Quax, der Wahl-Franzose

Also, ich persönlich kann ihn ja gut verstehen, denn ich liebe Frankreich auch: Quax, der Rosapelikan, scheint in Lothringen bleiben zu wollen. Dort war er im vergangenen Herbst auf seinem Flug gen Süden gelandet, und dort gefällt es ihm anscheinend so gut, dass er – zumindest derzeit – keine Anstalten macht, wieder zu uns zu kommen.

quaxneuSo schätzt man es im Augenblick jedenfalls beim Landesbund für Vogelschutz ein. Quax lebt in Lothringen am Etang le Lindre sozusagen wie Gott in Frankreich, wie auch dieses Foto von J. Says zeigt: Der Pelikan hat dort alles, was sein Herz begehrt, wird mit Fisch gefüttert und darf mit seinen geliebten Störchen zusammenleben. Auf seiner Homepage hat der lbv das „Quax-Tagebuch“ auf den neuesten Stand gebracht und zeigt auch dort dieses Foto.
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Wer hat Pelikan Quax gesehen?

Jetzt haben mich schon einige Leute gefragt, ob ich weiß, was aus Quax, dem Rosapelikan, geworden ist.

Zur Erinnerung: Quax hatte im Frühjahr jede Menge Wirbel verursacht. Der Rosapelikan hatte auf seiner Reise aus südlichen Gefilden nach Norden, auf der er ohne Artgenossen unterwegs war,  immer wieder die Gesellschaft von Störchen gesucht – nur waren die nicht so begeistert von ihm wie er von ihnen. Quax war in Franken zwischen Nürnberg, Fürth, Erlangen und Bamberg hin- und hergependelt. Wochenlang wurde er von Tierfreunden beobachtet, und der Landesbund für Vogelschutz forderte dazu auf, den neuesten Aufenthaltsort von Quax zu melden. Es gab ein richtiges Quax-Tagebuch.  Dann verabschiedete sich Quax in Richtung Thüringen und Sachsen und landete schließlich im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde in Niedersachsen, wo er den Sommer über blieb. Nur ab und zu unternahm er kleinere Ausflüge.

Als die Störche vor kurzem wieder in ihre Winterquartiere gestartet sind, ist auch Quax gen Süden aufgebrochen. Eine Zeitlang wusste niemand etwas über sein weiteres Schicksal. Doch dann hat der Landesbund für Vogelschutz einen Anruf bekommen, wo Quax sich aufhält: In Lothringen lässt er es sich an einem Fischgewässer gutgehen, das gerade abgelassen wird. Auch Störche wurden dort gesichtet.

Der Landesbund für Vogelschutz hat wieder eine Hotline eingerichtet, auf die ich auch gerne hinweisen möchte: Wer Quax sieht, sollte sich bitte hier melden.

Ich bleibe dran, Quax!

Wir Journalisten haben ja den Ruf, uns immer nur kurzfristig für etwas zu interessieren und gerade so lange darüber zu schreiben, wie die Sache „heiß“ ist. Es ist nicht leicht, von diesem Image wegzukommen, aber ich versuche es trotzdem immer wieder. Zäh dran bleiben, heißt meine Devise. Das führt manchmal zum Erfolg: Nur weil ich die Leitung des Nürnberger Tiergartens seit Wochen mit meinen Anfragen nerve, ob Vera jetzt bald gedeckt wird oder nicht, hatte ich als erste – und damit vorübergehend als einzige – die Meldung, dass Vera heuer eine Babypause gegönnt wird.

Ähnlich will ich es auch mit Quax, dem Rosapelikan, halten, der einen Monat ganz Franken in Atem gehalten hat. Seit er sich am 31. März erst nach Thüringen und später nach Niedersachsen aufmachte, ist es natürlich bei uns relativ still um ihn geworden. Auf der Homepage des Landesbundes für Vogelschutz wird aber von Zeit zu Zeit noch über den wunderlichen Kerl berichtet, der statt mit Artgenossen lieber mit Störchen zusammen ist. Neuerdings tritt er in einer noch ungewöhnlicheren Gruppierung auf: Als „Dreierbande“ mit einem Storch und einem jungen Seeadler ist er vor ein paar Tagen über einem Naturschutzgebiet bei Leiferde gesichtet worden.

Warum nur verguckt sich Quax in alle möglichen gefiederten Gesellen und will nur von seinen Artgenossen nichts wissen? Ich bin gespannt, ob der lbv dieses Rätsel noch lösen kann oder ob sich Quax doch noch irgendwann umorientiert. – Wie gesagt: Ich werde dranbleiben!

Quaks/Quax, wir vermissen dich!

Quaks, der Rosapelikan, hat unser schönes Franken endgültig verlassen. Ich versteh`s ja auch nicht so recht, wo er hier doch zum Medienstar aufgestiegen ist. Vielleicht hat aber gerade das ihm zusätzlich zur günstigen Thermik Aufwind gegeben, so dass er sich immer weiter von uns entfernen konnte.  Über Sachsen ist er nach Niedersachsen geflogen und hat sich im NABU-Zentrum in Leiferde niedergelassen. Von dort hat er einen kurzen Abstecher nach Bremen gemacht, ist aber wieder nach Leiferde zurückgekehrt.

Der Landesbund für Vogelschutz führt sein Quaks-Tagebuch trotzdem weiter. Wer weiß, vielleicht überlegt Quaks es sich ja doch wieder anders. Wahrscheinlich wird ihn spätestens im Sommer das schlechte norddeutsche Wetter wieder nach Süden treiben.

In dem Tagebuch wird inzwischen wild spekuliert: Ist Quaks aus irgendeinem Grund auf Störche geprägt? Warum sonst lässt er hübsche Pelikan-Mädels abblitzen? Und auch der Name „Quaks“ sorgt mittlerweile für heftige Diskussionen: Schreibt er sich nun „Quaks“, wie ihn der lbv die ganze Zeit genannt hat? Oder „Quax“ nach dem berühmten Film mit Heinz Rühmann, wie ihn der lbv neuerdings auch nennt?

Ich finde ja, dass „Quax“ falsch ist. Denn für mich hat Quaks eindeutig bewiesen, dass er kein Bruchpilot ist, vielmehr ein Meisterflieger. Ich kenne allerdings die lange Vorgeschichte dieses Vogels nicht, die mittlerweile durch die vielen Beiträge in dem Tagebuch bruchstückhaft Gestalt annimmt. Wenn er einst wirklich „Quax“ getauft wurde, dann muss man natürlich dazu zurückkehren.

Egal, ob „Quaks“ oder „Quax“: Wir vermissen dich in Mittelfranken!!

Hin- und hergerissen zwischen Quaks und Raubtieren

Das habe ich jetzt davon: Vor lauter Raubtierhaus-Eröffnen im Nürnberger Tiergarten bin ich gestern nicht dazugekommen, mich um Pelikan Quaks zu kümmern.  Und jetzt – ist er weg!

Laut Landesbund für Vogelschutz  ward er zuletzt in Thürigen gesehen. Doch auch dort hat sich seine Spur inzwischen verloren. Verschwindet der Sonderling jetzt in Richtung Osten? Oder müssen wir nur auf einen Wetter- bzw. Windwechsel warten, damit eine andere Thermik ihn wieder zu uns zurückträgt? Hoffentlich!

Noch mal kurz zurück zum sanierten Raubtierhaus am Schmausenbuck: Der Besuch lohnt sich wirklich! Nicht nur in Sachen artgerechte Tierhaltung und Sicherheit für die Pfleger hat sich da viel getan. Auch von der Architektur her ist das umgebaute Haus eine Augenweide. Wer einen Eindruck bekommen möchte: Hier mein Bericht darüber in der „Nürnberger Zeitung“ und ein Video, das auf der Homepage der NZ zu finden ist.

Quaks war in Erlangen!

Das ist meine Chance: Jetzt hab ich doch tatsächlich mal eine Meldung über Quaks, den wunderlichen, durch Mittelfranken schweifenden Pelikan, die der Landesbund für Vogelschutz noch nicht hatte: Heute, Dienstagfrüh, wurde Quaks in Erlangen in der Schulstraße auf einem Dach gesichtet, etwa um 7.30 Uhr. Ich habe eine zuverlässige Quelle dafür. Sie hat den komischen Vogel auch fotografiert, aber da sie noch nicht digital fotografiert und erst den Film zum Entwickeln bringen muss, kann ich hier noch kein Bild zum Beweis zeigen.

Jedenfalls könnte der Erlangen-Ausflug von Quaks des Rätsels Lösung sein für die vor einer guten Stunde auf der Homepage des lbv  gestellte Frage: Wo ist Quaks?

Quaks wieder in Fürth – brav!

Es war eine turbulente Woche für die vielen Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Spur von Pelikan Quaks nicht zu verlieren. Am Montag stand schon zu befürchten, dass er sich Richtung Norden auf und davon macht: Da hat er die Gegend von Bamberg erkundet und wäre dem Landesbund für Vogelschutz (lbv) fast schon aus dem Blickfeld geraten.

Doch dann zog es ih n doch wieder zurück ins schöne Mittelfranken. Erst schaute er sich ein wenig im Aischgrund bei Höchstadt um. Nicht dumm, da gibt es ja immerhin Fisch bis zum Abwinken. Aber Fressen ist halt doch nicht alles im Leben. Man braucht auch eine Umgebung, in der man sich wohlfühlt. Und da zeigt Quaks bisher eindeutig eine Vorliebe für Fürth, genauer gesagt für den Fürther Vorort Vach. Dort hat er es sich gestern abend wieder auf dem Schornstein bequem gemacht.

Mal sehen, was Quaks sich heute so einfallen lässt – der lbv wird es sicher weiterhin genau dokumentieren. Ich persönlich würde Quaks mal eine Besichtigung der Fürther Innenstadt empfehlen! In der Gustavstraße könnte er sich sogar ins gemachte Nest setzen – nur so ein Vorschlag von mir.

Dreh wieder um, Quaks!

Ein ganzes Wochenende, ohne dass ich Zeit gefunden hätte, mich um das Schicksal von „Wanderpelikan“ Quaks zu kümmern! Ich hatte Dienst im Lokalteil der „Nürnberger Zeitung“, und da gab es eine ganze Menge anderer Termine zu erledigen – wenn auch längst nicht so unterhaltsame wie das Wandeln auf Quaks‘ Spuren.

Nun entnehme ich dem „Quaks-Tagebuch“ des Landesbundes für Vogelschutz (lbv), dass Quaks offenbar in Richtung Norden unterwegs ist; es scheint ihn nach Bamberg zu ziehen. Der Vogel will wohl nach und nach ganz Franken in Aufruhr bringen und überall Fans finden, die eifrig über seinen aktuellen Aufenthaltsort berichten. Vielleicht ist er auch ein unverbesserlicher Romantiker, und in dieser Hinsicht hat Bamberg zugegebenermaßen mehr zu bieten als Erlangen oder Fürth, zwischen denen Quaks am Anfang hin- und herpendelte.

Jetzt machen sich allerdings die Leute vom lbv schon Sorgen, dass sie die weitere Reiseroute von Quaks nicht mehr verfolgen können. – Quaks, es wäre einfacher für uns alle, wenn du umkehren und wieder Richtung Süden fliegen würdest! Jetzt hast du doch Bamberg gesehen, noch weiter oben im Norden wird es zu kalt für dich. Also, hör auf uns und dreh um!!

Quaks gibt uns Rätsel auf

Da sage noch einer, Tiere  würden nie freiwillig im Zoo leben: Quaks ist, nachdem er dem Nürnberger Tiergarten am Mittwoch erstmals einen Besuch abgestattet hatte, auch am Donnerstag wieder hingeflogen und diesmal sogar länger geblieben. Also kann es ihm nicht nur ums Fressen gehen.

Um was aber dann? Störche, in die er sich möglicherweise schon in Südeuropa verguckt hat, gibt es schließlich auch im Regnitzgrund. Sollte er doch Sehnsucht nach Artgenossen verspüren und deshalb folgerichtig im Tiergarten nach ihnen suchen? Doch warum ist er wieder an den Schmausenbuck zurückgekehrt, obwohl dort doch derzeit gar keine Pelikane leben (sie befinden sich noch im Winterquartier auf Gut Mittelbüg)?

Fragen über Fragen! Man könnte direkt zum vogeligen Philosophen werden. – Wer Quaks´Tagesablauf jeweils genau mitverfolgen möchte, dem sei weiterhin das „Quaks-Tagebuch“ auf der Homepage des Landesbundes für Vogelschutz ans Herz gelegt.

Quaks: Abstecher in den Tiergarten

Pelikan Quaks hält die Region weiter in Atem. Er scheint äußerst schlau zu sein. Heute früh wurde er noch in Vach beobachtet. Dann nutzte er die günstige Thermik und ließ sich in die Höhe tragen, um einen kleinen Ausflug zu machen. Die Beobachter verloren ihn aus den Augen, aber dann kam die Meldung aus dem Tiergarten: Ein Rosapelikan ist bei den Störchen am Schmausenbuck gelandet!

Damit hatte er zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Er machte Bekanntschaft mit Störchen, die er noch nicht kannte, und bekam Futter, für das er sich nicht anstrengen musste. Anscheinend wurde ihm aber bald wieder langweilig, und so trat er den Rückflug nach Vach an.

Wer jetzt meint, der Vogel stamme doch aus dem Tiergarten, irrt: Die Zoo-Pelikane machen derzeit noch alle Winterpause im Gut Mittelbüg, und jeder von ihnen ist beringt. Schade, dass sich der wunderliche Einzelgänger im Augenblick nicht der Pelikan-Kolonie aus dem Tiergarten anschließen kann! Aber vielleicht würde er das gar nicht wollen, weil er Störche bevorzugt?

Möglicherweise hat es ihm ja auch in Nürnberg nicht so gut gefallen wie im Fürther Vorort Vach. Und vielleicht liebt er doch die große Freiheit mehr als die Bequemlichkeit. Das Foto von Quaks wurde heute Nachmittag im Tiergarten aufgenommen.