Im Südwesten fehlt ein Nationalpark

Nationalparks sind wichtig für den Natur- und Tierschutz. In Südwestdeutschland besteht aber noch eine große Lücke im Netz der deutschen Nationalparks. Deshalb fordert die Umweltschutzorganisation WWF einen „Nationalpark Schwarzwald“, der diese Lücke schließen könnte.

Für diese Forderung hat der World Wide Found for Nature,  der in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert,  in der Stuttgarter Innenstadt mit 1600 Pandabär-Figuren und geworben, außerdem mit 72 Auerhähnen; der Panda ist bekanntlich das Wappentier des WWF. Auf diese Zahlen kamen die Veranstalter, weil es weltweit noch rund 1600 Pandas in freier Wildbahn gibt und 72 Auerhähne auf der Fläche des geplanten Nationalparks leben.  – Das Foto zeigt die Aktion auf dem Stuttgarter Rathausplatz mit Diana Pretzell, der Leiterin des Bereichs Naturschutz Deutschland beim WWF, und dem grünen baden-württembergischen Naturschutzminister Alexander Bonde.

Südafrikas Tiere leiden unter der WM

Es ist gekommen, wie es kommen musste: Die wunderbaren Nationalparks in Südafrika werden durch die Fußball-WM von Touristen geradezu überrannt. Das wäre vielleicht noch nicht sooo schlimm, aber leider führen die sich dort in ihrem WM-Taumel auf wie die bekannte Axt im Walde – und die Leidtragenden sind – wer sonst? – die Tiere.

NationalparksDummheit und Unverfrorenheit mancher WM-Touristen scheinen kaum noch steigerungsfähig zu sein, nach dem zu urteilen, was die Parkranger so berichten. Im Krüger-Nationalpark zum Beispiel sind Besucher aus ihrem Auto gestiegen und haben sich direkt vor einem Rudel Löwen fürs Fotoalbum ablichten lassen. Andere wahren, um tolle Tierfotos aus nächster Nähe  zu bekommen, keinerlei Abstand zu den Wildtieren. Die Ranger haben alle Hände voll zu tun, um die Touristen zur Räson zu bringen und in ihre Wagen zurück zu bugsieren. Weil offenbar alle glauben, die Tiere seien zahm wie in einem Streichelzoo, nehmen sie nicht einmal Angriffe der Tiere ernst. So haben sich Fans aus Lateinamerika bei geöffneten Autotüren fotografieren lassen, als ein Elefantenbulle auf das Fahrzeug zustürmte und einen Scheinangriff startete. Die Touristen lachten nur darüber, obwohl sie dem Tod näher waren, als sie es sich jemals hätten träumen lassen.
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