Neuer Kleiner Panda im Tiergarten

Er heißt Kung Fu und kam aus dem Zoo Helsinki in den Tiergarten Nürnberg. Der neue Kleine Panda-Mann ist elf Monate alt und soll Partner von Panda-Dame Lilli werden. Nach dem Tod von Rex im Februar 2018 hatte das vierjährige Weibchen allein in der Anlage am Schmausenbuck gelebt. Das ist für Kleine Pandas, die auch Katzenbären genannt werden, aber kein Problem, denn diese Tiere sind Einzelgänger. Trotzdem verstanden sich Lilli und Kung Fu nach einem kurzen Anfauchen auf Anhieb gut und haben mittlerweile schon gemeinsam von einem Bambuszweig gefressen. Das darf wohl als gutes Zeichen gewertet werden. Auf Katzenbärenbabys wird man aber noch eine Weile warten müssen, denn Kung Fu ist noch nicht geschlechtsreif. Vor 2021 wird es also sicher keinen Nachwuchs geben.

Muss Kung Fu Panda nun hungern?

Mit Trickfilmen Träume wahr werden lassen – das konnte und kann wohl keiner so gut wie Walt Disney und seine vielen, vielen Zeichner. Immer wieder versuchten andere Studios, an diesen Riesenerfolg anzuknüpfen. Richtig geschafft hat es aber kaum ein Vertreter dieser Branche.

Zu den Möchtegern-Disneys gehört „Dreamworks Animation“, Hollywoods größtes unabhängiges Trickfilm-Studio. Dort wird jetzt für 500 Angestellte der vermeintlich schöne Traum zum Albtraum: Sie müssen gehen, weil ihr Arbeitgeber ungefähr 25 Prozent der Stellen streicht und das Unternehmen umstrukturiert.

Was diese Nachricht in einem Tier-Blog verloren hat, fragt sich nun vielleicht mancher Leser. Ganz einfach: Dieser Schritt hat auch für ein „Tier“ indirekte Folgen, nämlich für „Kung Fu Panda“. Er ist neben „Shrek“ einer der Superhelden bei „Dreamworks Animation“. Die neuen Firmenstrukturen ziehen ein Sparprogramm bei diesem Produzenten nach sich. Das heißt im Klartext, dass bis 2017 statt (wie bisher drei) nur noch zwei Zeichentrick-Streifen pro Jahr erscheinen. – Was soll da bloß aus dem armen Panda werden? Kriegt er künftig nur noch Dreiviertel-Portionen zu fressen?

An dieser Stelle möchte ich, weil es gerade so gut hierher passt, ein Gerücht aus der Welt schaffen: Bambus ist zwar die Lieblingsspeise von Großen Pandas, doch längst nicht alles, was sie zu sich nehmen. Sie fressen außerdem Pflanzen, beispielsweise Enzian, Schwertlilien, Krokus oder Bocksdorn. Wie man etwa bei „Wikipedia“ nachlesen kann, stimmt es ebenso wenig, dass diese Tiere reine Vegetarier sind. Sie lassen sich manchmal Raupen und kleine Wirbeltiere schmecken. – „Again what learnt“, würde ein bekannter fränkischer Ex-Fußballstar da wohl sagen.