Bald ein Baby für Pinola?

Auf Facebook hatten es ja einige Besucher des Nürnberger Tiergartens schon mit Foto gepostet, nun hat auch das Presseamt der Stadt Nürnberg die freudige Botschaft und eine Fotografie davon an die Medien verschickt: Pinola, die nach dem beliebten Spieler des 1. FC Nürnberg, Javier Pinola, benannte Schabrackentapirdame, hat einen Partner aus England bekommen. Manado heißt der Auserwählte, der am 14. Januar dieses Jahres im Zoo von Port Lympne in der schönen Grafschaft Kent das Licht der Welt erblickte.

Manado kam heimlich, still und leise am 5. August am Schmausenbuck an und wurde zunächst einmal in einem Einzelabteil seines neuen Zuhauses untergebracht. Vor einer Woche hatten Pinola und Manada dann ihr erstes Date. Das war offenbar erfolgreich, die beiden verstehen sich jedenfalls so gut, dass sie seitdem gemeinsam in der Anlage leben.

Mit dem neuen Mann aus England will der Tiergarten wieder in die Zucht von Schabrackentapiren einsteigen, die er seit 1964 mit riesigem Erfolg betreibt. Fünf Zuchtpaare haben seitdem für 15 Jungtiere gesorgt, die alle gesund und munter aufgewachsen sind. Der Tiergarten hat deshalb auch die Koordination für Schabrackentapire beim Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP übertragen bekommen; darin sind derzeit 50 Tapire erfasst.

Für alle, die bei den Verwandtschaftsverhältnissen der Tapire im Tiergarten nicht so recht durchblicken: Nach dem Tod des alten Weibchens Indah vor über einem Jahr lebten am Schmausenbuck noch Pinola und ihr Vater Pi. Als Pinola geschlechtsreif wurde, musste Pi an einen anderen Zoo abgegeben werden, um Inzucht zu vermeiden. Er übersiedelte im Juli nach Spanien – genauer: in den Zoo von Fuengirola.