So wild sind wilde Meerschweinchen

Meerschweinchen, wie man sie bei uns als Haustier hält, kennt jeder. Manch einer mag die Nase rümpfen und diese Tiere etwas langweilig finden.

Interessanter sind da schon die wilden Verwandten der Hausmeerschweinchen. Sie leben in wunderbaren Landschaften in Südamerika. Dazu hätte ich hier einen interessanten Veranstaltungstipp für alle Blog-Leser im Großraum Nürnberg: Björn Jordan vom Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg ist auf den Spuren wilder Meerschweinchen sieben Wochen durch Argentinien, Uruguay und Brasilien gereist. Er hat einen unterhaltsamen Reisebericht zusammengestellt, auf den sich Tierfreunde in Nürnberg jetzt freuen können. Am Donnerstag, 9. Juni, um 19.30 Uhr fasst Jordan seine Eindrücke im Naturkundehaus des Nürnberger Tiergartens zusammen (Eintritt frei).

Die eigentliche Urform der Wildmeerschweinchen kommt in den Anden vor. Björn Jordan hat aber auch andere Verwandte der kleinen Nagetiere vor die Kamera bekommen. So zum Beispiel das Felsenmeerschweinchen, das auf seinem Foto oben zu sehen ist – sogar mit Jungtier; diese Art kann unglaublich gut auf Bäume und Felsen klettern. Oder das Capybara, das größte Nagetier der Welt, das sich perfekt an ein Leben im und am Wasser angepasst hat.

Falls Sie ein Meerschweinchen verschenken wollen…

urn:newsml:dpa.com:20090101:101202-99-04152Viele Kinder wünschen sich ein Haustier zu Weihnachten – ganz besonders beliebt sind Meerschweinchen. Die kleinen Nager sehen niedlich aus und sind nicht zu anspruchsvoll, was ihre Haltung betrifft.

Erstaunlich ist, wie viele verschiedene Töne Meerschweinchen von sich geben können – und jeder bedeutet etwas anderes. Die „Meerschweinchensprache“ wurde von Forschern zu einem Großteil schon entschlüsselt. Wer ein Meerscheinchen bei sich zu Hause hält, kann lernen, die wichtigsten Laute richtig zu interpretieren.

Da wäre zum Beispiel das Quieken (ähnlich wie bei einem Ferkel). Damit signalisieren die Tiere meist, dass sie hungrig sind. Oder ein leises Vor-sich-Hinmurmeln, das so ähnlich wie das Gurren einer Taube klingt und besonders oft zu hören ist, wenn man das Tierchen streichelt. Dieses Geräusch gibt ein Meerschweinchen von sich, wenn es ihm gutgeht. Hört sich das Geräusch in etwa wie Meckern an, heißt das: Ich mag das nicht. Aufgeregt oder ängstlich ist ein Meerschweinchen dagegen, wenn seine Laute ähnlich wie Vogelgezwitscher oder Grillenzirpen klingen. Mit einem Grunzen begrüßen sich Artgenossen untereinander. Erschrickt ein Meerschweinchen, dann gibt es meist gar keinen Ton von sich und erstarrt stattdessen.

Hier kann man mal ein bisschen in die Meerschweinchensprache reinhören.

Tja, und jetzt kommt die entscheidende Frage: Warum heißt das Meerschweinchen eigentlich Meerschweinchen? – Ganz sicher sind sich da selbst Experten nicht. Belegt ist allerdings, dass die Tiere vor etwa 400 Jahren von Südamerika nach Europa eingeführt wurden. Seefahrer brachten sie also auf Schiffen über das Meer zu uns. Damit ist der erste Teil des Namens erklärt. Für Teil zwei – „Schweinchen“ – gibt es eigentlich nur eine Vermutung: dass sie eben, wie oben beschrieben, manchmal wie Schweine quieken.