Filmstart für neuen "Serengeti"-Film

Es war im Jahr 1959, als der unvergessliche Film „Serengeti darf nicht sterben“ von Michael Grzimek und dessen Vater Bernhard Grzimek in die Kinos kam. Er wurde übrigens 1960 mit dem Oscar für den besten Dokumentationsfilm ausgezeichnet.

260111DOK026Über 50 Jahre später startet nun am heutigen 3. Februar in den deutschen Kinos der Film „Serengeti“ des Zoologen und Naturfilmers Reinhard Radke – ebenfalls eine Dokumentation über den berühmten Nationalpark in Tansania. Mittlerweile ist das Naturparadies durch eine geplante Straße bedroht, die den Park durchqueren und zum Viktoria-See führen soll. Diese Verkehrsverbindung hätte schlimme Folgen für die jährliche Wanderung von Millionen von Tieren nach Kenia und wieder zurück. Diese Straßenbaupläne problematisiert Radke allerdings nicht in seinem Film, was ihm Naturschützer auch schon stark angekreidet haben.

Radkes großes Thema ist der Überlebenskampf der im Serengeti-Park lebenden Tiere: Es geht schlicht und einfach um Leben und Sterben,  Fressen und Gefressen werden. Radke und sein Team haben mit modernster Kameratechnik beeindruckende Szenen von Leben und Tod, vom Kampf gegen Hunger und Durst eingefangen. Reinhard Radke geht es nicht darum, dem Zuschauer den unerbittlichen Kampf zwischen Räuber und Beutetier bis ins Detail vor Augen zu führen – die grausamsten Szenen hat er dem Kinopublikum bewusst erspart. Stattdessen macht er dem Zuschauer das meist sehr komplizierte Verhältnis zwischen Räuber und Beutetier mit brillanten filmischen Dokumenten deutlich.

Radke versucht mit seinem Film, die monumentale Schönheit des Serengeti-Nationalparks auf die Kinoleinwand zu zaubern und die Zuschauer daran teilhaben zu lassen. – Ob ihm das zu unkritisch ist, muss jeder Kinobesucher für sich selbst entscheiden.

Tierischer Filmspaß

010110DOK403Heute ist es mal wieder an der Zeit für einen Filmtipp hier im Blog. Diesmal möchte ich meinen Lesern den Animationsfilm „Die Konferenz der Tiere“ ans Herz legen. Auch wenn er mit dem gleichnamigen Buch von Erich Kästner aus dem Jahr 1949 fast nichts mehr gemeinsam hat – der Film ist witzig und hat mich vor allem durch seine wunderbaren Bilder überzeugt.

Und darum geht es in dem Film: Die Tiere in der afrikanischen Savanne – Hauptpersonen sind das Erdmännchen Billy und der Löwe Sokrates –  wundern sich, dass plötzlich kein Wasser mehr da ist. Das einzige noch vorhandene Wasserloch haben die Büffel und Nashörner für sich vereinnahmt. Also begeben sich Billy und Sokrates auf Wassersuche. Dabei treffen sie auf den gallischen Hahn Charles. Der ist mit einer Eisbärin, einem Känguru, einem Tasmanischen Teufel und zwei Galapagos-Schildkröten unterwegs. Diese Tiere sind alle aus ihrer ursprünglichen Heimat nach Afrika geflohen.  Denn durch die schweren Umweltsünden der Menschen wurde überall die Natur zerstört. Im Okavango-Delta hoffen die Tiere jetzt auf ein besseres Leben.

Aber auch da hat der Mensch sein Unwesen getrieben. Ein Hotelier hat einen riesigen  Staudamm bauen lassen und verschwendet alles Wasser für ein Luxushotel. Ausgerechnet dort sollen sich Politiker versammeln, um eine Konferenz zum Umweltschutz zu veranstalten.  Die Tiere organisieren nun eine Gegenkonferenz, um sich zu wehren. Und gemeinsam sind sie nicht aufzuhalten – der tierische Filmspaß nimmt seinen Lauf. Es gibt jede Menge Action, trotzdem kommt das Thema Umwelt- und Naturschutz nicht zu kurz. Einfach amüsant!