Den Panda-Babys geht es gut

Junge Kleine Pandabären auf dem Weg zum Futter

Nach der traurigen Nachricht vom Tod der Kleinen Pandabärin Patna im Nürnberger Tiergarten gibt es nun zum Glück auch eine gute Nachricht: Den beiden Ende Juni geborenen Babys von Patna von geht es gut. Seit dem Tod ihrer Mutter werden sie von Hand aufgezogen. Zweimal am Tag bekommen sie ein Fläschchen mit einer speziellen Milch, wie sie auch zur Hundeaufzucht verwendet wird. Und den einmal täglich angebotenen Milchbrei schlecken die Jungtiere schon selbst auf. Sie haben seit dem Verlust der Mutter sogar ihr Gewicht von je 600 Gramm auf jetzt 692 Gramm (Männchen) und 847 Gramm (Weibchen) steigern können. Und sie schauen auch schon immer wieder mal aus ihrer Wurfbox heraus. Wahrscheinlich wagen sie in ein paar Tagen ihren ersten Ausflug.

Inzwischen liegt das Obduktionsergebnis von Patna vor: Sie ist an einem akuten Herzversagen gestorben. Andere Erkrankungen oder Infekte wurden nicht nachgewiesen.

Wer weiß, warum der Muntjak die Pandas getötet hat?

Kleiner PandabärGanz wird sich der unheimliche Vorgang im gemeinsamen Gehege der Kleinen Pandas und Muntjaks im Tiergarten nie aufklären lassen. In dieser Woche gab es zwar einen Abschlussbericht über die traurige Geschichte. Aber der stellt nur fest, dass es der Muntjak-Hirsch gewesen sein muss, der die zwei Katzenbären getötet hat: mit seinen Eckzähnen oder den scharfen Klauen. Warum er das gemacht hat, bleibt wohl für immer sein Geheimnis. Denn diese Tierarten leben nicht nur in Nürnberg in einer Anlage, sondern seit Jahrzehnten auch in anderen Zoos – wie eben in der freien Natur.

Nun gibt es verschiedene Szenarien, welcher Hafer den Muntjak gestochen haben könnte. Der allwissende Boulevard hat eine hanebüchene Rachetheorie entworfen: Der Muntjak soll sich gerächt haben, weil die Pandas einen Hirsch-Baby getötet haben. Doch das ist schon länger her und deshalb ausgeschlossen, meint Tiergartendirektor Dag Encke. Muntjaks sind nicht intelligent genug, solche Vorfälle im Gedächtnis zu behalten. Und zu Racheakten sind Tiere im Gegensatz zu uns Menschen so gut wie gar nicht fähig. Im Tiergarten werden Muntjaks und Kleine Pandas künftig nicht mehr zusammen gehalten. Die Muntjaks werden umziehen müssen, sobald neue Kleine Pandas aus einem anderen Zoo nach Nürnberg kommen.

Was könnte der Auslöser für den „Mord“ an den Pandas gewesen sein? Vielleicht haben die Leser dieses Blogs eine Idee? Das würde mich wirklich interessieren. Bitte schreibt/schreiben Sie mir einen Kommentar.