Rätselhafte Todesfälle

Was ist in diesen Tagen bloß mit den Schildkröten auf dieser Welt los? Erst segnet der berühmte „Einsame George“, die berühmteste Schildkröte auf den Galapagos-Inseln, das Zeitliche. (Inzwischen hat man festgestellt, dass sein Herz versagt hat.) Und nun kommt es auch noch zu einem rätselhaften Massensterben von Schildkröten in Australien.

Dabei ist es schon fast bizarr, was „Down under“ mit diesen Reptilien passiert: Es sind nämlich ausgerechnet tote Suppenschildkröten, die da zuhauf an den Stränden von Queensland angespült werden. Den Behörden zufolge soll es sich um gut genährte Tiere handeln – wie passend eigentlich, wenn sie später in der Suppe gelandet wären! Ich hoffe, jetzt versteht mich niemand falsch – ich finde die toten Tiere wirklich nicht lustig.

Bisher hat niemand auch nur einen Schimmer, was mit den Schildkröten – korrekt bezeichnet man sie als Grüne Meeresschildkröten –  passiert ist. Sie litten unter keiner erkennbaren Krankheit, und bei ihren Untersuchungen konnten Wissenschaftler auch keine Anzeichen von Vergiftung oder Rückstände von Chemikalien in den Kadavern feststellen. Die toten Turtles waren auch nicht von Parasiten befallen. Sollte es tatsächlich doch so etwas wie Selbstmord bei Tieren geben? – Mysteriös ist die Sache auf jeden Fall, oder?

 

Mysteriöses Vogel-Massensterben

Das Jahr 2011 hat in den USA und in Schweden mit einem rätselhaften Vogelsterben begonnen.

Zuerst waren in der Silvesternacht im US-Bundesstaat Arkansas 5000 Vögel – genauer Rotschulterstärlinge – vom Himmel gestürzt. Die staatlichen Tierärzte haben keine Erklärung für das Phänomen. Sie konnten keine Krankheit und auch keine Virusinfektion bei den Vögeln feststellen. Sie untersuchten die toten Vögel und kamen zu dem Ergebnis, dass deren Organe gesund waren. Die Veterinäre hegen den Verdacht, Silvesterböller könnten die Vögel aufgeschreckt haben und schuld an dem Massensterben sein.

Dann wurden Anfang dieser Woche noch einmal 500 tote Vögel in den USA entdeckt, diesmal im Bundessaat Louisiana. Die Tiere lagen einfach tot auf der Landstraße, die Todesursache blieb bislang unklar.

Und jetzt fand man auch noch in Südschweden, in der Kleinstadt Falköping, 50 tote Dohlen. Dort zieht man mehere Möglichkeiten in Betracht, warum die Vögel sterben mussten: Zum einen war in der Nähe des Fundortes am Abend vorher ein Feuerwerk gezündet worden, das bei den Tieren einen Schock ausgelöst haben könnte. Aber auch das kalte Wetter könnte ausschlaggebend für die Todesursache sein, ebenso wie Mangelernährung.

In der Vergangenheit hat es vereinzelt schon derartige Massensterben von Vögeln gegeben. Ausgelöst werden kann so ein Phänomen nach der Erfahrung von Vogelexperten zum Beispiel durch Hagelschlag oder Vergiftungen, sogar durch bestimmte ungünstige Windverhältnisse.

Bleibt zu hoffen, dass uns nun nicht noch weitere Meldungen über mysteriöse Funde toter Vögel irgendwo auf der Welt erreichen. Mein Bedarf an Vogel-Massensterben ist jedenfalls jetzt schon für das ganze Jahr gedeckt.