In eigener Sache

Ab und zu muss man so ein Blog auch ein wenig verwalten. Dabei habe  ich gestern plötzlich über 20 als „Spam“ eingestufte Kommentare gefunden. Bei ihrer Durchsicht habe ich festgestellt, dass manche gar keine Spams waren. Also habe ich sie im Nachhinein als Kommentare freigegeben.

Darunter war zum Beispiel der Kommentar von Marlon zu meinem Beitrag über Andreas Kielings Buch „Ein deutscher Wandersommer“, der vor ein paar Tagen abgeschickt wurde. Und gerade vor ein paar Minuten habe ich Timos Kommentar zu den falschen Behauptungen des WDSF über die Delfinlagune im Tiergarten Nürnberg unter der Rubrik „Spam“ gefunden und ebenfalls nachträglich freigegeben.

Tut mir leid – offenbar will unser Verlag sozusagen tausendprozentig sichergehen beim Verdacht auf Spams und hat strengste Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Ich habe darauf keinen Einfluss. Hoffentllich ist bei meinen Lesern nicht der Eindruck entstanden, ich würde Kommentare unterdrücken!

Da in meinem Blog kein Beitrag erscheinen soll, in dem es nicht um Tiere geht, möchte ich noch ganz kurz eine fast schon bizarre tierische Begebenheit aus Malaysia erzählen: Dort lebte in einem Zoo seit Jahren die rauchende Orang-Utan-Dame Shirley, die sich auf die weggeworfenen Kippen der Zoobesucher stürzte; die fanden das anscheinend sehr komisch. Doch nun haben Pfleger der Sache ein Ende gemacht und Shirley auf Entzug geschickt. Sie musste in den Zoo von Malacca umziehen, wo sie sie sich das Rauchen abgewöhnen soll. Wenn sie das schafft, muss sie vielleicht nie wieder in einem Zoo leben, sondern darf auf der Insel Borneo an einem Auswilderungsprogramm teilnehmen.

Arterhaltung durch künstliche Besamung?

Die kleinsten Nashörner der Welt, die Sabah-Nashörner, sind vom Aussterben bedroht. Nun will man die Art in einer Zuchtstation auch mit Hilfe künstlicher Besamung retten.

SumatranashornWeltweit soll es nur noch 50 Exemplare dieser Nashorn-Art geben. Diese alarmierende Zahl hat das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gemeldet. Sabah-Nashörner leben im Regenwald in Malaysia. Ihr angestammter Lebensraum wird langsam, aber sicher von Menschen zerstört: Die legen dort eine Ölpalm-Plantage nach der anaderen an. Die Plantagen zerschneiden die Regenwaldgebiete und trennen dadurch immer wieder einzelne Tiere von ihren Artgenossen. Außerdem besteht der Verdacht,  dass die Verwendung von Pestiziden in den Plantagen die Fruchtbarkeit der Nashörner beeinträchtigt.

Nun soll – quasi in letzter Sekunde – eine Zuchtstation in Malaysia die Rettung bringen. Dort wollen Forscher des Berliner Instituts für Zoo- und Wildtierforschung und Fachleute aus dem Zoo Leipzig gemeinsam dafür sorgen, dass sich die letzten noch existierenden Sabah-Nashörner vermehren. Möglicherweise wird das nur noch durch künstliche Besamung möglich sein. Die Berliner Forscher haben mit der künstlichen Befruchtung von Nashörnern in jüngerer Vergangenheit schon mehrmals weltweit für Furore gesorgt. Allerdings waren das Zoo-Nashörner, zum Beispiel die Breitmaulnashorn-Dame Lulu im Zoo von Budapest.