Oscar für Tiere – nein danke!

Dass Jack-Russell-Terrier meine Lieblingshunde sind, habe ich ja in meinem Blog schon verraten, etwa hier. Deshalb werde ich natürlich auf jeden Fall in den Film „The Artist“ gehen, in dem Jack Russell Uggie mitspielt. Uggie ist allerdings ein Rauhhaar-Jack-Russell, ich persönlich ziehe Glatthaar-Jacks vor. Aber egal.

Der knapp zehnjährige Uggie stammt aus dem Tierheim. Dort hat ihn sein Trainer vor Jahren rausgeholt und Erstaunliches mit dem nur acht Kilo schweren Hündchen zustandegebracht. Bei den französischen Filmfestspielen in Cannes hat Uggie sogar schon den „Palm-Dog Award“ bekommen, eine tierische Auszeichnung, die sich auf die in Cannes verliehene „Goldene Palme“ bezieht.

Nachdem „The Artist“ bereits bei den diesjährigen „Golden Globes“ abgesahnt hat und die als richtungsweisend für die „Oscars“ gelten, gibt es nun eine Kampagne in der Internet-Gemeinde: Uggie soll einen Oscar kriegen für seine tolle schauspielerische Leistung, auch wenn er „nur“ ein Tier ist. Oscars für Tiere aber sind – zumindest bislang – noch undenkbar. Deshalb kämpft nun die Bewegung „Consider Uggie“ dafür, dass sich das ändert.

In den USA gibt es zwar (fast) nichts, was es nicht gibt. Also halte ich es auch nicht für ausgeschlossen, dass der Tier-Oscar doch noch eingeführt wird. Aber – bei aller Tierliebe – halte ich das für Humbug. Meiner Meinung nach reicht es völlig aus, wenn Uggie demnächst das „Goldene Halsband“ gewinnt, einen von der Zeitung „Dog News Daily“ gestifteten Preis, für den Uggie bereits nominiert ist. Die Entscheidung darüber fällt 13 Tage vor der Oscar-Verleihung, die am 26. Februar über die Bühne geht. Mal sehen, was sich die Uggie-Fans bis dahin noch so einfallen lassen.

Unglücklich über den "Oscar"

urn:newsml:dpa.com:20090101:100226-99-03360Das war fast vorhersehbar: Der Film „Die Bucht“ hat den „Oscar“ für den besten Dokumentarfilm gewonnen. Der Streifen über das Delfin-Abschlachten in der japanischen Taiji-Bucht ist überall in den Kinos nach einer riesigen Werbekampagne angelaufen und hat – wie es beim Thema Delfine immer der Fall ist – große Emotionen und lebhafte Diskussionen ausgelöst.

Jetzt, nach der „Oscar“-Verleihung, steht das japanische Fischerdorf Taiji noch mehr im Mittelpunkt des Weltinteresses. Nicht unbedingt zur Freude der Einwohner: Sie fühlen sich als grausame Tierquäler an den Pranger gestellt. Dass die Delfinjagd und der Verzehr von Delfinfleisch zu den uralten Traditionen Japans und auch zur dortigen Kultur gehören, wird ihrer Meinung nach vernachlässigt.
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