Konferenz für den Artenschutz

Die nächste Artenschutzkonferenz  findet vom 13. bis 25. März in Doha (Emirat Katar) statt. 175 Staaten nehmen daran teil. Im Mittelpunkt stehen diesmal Haie, Korallen, Eisbären und Elefanten. Ich habe hier kürzlich schon über das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) geschrieben, das den Handel mit bedrohtenTieren und Pflanzen begrenzt.

Besonders viele Anträge gibt es bei der diesjährigen Konferenz zum Thema gefährdete Meerestiere. Immerhin sind 75 Prozent der Fischbestände weltweit bedroht. Bereits die letzte Artenschutzkonferenz vor drei Jahren in Den Haag hatte für ein stärkeres CITES-Engangement beim Schutz von
Meeresfischen plädiert. In deutschen Gewässern sind der Dorn- und der Heringshai besonders schützenswert. Noch nie gehört? Kein Wunder: Sie dürften eher als Schillerlocke, Fish and Chips oder Hai-Steak bekannt sein. Unter diesen Namen landen sie nämlich auf dem Tisch. Auch die Jagd auf die begehrten Haiflossen führt dazu, dass viele Haiarten stark dezimiert wurden.

Um Elefanten bzw. um Elfenbein und Elfenbeinhandel streiten bei der Konferenz vor allem die Afrikaner. Kenia, Ghana, Ruanda und vier weitere Länder prophezeien, dass die Wilderei wieder zum Problem wird, wenn weiteres Elfenbein verkauft werden darf. Sie wollen den Handel deshalb für weitere 20 Jahre verbieten. Aber Tansania und Sambia möchten ihre Lager leer bekommen. Deutschland ist gegen den Elfenbeinhandel, die EU noch gespalten.
weiter lesen