Meeressäugetiere in Gefahr

Die Ölpest im Golf von Mexiko erreicht neue Dimensionen: Während an der Wasseroberfläche vergleichsweise wenig von dem unaufhörlich sprudelnden Erdöl treibt, gibt es in den Tiefen des Ozeans erschreckende Mengen davon. Riesige Ölschwaden wurden dort entdeckt, in bisher nicht gekanntem Ausmaß: Bis zu 16 Kilometer lang, sechs Kilometer breit und 100 Meter hoch.

Gulf Oil SpillDiese Schwaden haben verheerende Auswirkungen für die im Meer lebenden Tiere: Der Sauerstoffgehalt in ihrer Nähe liegt ungefähr ein Drittel unter dem Normalwert. Möglicherweise ist das darauf zurückzuführen, dass Chemikalien verwendet wurden, die das Öl unter Wasser zersetzen. So gelangt es zwar nicht – oder nur in geringen Mengen – an die Oberfläche, richtet aber weiter unten schlimme Schäden an.

Für die Seevögel, die normalerweise unter einer Ölpest am meisten zu leiden haben, ist das zumindest im Augenblick günstig. Doch die im Meer lebenden Tiere sind nun extrem gefährdet. Auch Säugetiere wie Delfine, Seekühe, Wale, Robben oder Otter – Tiere, die wir Menschen besonders lieben – schweben nun in Lebensgefahr. Kommen sie mit dem Öl in Kontakt, können sie ersticken, außerdem drohen ihnen Vergiftung, Unterkühlung und Hungertod.
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