Einfach nur Wahnsinns-Wut!

Geflügelhof13 000 Tiere werden getötet – einfach mal so auf Verdacht: Legehennen, Enten, Gäse und Puten in einem Geflügelbetrieb in Roding mussten dran glauben, weil der Verdacht (!!!) bestand, dass dort die Geflügelpest ausgebrochen sein könnte. Ja, drehen wir denn jetzt komplett durch?, dachte ich, als ich am Wochenende davon gehört habe. Bloggen wollte ich aber erst, wenn mehr über die Sache bekannt wird.

Heute lese ich, dass ich mit meiner Wut zumindest nicht allein bin. Der Deutsche Tierschutzbund hat die Tötung des Geflügels jetzt auch kritisiert. Bei der Organisation spricht man von „Aktionismus“. Da kann ich nur beipflichten, denn eine Tötung sollte – wie der Tierschutzbund klarstellt – immer nur das letzte Mittel sein: dann nämlich, wenn eine Infektion mit einem gefährlichen Geflügelpest-Erreger nachgewiesen wurde. Im aktuellen Fall in der Oberpfalz ist allerdings noch gar nicht klar, ob es sich um ein für die Vögel gefährliches Influenzavirus oder um eine ungefährliche Form handelt.

„Wer so rasch Tötungen ohne klaren Befund anordnet, der handelt nach dem Prinzip: aus den Augen, aus dem Sinn“, hat der Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder erklärt. Mit dem Tierschutz sei ein solches Vorgehen nicht zu vereinbaren. Dem kann ich nur beipflichten. Ich finde aber auch, dass diejenigen zur Verantwortung gezogen werden müssten, die das Ganze angeordnet haben, wenn sich herausstellen sollte, dass die Massentötung dieser Tiere gar nicht nötig gewesen wäre. Allerdings vermute ich folgendes: In diesem Fall würde man es so hindrehen, dass kein richtig Verantwortlicher gefunden werden kann. Wetten, dass?
P.S.: Und jetzt auch noch diese aktutelle Meldung der Deutschen Presse-Agentur!

Nach dem Alarm auf einem Geflügelbetrieb im oberpfälzischen Roding hat das Landratsamt weitestgehend Entwarnung gegeben. Laboruntersuchungen hätten gezeigt, dass es sich bei dem festgestellten Erreger um eine niedrigpathogene – also nicht krank machende – Variante von H5N2 handele, teilte das Landratsamt am Montag mit. Weil aber auch bei dieser Variante der Vogelgrippe die Gefahr einer Weiterentwicklung zu einer für Vögel ansteckenden Krankheit bestehe, wurde die Tötung der rund 12 900 betroffenen Tiere nicht gestoppt.

Es wird immer schlimmer!

Massentötung oder Verhütung?

Von Heuschreckenplagen hat man ja schon gehört, die gab´s ja bereits in der Bibel. Aber eine Kamelplage? – Ja, richtig gelesen! Mit der müssen sich jetzt die Australier herumschlagen.

Im Outback gibt es zu viele von diesen Tieren. Sie fressen Rindern und Schafen die Nahrung weg und trampeln die Vegetation nieder – nicht umsonst heißen die zweihöckrigen Kamele anscheinend „Trampeltier“. Aber sie richten auch Schäden in menschlichen Siedlungen an.

Mittlerweile ist es so schlimm, dass die Regierung sogar eine Massentötung der Kamele in Erwägung zieht. Dabei haben Menschen diese Tiere im 19. Jahrhundert überhaupt erst nach Australien gebracht, um sie als Transportmittel durch die Wüste einsetzen zu können. Inzwischen verdoppelt sich die Kamelpopulation in Australien alle neun Jahre.

Scharfschützen, die von Flugzeugen aus die Kamele erschießen, sollen dieser massenhaften Verbreitung nun ein Ende machen. Das hat die Regierung beschlossen – und will dafür ungefähr 11 Millionen Euro locker machen.

Tierrechts-Organisationen lehnen das allerdings ab. Sie schlagen statt dessen eine Geburtenkontrolle vor, also Verhütungsmittel für Kamele. Diese Methode hat allerdings den Nachteil, dass es lange dauert, bis sie wirksam wird, denn Kamele können bis zu 30 Jahre alt werden.

Man darf gespannt sein, wofür sich die Australier letztlich entscheiden. Glücklicherweise müssen wir uns nur mit so harmlosen Dingen wie Mückenplagen herumärgern.