch richtig laufen können wird sie wohl nie mehr. Sie bewegt sich in einer Art Rollstuhl fort. Im Gegensatz zu drei anderen Katzen, die sich nicht um die verwaisten Katzenbabys kümmern wollten, sorgt Brigitta nun trotz dieses Handicaps für die Kleinen.

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Luxus für Mops und Co.

Von wegen Krise! Schaut man sich an, was die Deutschen gerade jetzt im Weihnachtsgeschäft für ihre Haustiere kaufen, kann man sich nur die Augen reiben. Luxusartikel vor allem für Hunde und Katzen boomen wie schon lange nicht mehr.

Dabei zeichnet sich offenbar ein neuer Trend ab: Früher gab es derartige Produkte nur in sogenannten Tier-Boutiquen zu kaufen, mittlerweile sind sie auch im normalen Zoofachhandel im Kommen. Da werden etwa Katzen-Kratzbäume für knapp 1490 Euro angeboten oder Hochzeitskleider für Hunde, die genauso teuer sind wie die für menschliche Bräute. Auch wenn die teuersten Stücke nicht unbedingt wirklich gekauft werden, dienen sie dazu, Kunden anzulocken, die dann einen anderen, etwas preisgünstigeren Artikel kaufen, mit dem der Handel aber immer noch ein Riesengeschäft macht.

Ausgehmäntel für Hunde, Strickpullover mit speziellen Motiven, Parkas mit Fellkragen, Strasshalsbänder – das sind nur einige Beispiele für ein Angebot, das man normalerweise im gehobenen Modefachhandel für Damen oder Herren findet, neuerdings aber immer öfter im Zoofachhandel. Parallel dazu entdecken auch berühmte Modedesigner Tiere als Zielpublikum für sich – man denke nur an Harald Glööckler, der mit seinen verrückten Kreationen für Hunde unglaublich erfolgreich ist.

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Was können die Katzen dafür?

Wieder einmal sollen unschuldige Tiere büßen für Dinge, mit denen sie überhaupt nichts zu tun haben: Keiner fühlt sich für die beiden Katzen Heidi und Lilly der mutmaßlichen Rechtsterroristen Beate Zschäpe zuständig. Die beiden müssen nun um ihr Futter bangen.

Heidi und Lilly sind zwischen die Fronten des Bundeskriminalamts und des Tierheims Zwickau geraten. Das BKA weigert sich, für die beiden Katzen der inhaftierten Zschäpe aufzukommen, weil es weder Eigentümer noch Halter der Tiere sei.

Das Zwickauer Tierheim hatte Heidi und Lilly aufgenommen, als Zschäpe sich den Behörden stellte. Zunächst kam die sächsische Polizei für die Kosten von sechs Euro pro Tag auf. Seit 11. November soll das BKA die Rechnungen für die Tierheim-Unterbringung bezahlen. Das Tierheim kann die Katzen erst dann an neue Halter weitervermitteln, wenn das BKA mit der Rechtsterroristin die Eigentumsfrage geklärt hat. Bis das geklärt ist, soll das BKA zahlen – fordert zumindest das Tierheim. Das BKA dagegen ist der Auffassung, die Zahlungsplicht liege bei Zschäpe. Das Tierheim müsse sie dazu bewegen, die Katzen freizugeben.

Den Katzen dürfte es egal sein, wer für sie zahlt. Hauptsache, sie werden gut betreut und – hoffentlich! – bald an neue Besitzer vermittelt.

Wenn Hund und Katz verreisen

Tierbesitzer, die demnächst in den Urlaub fahren und ihren Hund oder ihre Katze mitnehmen möchten, müssen eine neue Regelung beachten: Ab dem 3. Juli müssen Katzen und Hunde bei Reisen in EU-Länder gechippt sein. Dann endet auch die Übergangsregelung, nach der eine Tätowierung als Kennzeichnung für die Tiere ausreichte.

Innerhalb der EU – mit Ausnahme von Großbritannien, Irland, Schweden und Malta – gelten seit 2004 einheitliche Vorschriften für das Mitnehmen von Haustieren auf Reisen. Reist man von Deutschland in ein anderes EU-Land, braucht man für Katze und Hund eine gültige Tollwut-Impfung, die Identifizierung mit einem Mikrochip und einen Heimtierausweis, in dem vom Tierarzt Impfung und Kennzeichnung des Tieres bestätigt sein müssen. Statt des Chips war übergangsweise auch eine Tätowierung zulässig; diese Frist läuft nun aus.

Der Deutsche Tierschutzbund rät Tierhaltern außerdem, ihre Hunde und Katzen vor der Reise zusätzlich beim Deutschen Haustierregister registrieren zu lassen, um das Tier wiederfinden zu können, wenn es verloren geht; die Registrierung ist kostenlos. Das Deutsche Haustierregister gibt Meldungen über vermisste oder gefundene Tiere an 700 angeschlossene Tierschutzvereine und über 500 Tierheime weiter, außerdem auch an andere deutsche und europäische Tierregister. Durch diese Vernetzung erhöhen sich die Chancen, ein vermisstes Tier wiederzubekommen.

Der Deutsche Tierschutzbund hat hier Tipps zum Reisen mit Haustieren zusammengestellt.

 

 

 

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