Grausame Tierquälerei in Australien

Diesen grausamen Anblick möchte ich meinen Lesern ersparen: In Australien ist ein Koala an einen Pfosten genagelt worden. Tierschützer haben das Foto dieser unsäglichen Tat  in sozialen Netzwerken verbreitetet – beispielsweise wurde es auf Facebook tausende Male geteilt – und damit Entsetzen ausgelöst. Ich bilde hier bewusst lieber ein Foto eines Koalas ab, dem es gut geht (Foto: dpa), um die Schönheit dieser Beuteltiere zu zeigen und die Frage aufzuwerfen, wie jemand drauf sein muss, um ein solches Tier derart teuflisch zu quälen.

Den Fall in Australien untersuchen jetzt die Tierschutzbehörden des Bundesstaats Queensland. Der tote Koala mit Blutflecken im Fell war in einem Aussichtspavillon im Brooloo Park nahe der Stadt Brisbane entdeckt worden. Wie das Tier gestorben ist – ob es schon tot war, bevor es an den Pfosten genagelt wurde -, soll noch geklärt werden. Australische Tierschützer haben sich zu dem Vorfall geäußert und meinten, diese Tat sei einfach krank. Dem kann ich mich nur anschließen. Den Tätern droht eine Strafe wegen Tierquälerei, Tierschützer fordern eine harte Strafe. Ich befürchte allerdings, dass man den oder die Täter gar nicht ermitteln wird.

Ende gut, alles gut für Frodo?

Wieder einmal gilt es über ein Tierschicksal zu berichten, das ein gutes Ende genommen hat – obwohl es zunächst gar nicht so aussah.

Die Geschichte hat sich in Australien zugetragen, und es geht um ein Koala- Baby. Das wurde vor einem halben Jahr schwer verletzt gefunden – sage und schreibe 15 Schrotkugeln hatten das kleine Tier durchsiebt. Mehr tot als lebendig lag es auf einer Straße bei Brisbane in Queensland. Tierärzte glaubten nicht, dass die kleine Koalabärin, die man Frodo nannte, überleben könnte.

Doch sie hatten offenbar nicht mit Frodos starkem Willen gerechnet. Sie stand mehrere Operationen durch, die man benötigte, um alle Kugeln herauszuholen. Frodo wurde in der Tierklinik Australia Zoo Wildlife Hospital behandelt. Dort durfte sie, als sie wieder zu Kräften gekommen war, bald ins Freie. Sie erholte sich schnell und lernte sich zu ernähren, um allein in Freiheit überleben zu können. Nun ist Frodo 22 Monate alt, und die Tierärzte sind der Ansicht, dass Frodo es schafft, wenn sie demnächst freigelassen wird.  – Hoffentlich schätzen sie die Situation diesmal besser ein als im November!