Und es gibt ihn doch: den Osterhasen!

TiergartenWer behauptet denn da immer noch, den Osterhasen gäbe es nicht? Schließlich hoppelt er jedes Jahr durch den Nürnberger Tiergarten, und dort habe ich ihn selbst schon gesehen. Auch heuer will er in dem Zoo am Schmausenbuck wieder viele Kinder beschenken: am Ostersonntag ab 9.30 Uhr. Ein bisschen suchen muss man allerdings schon, um an die Eier zu kommen. Sie sind an fünf Stellen im Tiergarten versteckt, und zwar in Nestern, die richtig gut zum Tiergarten passen: in riesigen, mit Heu gefüllten Storchennest-Körben. Natürlich sind das Bio-Eier, das heißt Hühnereier aus ökologischer Haltung. Der Tiergarten ist Mitglied im „Biokreis“. Das ist ein Anbau-Verband, der ökologisch wirtschaftende Bauern und Lebensmittel-Verarbeiter mit ernährungsbewussten Verbrauchern verbindet – daher der Begriff „Kreis“. Die Ostereier im Tiergarten stammen diesmal vom Biobauern-Frischdienst aus Kößlarn in Niederbayern. – Na dann: Ich wünsche allen meinen Lesern ein besonders schönes Osterfest, egal ob im Tiergarten oder anderswo!

23 000 "Osterhasen" tot

Auch auf die Gefahr hin, dass den einen oder anderen das  Thema Ostern bzw. Osterhase jetzt nach den Feiertagen nerven könnte: Eine kleine Nachlese zu den bedrohten Kaninchen muss heute doch sein. Denn aus Neuseeland erreichen uns traurige Nachrichten. In der Provinz Otago wurde ausgerechnet an Ostern zur Jagd auf Kaninchen geblasen. Über 23 000 Tiere sind dabei ums Leben gekommen.

Nun verurteile ich ja nicht das Jagen per se. Die Neuseeländer werden offenbar der Kaninchenplage nicht anders Herr. Die Nager vermehren sich – wie das Sprichwort schon sagt – „wie die Karnickel“ und fressen Kühen und Schafen das Gras weg. Deshalb findet schon seit 19 Jahren eine „Osterjagd“ statt. Heuer war sie – aus Jägersicht – besonders erfolgreich: Es gab die zweithöchste Abschusszahl seit Einführung dieser Jagd.

Trotzdem frage ich mich: Muss man die Jagd unbedingt gerade zum Osterfest veranstalten?