„Wooferendum“ gegen den Brexit

Das finde ich mal wirklich originell: Mit einem „Wooferendum“ wollen Hundehalter mit ihren Tieren in London gegen den EU-Austritt des Landes demonstrieren. Unter dem Motto: „Brexit is a dog’s dinner“ (auf Deutsch etwa: Der Brexit ist ein Schlamassel) sollen die Hunde am kommenden Sonntag vor dem britischen Parlament eine Mahlzeit serviert bekommen. Die Organisatoren streben ein zweites Brexit-Referendum an. Die Hunde stehen nach ihren Vorstellungen für Millionen von Menschen in Großbritannien, denen gesagt wurde, dass ihre Stimme nicht zähle. Für die Demonstration soll auch ein Hunde-Pissoir mit Fotos der Brexit-Befürworter Nigel Farage und Boris Johnson aufgestellt werden. Die Vierbeiner werden also das tun, was wohl auch ihre Herrchen am allerliebsten täten: auf die beiden Politiker pissen.

Es ist nicht die erste Protestaktion dieser Art: Schon im Herbst letzten Jahres war eine beeindruckende Menge von Hundehaltern mit ihren Tieren in der Londoner Innenstadt auf die Straße gegangen (Foto: dpa). Gründer der „Wooferendum“-Initiative ist Daniel Elkan. Er und seine Mitstreiter befürchten, der für Ende März geplante Austritt Großbritanniens aus der EU könnte dazu führen, dass Tierärzte abwandern, außerdem könnten die Preise für Tierfutter steigen. Auch das Reisen mit Haustieren würde durch den Brexit schwieriger.

 

Friedenstauben riskieren ihr Leben

Nicht nur Pferde müssen bei den Olympischen Spielen in London sportliche Höchstleistungen bringen. Nein – auch Tauben wird einiges abverlangt, und sie bekommen dafür nicht einmal olympische Medaillen.

Bei der Abschlussfeier der Sommerspiele in der englischen Hauptstadt am 12. August werden Friedenstauben in den Himmel starten. Mit dabei sind zwei Brieftauben aus dem Schlag eines Taubenzüchters in Bayern, genauer gesagt in Bad Füssing. Die beiden Vögel sollen von London in ihre bayerische Heimat zurückfliegen – eine Strecke von über 1000 Kilometern, die sie an einem Tag bewältigen sollen.

Für diese Herausforderung hat der Taubenzüchter Hans Alznauer seine Tiere vor Olympia regelmäßig zweimal täglich  trainiert. Schließlich galt es, ausreichend Kondition aufzubauen. Bisher haben die zwei Tauben aus Bad Füssing Strecken von 700 Kilometern an einem Stück absolviert. Bei der olympischen Abschlussfeier sollen 5000 Friedenstauben über dem Stadion in den Himmel steigen. Die beiden Tauben aus Bayern aber sind diejenigen, die die weiteste Strecke zurücklegen müssen.

Dabei müssen sie nicht nur sportlich fit sein. Schon beim Training drohte ihnen jeden Tag Lebensgefahr. Denn Greifvögel wie Wanderfalken oder Habichte lauern den Tauben auf. In diesem Jahr hat Taubenzüchter Alznauer durch Greifvögel schon 14 junge Tauben verloren. Und auch das Wetter kann den Tauben schwer zu schaffen machen, bei Dauerregen müssen die Tiere ihren Flug unterbrechen.

Brieftauben orientieren sich übrigens mit Hilfe einer Art Navigationssystem, das sich in ihrem Schnabel befindet: In ihrem Sehnerv, der von den Augen zum Schnabel führt, befinden sich Eisenmoleküle. Die helfen den Tauben (wie auch allen Zugvögeln), sich nach den Magnetlinien der Erde  zu richten und so den richtigen Weg zu finden.

Totenkopf-Bande wieder aktiv

Vor ein paar Jahren schon machte die „Totenkopf-Bande“ im Zoo von London von sich reden: Damals klauten dort die Totenkopfäffchen den Zoobesuchern Mobiltelefone, was das Zeug hielt.

Jetzt haben die sonst so beliebten kleinen Affen ihre Vorliebe für Sonnenbrillen entdeckt. Sie scheuen nicht davor zurück, den Besuchern die Brillen direkt vom Kopf zu stibitzen. Auch eine ganze Reihe von teuren Designerbrillen haben sie schon erbeutet.

Den Tierpflegern bleibt nun nichts anderes übrig, als den Tieren das Stehlen irgendwie abzugewöhnen. Dafür haben sie sich ein richtiges Anti-Sonnenbrillen-Training ausgedacht: Sie reiben die Brillen mit einem bitteren Mittel ein. Die Londoner Pfleger sind zuversichtlich, dass sich die Totenkopfäffchen dadurch abschrecken lassen. Wenn die Affen den bitteren Geschmack mit Sonnenbrillen verbinden, werden sie bald kein Interesse mehr an den bisherigen Objekten ihrer Begierde haben. So funktioniert es zumindest in der Theorie. Ob es auch in der Praxis klappt, wird sich zeigen.